Polizei Trier: Gelbe Karte für junge Menschen

Ein Präventionsprojekt des Polizeipräsidiums Trier

 

Junge Menschen, die durch Gewaltdelikte, Alkoholgenuss oder Drogenkonsum aufgefallen sind, zu einer dauerhaften Verhaltensänderung zu führen, ist Ziel des Präventionsprojektes „Gelbe Karte“. Wie soll das geschehen?

 

Die „Gelbe Karte“ kommt in Betracht, wenn die Schwelle zur Anordnung eines ärztlichen Gutachtens oder einer medizinisch-psychologischen Untersuchung noch nicht erreicht, die Schwelle einer erheblichen Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung jedoch überschritten ist. Gem. §2(12) StVG (Straßenverkehrsgesetz) besteht in solchen Fällen eine Meldepflicht der Polizei gegenüber der Fahrerlaubnisbehörde. Dabei ist es nicht notwendig, dass die von der Polizei festgestellten Straftaten im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeuges stehen.

 

Die Fahrerlaubnisbehörde kann dem oder der Verantwortlichen in solchen Fällen eine „Gelbe Karte“ als Warnung ausstellen. Sollte der Betroffene anschließend erneut eine strafbare Handlung oder Ordnungsstörungen begehen, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nicht unwesentlich beeinträchtigen, kann die individuelle Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen in Frage gestellt werden.

Wichtig ist dies insbesondere für junge Menschen, die sich um eine Fahrerlaubnis bemühen oder erst kürzlich eine Fahrerlaubnis erhalten hat.

 

Unter anderem in der Region Kaiserslautern wird dieses Präventionsprojekt bereits erfolgreich durchgeführt. Alle Stadt- und Kreisverwaltungen im Bereich des Polizeipräsidiums Trier (Stadtverwaltung Trier, Stadtverwaltung Idar-Oberstein, Kreisverwaltung Bitburg-Prüm, Kreisverwaltung Vulkaneifel, Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Kreisverwaltung Cochem-Zell, Kreisverwaltung Trier-Saarburg und Kreisverwaltung Birkenfeld) haben einer Durchführung dieses Projektes zugestimmt.

Der Start des Projektes im Polizeipräsidium Trier ist für den 1. Januar 2017 vorgesehen.

 

 

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