Schweich mit offener Rechnung – Mittwochsspiele

In der Rheinlandliga wird der April zur Fußball-Flatrate: Schon wieder eine englische Woche, Morbach unterlag Mayen mit 0:2, Mosella Schweich erkämpfte sich einen Punkt am Rhein. Am Wochenende will Mosella Schweich gegen den SV Morbach noch eine Rechnung begleichen.

Mosella Schweich – SV Morbach (Sonntag, 15 Uhr)

Das Hinspiel war eine klare Sache: Morbach fertigte die Mosella mit 7:0 im heimischen Stadion ab, damals war es ein Klassenunterschied. Im Frühjahr 2013 sind die Vorzeichen aber andere. Schweich ist derzeit die Mannschaft der Stunde und hat erst ein Spiel im neuen Jahr verloren. „Wir haben vom Hinspiel noch eine kleine Rechnung offen“, erinnert sich Mosella-Trainer Eric Schröder. „Von daher muss ich meine Jungs nicht mehr motivieren.“ Sein Kollege Bernd Schreiber erwartet auch ein heißes Spiel. „Die Heimspiele in Schweich sind sehr intensiv, sie gehen da sehr aggressiv in die Zweikämpfe.“

Personell gibt es auf beiden Seiten Ausfälle. Bei den Hausherren ist noch unklar ob Ismail Omayrat und Alexander Burbach spielen können, zudem ist Maximilian Gäbler gesperrt. Beim SVM sind Stammtorhüter Georg Borschnek und Andre Thom fraglich. „Wir wissen, dass bei den Mannschaften zwischen Tabellenrang fünf bis sechszehn die Tagesform eine große Rolle spielt, wir müssen also mit der richtigen Einstellung in die Partie gehen“, fordert SVM-Coach Bernd Schreiber. Sein Pendant Eric Schröder, der das Spiel als „Riesenaufgabe“ beschreibt, meint: „Gegen Morbach müssen wir als Mannschaft dagegen halten, dann werden wir erfolgreich sein.“

 SG Malberg – Eintracht Trier U23 (Samstag, 16 Uhr)

Nach dem 3:0-Sieg gegen die SG Bad Breisig muss sich die U23 umstellen. Statt einem ambitionierten Gegner wartet nun eine Mannschaft, die sich im Abstiegskampf befindet. „Das wird ein anderes Spiel, es wichtig wie wir das Spiel angehen. Dann können wir erfolgreich sein“, fordert SVE-Trainer Herbert Herres. Gegen die Westerwälder plagen den Übungsleiter derweil Personalsorgen. Besart Aliu knickte gegen Bad Breisig um und konnte nicht trainieren, David Thieser ist studienbedingt fraglich. Taner Weins ist angeschlagen und Kevin Arbeck laboriert mit Rückenproblemen. Keine leichte Aufgabe, die Herres erwartet, auch weil die Profimannschaft zeitgleich in Elversberg spielt. „Vielleicht können wir noch auf A-Jugendliche zurückgreifen“, hofft Herres, denn die U19 spielt erst am Sonntag. „Das ist aber alles egal, das müssen wir kompensieren.“

Malberg rangiert zusammen mit der SG Neitersen in der gefährlichen Abstiegszone der Rheinlandliga, die SG musste zuletzt vier Niederlage am Stück hinnehmen und befinden sich im freien Fall. „Sie werden mit aller Macht versuchen die Heimspiele zu gewinnen, das ist im Abstiegskampf so“, schwört Herres seine Mannschaft auf ein vom Kampf geprägtes Duell ein.

SG Neitersen – FSV Tarforst (Sonntag, 15 Uhr)

Zur Vorbereitung auf das richtungsweisende Spiel gegen Abstiegskonkurrenten Neitersen griff FSV-Trainer Patrick Zöllner tief in die Trickkiste. Um auf den Hartplatz in Neitersen optimal vorbereitet zu sein, tauschte Zöllner kurzerhand mit dem SV Olewig und dem SV Irsch die Spielstätten. „Wir wollten uns schon mal auf den Hartplatz einstellen“, erklärt Zöllner seine Maßnahme. Jedes Mittel ist den Tarforster zurzeit Recht, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Mut machte Zöllner dabei das Auftreten seiner Mannschaft am Sonntag gegen den TuS Mayen. „Das war eine engagierte Leistung und dazu ist Mayen eine absolute Spitzenmannschaft.“

Neitersen musste unter der Woche ein Nachholspiel bestreiten uns erreichten gegen Rot-Weiß Koblenz ein 1:1. In der Rückrunde zeigt die Formkurve der Westerwälder stark nach unten. „Neitersen steht noch etwas mehr unter Druck als wir. Sie müssen erst an uns vorbei, noch sind wir vorne“, gibt sich Zöllner selbstbewusst. Nur vier Punkte (der FSV erreichte acht), konnte die SG in der Rückrunde sammeln. „Für sie ist es ein Stück mehr ein Sechs-Punkte-Spiel“.

Personell hat sich das Lazarett in Tarforst wieder vergrößert. Aus dem Spiel gegen den TuS Mayen trug Florian Weirich eine starke Bänderdehnung davon, Tobias Spruck musste ebenfalls mit Knieproblemen ausgewechselt werden. Dazu fehlen Torsten Oberhausen und Philipp Hermes. „Die A-Jugend spielt am Samstag, aber dabei hat die U19-Liga Vorrang. Wir werden aber versuchen, den ein oder anderen Spieler einzubauen.“

Die Spiele vom Mittwoch:

 

SV Morbach – TuS Mayen 0:2 (0:0)

„Mayen war überall einen Hauch besser“, fasst SVM-Trainer Bernd Schreiber die Partie zusammen. „Man muss aber anerkennen, dass sie taktisch und technisch einen Tick erfolgreicher waren. Sie waren eindeutig das eingespieltere Team“. Mayen ist derzeit in der Tabelle auf dem Vormarsch. In Hinrunde lief in der Vulkaneifel noch nicht viel zusammen, nun hat sich der TuS in der Spitzengruppe der Rheinlandliga festgesetzt. „Das Team was bei einem solchen Spiel in Führung geht, das gewinnt am Ende auch“, beschreibt Bernd Schreiber das Spielgeschehen. Zur Halbzeit stand es noch 0:0, in der 63. Minute traf Herve Louloulaga zum 0:1. Es war ein Foulelfmeter, den der schnelle Tobias Jacobs rausholte. „Danach hätte es auch für uns einen Elfmeter geben können, das haben auch die Mayener erkannt. Leider traute sich der Schiedsrichter nicht zu pfeifen.“ SVM-Stürmer Florian Galle wurde im Strafraum zu Fall gebracht.

„Aber das Selbstbewusstsein der Mannschaft darf durch dieses Spiel nicht angekratzt werden“, fordert Schreiber, dessen Stammtorhüter Georg Borschnek privat verhindert war. Für ihn rückte Co-Trainer Kevin Greweling zwischen die Pfosten, der am Konter zum 0:2 durch Steffen Rosenbach machtlos war. „Mayen war die etwas clevere Mannschaft.

SG Mülheim-Kärlich – Mosella Schweich 2:2 (2:2)

Die kleine Serie bei der Mosella hält an. „Mit einem Punkt, zudem noch mittwochabends, kann ich sehr gut leben“, zeigt sich Eric Schröder, Trainer von Mosells Schweich, zufrieden. „Das Ergebnis ist okay.“ Besonders in der ersten Halbzeit hatte es die Nachholpartie in sich. Schon nach zwei Minuten konnten die Gastgeber jubeln, als ein Freistoß von Christian Kaes den Weg in den Torwinkel fand. Doch die Mosella kämpfte sich flott zurück. Nach einem Eckball kam Kapitän Patrick Quary an den Ball und markierte den Ausgleich (5.). In der 34. Minute schoss Quary seine Mannschaft durch einen Strafstoß sogar in Führung. Der Mülheimer Torwart Eric Neuenfeldt unterschätzte einen langen Ball und foulte Maximilian Gäbler im eigenen Sechzehner. Die Folge: Ein Foulelfmeter und die rote Karte für den Torhüter.

Zum Leidwesen der Schweicher sollte dies aber nicht der einzige Elfmeter bleiben. In der 43. Minute zeigte Schiedsrichter Ingo Jokisch erneut auf den Punkt, dieses Mal im Strafraum der Mosella. Christian Wiersch verwandelte sicher. „Danach war das Spiel auf Messers Schneide, beide Mannschaften hätten das Spiel für sich entscheiden können“, beschrieb Eric Schröder die hitzige Partie. Es blieb zwar beim 2:2, dafür handelte sich Maximilian Gäbler eine rote Karte ein und wird den Schweichern in den nächsten Spielen fehlen. Eine Randnotitz: Der A-Jugendlich Nico Stadtfeld feierte gegen Mülheim-Kärlich sein Ligadebüt.

 

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