Rheinlandliga: Morbach schrammt an Sensation vorbei – Zusammenfassung

Für die Teams der Region gab es an diesem Wochen nur eine magere Punkteausbeute. Morbach knöpfte Tabellenführer Burgbrohl einen Punkt ab, Schweich und Trier II verloren beide. Tarforst konnte nach dem Pokalerfolg auch in der Liga überzeugen.

Spvvg. Burgbrohl – SV Morbach 0:0

Schon vor der Partie gegen den Spitzenreiter Spvvg. Burgbrohl hatte SVM-Trainer Dieter Müller ein munteres Spiel seiner Mannschaft gefordert. Sein Wunsch wurde erfüllt. Gegen den bisherigen Alleinunterhalter der Rheinlandliga Burgbrohl erreichten die Hunsrücker ein Remis und waren dabei über weite Strecken des Spiels die bessere Mannschaft. „Ich war sehr zufrieden mit dem Spiel“, sagte Dieter Müller anerkennend. „Wir haben kompakt angegriffen, der Gegner konnte nur noch mit langen Bällen agieren. In der Offensive haben wir schöne Pässe gespielt und schnell umgeschaltet“, analysierte Müller weiter.

Die Morbacher Mannschaft 2012/2013 – Foto: A.Gniffke

Doch laut Müller wären auch drei Punkte verdient gewesen: „Über weite Strecken des Spiels waren wir die bessere Mannschaft.“ Zwei Mal stand in der ersten Halbzeit Aluminium im Weg. Andre Thom versuchte sich in der 30. Minute mit einem Weitschuss, Marius Müllers scheiterte in der 43.Minute ebenfalls an der Latte. „Mit der Chancenverwertung kann ich nicht zufrieden sein, deshalb bin ich vom Ergebnis etwas enttäuscht. Aber die reine Leistung meiner Mannschaft hat mich heute überzeugt“, meinte Müller. Nur eine dicke Chance zählte der Coach der Hunsrücker auf Seiten der Gastgeber, in der zweiten Halbzeit gestaltete sich das Spiel etwas ausgeglichener. „Trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen müssen.“ Am nächsten Wochenende wartet mit der SG Malberg eine leichtere Aufgabe auf den SV Morbach.

TuS Mayen – Eintracht Trier II 2:1 (1:0)

Die Revanche für die Halbfinalniederlage des Rheinlandspokals blieb aus. „An diesem Tag ist viel zusammengekommen“, beklagte Herbert Herres die Niederlage. Zuerst wurde das Spiel spontan um eine Stunde nach hinten verschoben, gespielt wurde nicht im Nettetalstadion, sondern auf einem Kunstrasen in Alzheim. „In der ersten Halbzeit kamen wir nicht ins Spiel, die haben wir leider verschlafen“, analysierte Herres ehrlich. „Da lagen wir verdient hinten.“ Nach einem Fehlpass im Zentrum erzielte Tobias Jakobs den Führungstreffer (38.). Acht Minuten nach dem Wiederanpfiff konnte die Mannschaft aus der Vulkaneifel auf 2:0 erhöhen. Herve Louluoga stellte ein weiteres Mal seine Torjägerqualitäten unter Beweis, dieses Mal nach einem Konter. Der Topstürmer der Rheinlandliga trifft gerne gegen Trierer Teams, dem FSV Tarforst schenkte der Belgier im Oktober gleich fünf Treffer ein.

Erst danach wachte die Eintracht auf. Carsten Cordier erzielte nach Vorlage von Daniel Braun den Anschlusstreffer (55.). Danach vergaben Erik Michels, Besart Aliu und Meliani Saim aus aussichtstreichen Positionen, der Mayener Torwart Darius Motzed parierte glänzend. „Aufgrund der vielen Chancen in der zweiten Halbzeit wäre ein Unentschieden verdient gewesen. Wir waren in der ersten Halbzeit einfach nicht konzentriert genug. “, befand Herbert Herres und zollte dem Gegner Respekt: „Sie haben ein paar sehr gute Einzelspieler.“ In der nächsten Woche will Herres einen neuen Anlauf auf drei Punkte starten. Dann geht im heimischen Moselstadion gegen die SG Neitersen.

FC Karbach – TuS Mosella Schweich 2:0 (2:0)

Der FC Karbach war kein leichter Gegner, das war allen in Vorhinein klar. Die Elf aus dem Hunsrück ist neben Rot-Weiß Koblenz einer der ambitioniertesten Verfolger des Tabellenführers Burgbrohls. Und der Favoritenrolle wurde der FCK gerecht. Schon in der ersten Halbzeit wurde das Spiel entschieden, der Endstand 2:0 war schon in der 35. Minute eingetütet. Bitter für Schweich, die sich nach dem Heimerfolg vom vergangenen Wochenende etwas mehr ausgerechnet hatten. „Die erste Halbzeit haben wir leider total verschlafen“, gestand der Schweicher Trainer Eric Schröder. Karbach näherte sich zunächst durch Chancen von Schinnen und Eberhardt dem Führungstreffer. In der 30. Minute klingelte es dann schließlich im Schweicher Tor: Andy Felgner trat einen Freistoß gefährlich in den Strafraum, Karbachs Toptorjäger Tobias Schinnen verwertete zum 1:0. Nur fünf Minuten später erhöhten die Hausherren auf 2:0, Oskar Feilberg war nach einem Zuspiel von der rechten Seite zur Stelle.

„Erst in der zweiten Halbzeit haben wir besser ins Spiel gefunden, da konnten wir das Spiel ausgeglichen gestalten“, meinte Schröder. Dabei sprangen auch einige Chancen für die Mosella heraus, unter anderem hatte Carsten Reis den Anschlusstreffer auf dem Fuß. „Aber insgesamt wäre ein Unentschieden auch nicht verdient gewesen. Karbach war insgesamt die bessere Mannschaft.“ Durch den Sieg des Abstiegsrivalen Neitersen rutschte die Mosella wieder auf den 17. Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende trifft Schweich auf eine weitere Spitzenmannschaft, Rot-Weiß Koblenz. Eric Schröder gibt sich kämpferisch: „Die zweite Halbzeit war okay. Da müssen wir nun das Positive mit in das Duell mit Koblenz nehmen.“

 SG Ellscheid – FSV Trier-Tarforst 2:4 (1:1)

Der Patient FSV Trier-Tarforst lebt wieder. Nun hat die Elf aus dem Trierer Höhenstadtteil nach dem Pokaltriumph über Mehring auch in der Liga ihren Aufwärtstrend bestätigt. „Das war ein absolut verdienter Sieg von uns, wir waren über 90 das bessere Team“, freute sich Interimscoach Michael Fuchs. Dabei war auch dieses Spiel eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Normale Spiele gibt es bei den Trierern nur selten, auch dieses hatte seine ganz persönliche Note. Zwei Mal mussten die Tarforster einem Rückstand hinterherrennen. Zuerst war es Dominic Sausen, der die Eifeler nach sechs Minuten in Führung schoss. In der 57. Minute machte Christian Sicken das zwischenzeitliche 2:1 für die Hausherren. „Das war schon super wie sich die Mannschaft zurückgekämpft hat. Auch bei den schlechten Witterungsbedingungen ist das nicht selbstverständlich“, lobte Fuchs das couragierte Auftreten seiner Mannschaft.

Tarforst konnte gleich vier Mal jubeln - Foto: A.Gniffke

Auf Seiten der Tarforster rückten besonders zwei Spieler in den Fokus: Florian Weirich und Tobias Spruck schnürten jeweils einen Doppelpack. Insbesondere für Spruck waren dies besondere Tore, denn der Außenspezialist kehrte nach einer langen Rotsperre wieder zurück in die Startelf. „Tobi hatte nach seiner Sperre noch etwas gut zu machen, er war der Mannschaft was schuldig. Das hat er heute super zurückgegeben“, aufgrund der dünnen Personaldecke ist Michael Fuchs froh um jede zusätzliche Kraft, auch um Spruck. Zur Aufholjagd blies aber zuerst Florian Weirich. Eine Kombination über die linke Seite fand den Weg in die Mitte zu Weirich, der den Ball zentral einschob (16.). Auch den zweiten Ausgleichstreffer besorgte Weirich, der eine Ecke von Philipp Hermes unter die Latte donnerte (62.). Das 3:2 entstand durch eine tolle Einzelleistung von Tobi Spruck, das abschließende 4:2 von Spruck leiteten Max Meyer und Thorsten Oberhausen im Zusammenspiel ein. „Wenn wir so weiterspielen, dann kommen wir auch aus der unteren Tabellenhälfte raus“, gab sich der FSV-Trainer kämpferisch. Am Wochenende kommt der Tabellenführer Burgbrohl an den Tarforster Kunstrasen, die Partie steht auch zur Auswahl zum 5vier-Topspiel.

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