Rheinlandliga: Mosella ohne Fortune – 1:2 gegen Kyllburg

Im Winzerkeller wartet man weiter auf den ersten Heimsieg. Am Samstagabend verlor die TuS Mosella Schweich unglücklich gegen die SG Kyllburg mit 1:2. Ein scharf getretener Freistoß drehte das ruppige Spiel zugunsten der Eifeler.

Manchmal entscheiden Einzelaktionen ein Spiel. Am Samstagabend war es Michael Mayer-Nosbüsch, der die schwache Leistung seiner Mannschaftskollegen durch einen Traumfreistoß ausglich. Für Schweich war die Niederlage doppelt bitter. Nicht nur, dass man immer noch auf den ersten Heimsieg wartet. Auch kommen die Moselstädter der Abstiegszone näher. Dabei waren die Gäste mit Vorschusslorbeeren bestückt. Mit einer Empfehlung von vier Siegen am Stück reisten sie an die Mosel, auch im Pokal kamen die Eifeler souverän eine Runde weiter. Für das Kyllburger Hoch sorgte in erster Linie Michael Mayer-Nosbüsch, der in den vergangenen Spielen zur personifizierten Torgefahr wurde.

Schweich nahm den Abstiegskampf an, die Mannschaft von Trainer Eric Schröder wusste über die gefährliche Tabellenkonstellation und präsentierte sich dementsprechend im heimischen Winzerkeller. Von der ersten Minute an zeigte sich die Mosella hellwach und hatte das Spiel im ersten Abschnitt im Griff. Während man Offensivaktionen bei den Gästen aus der Eifel vergeblich suchte, näherten sich die Moselstädter kontinuierlich dem ersten Tor. Vor allem über Eckbälle schnürten die Hausherren Kyllburg ein, ein Kopfball von Maximilian Gäbler landete nur knapp neben dem Tor. Auch aus dem Spiel heraus erspielte sich die Elf von Eric Schröder Chancen.

Kevin Seitz prüfte Markus Plei mit einem satten Schuss (27.), ein Distanzschuss von Gäbler wurde von Timo Heinz unglücklich abgefälscht und wurde zu einer unberechenbare Gefahr für das Kyllburger Tor (25.) Die größte Schweicher Chance hatte aber Carsten Reis, der im Strafraum zum Schuss kam, aber direkt in die Arme von Plei schoss (17.). In der 40. Minute war es Patrick Quary, der sich den Ball im Sechzehner erkämpfte, sein Zuspiel auf den einschussbereiten Kevin Seitz wurde in letzter Sekunde von Christoph Gerten zur Ecke geklärt. Obwohl der Kyllburger Joscha Haubricht nach einem Eckball gefährlich köpfte (44.): eine Schweicher Führung zur Halbzeit wäre mehr als verdient gewesen.

Auch nach der Halbzeit behielt Schweich die Oberhand. Zwar versetzte ein Lattenknaller von Jerome Kolling die Hausherren in eine kurze Schockstarre (48.), danach erarbeitete sich die Mosella wie in der ersten Halbzeit mehrere Chancen. In der 58. scheiterte der starke Kevin Seitz mit einem strammen Schuss an Markus Plei, nur wenige Minuten später bediente Maurice Casel Carsten Reis. Der Torwart war schon geschlagen, doch das Leder wurde in höchster Not von einem Kyllburger von der Linie gekratzt (60.) Die anschließende Ecke ließ die TuS dann endlich jubeln. Maurice Casel stieg zum Kopfball hoch und traf zur umjubelten 1:0.

Jedoch verstummte der Jubel schnell. Fast im direkten Gegenzug landete ein langer Ball bei Giulian Henning. Der schon im Strafraum stehende Offensivakteur hatte nur wenig Mühe und überwand den chancelosen Sebastian Dahm zum 1:1 (63.). Zuvor ahndete der Schiedsrichter ein Foulspiel an der Mittellinie nicht. Mosella-Coach Eric Schröder fühlte sich klar benachteiligt: „Das war ein klares Foul an der Mittellinie. Schon zuvor in der ersten Halbzeit wurde uns ein klarer Elfmeter nicht zugesprochen. Hier wurden wir benachteiligt!“ Kapitän Patrick Quary protestierte lautstark, doch seine Worte fanden nur in Form einer gelben Karte Anerkennung.

Später kam es noch dicker für die TuS. Michael Mayer Nosbüsch verwandelte einen Freistoß frech, von der linken Seite des Strafraums zielte er genau auf die lange Ecke (78.). Kyllburg beschränkte sich fortan auf Ergebnisverwaltung, Schweich bemühte sich wie gegen Emmelshausen um einen Last-Minute-Ausgleich, doch der blieb den tapfer kämpfenden Schweichern vergönnt.

Nach Schlusspfiff war Eric Schröder geknickt. „Ich kann meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Wir haben gekämpft und gut gearbeitet. Heute hätten wir uns selbst belohnen können, die Niederlage heute war sehr bitter. Uns fehlt einfach das Glück, dazu hat der Schiedsrichter spielentscheidend eingegriffen.“ Im nächsten Spiel trifft die Mosella auf die U23 der Eintracht, Schröder mahnt zur Vorsicht. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht durchgereicht werden. Trotzdem, bei meiner Mannschaft ist eine Entwicklung zu sehen.“

 Statistik: 

TuS Mosella Schweich: Dahm – Gäbler, D.Casel, Bickelmann, Regneri (87. Bjelanovic) – M.Casel, Quary, Ossen, Reis- Seitz, Schneider

SG Kyllburg: Plei – Haubricht, Gerten, Heinz, Schmitt – Henning 63.Schwarz), Kolling, Esch Peters (85. Pauly) – Mayer-Nosbüsch, Valerius

Tore: 1:0 (61.) M.Casel, 1:1 (63.) Henning, 1:2 (78.) Mayer-Nosbüsch

Schiedsrichter: Torsten Moog (Oberwesel)

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