SV Roßbach/Verscheid darf vom FC Bayern träumen

Der SV Roßbach/Verscheid hat den Bitburger Rheinlandpokal 2012 gewonnen. Im Finale in Emmelshausen setzte sich der Fußball-Oberligist mit 2:0 gegen den TuS Mayen durch und trat die Nachfolge von Eintracht Trier an.

2011 feierte Eintracht Trier den Rheinlandpokal. Abgelöst wird der Fußball-Regionalligist als Sieger nun vom SV Rossbach/Verscheid. Foto: Anna Lena Grasmück

Der SV Roßbach/Verscheid ist Sieger des Bitburger Rheinlandpokals 2012 und hat sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert. So darf der Fußball-Oberligist nun von einem Traumlos wie Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04 träumen. Im Endspiel setzte sich der leichte Favorit in Emmelshausen vor 1276 Zuschauern mit 2:0 (0:0) gegen Rheinlandligist TuS Mayen durch, das im Halbfinale noch sensationell Titelverteidiger Eintracht Trier aus dem Wettbewerb gekegelt hatte.

Was diesem Finale jedoch über lange Zeit fehlte, das waren die Tore. Besonders die erste Halbzeit war geprägt von vorsichtigem Taktieren auf beiden Seiten. Lediglich zwei echte Chancen waren zu verzeichnen, je eine auf jeder Seite. Zunächst war es Thomas Esch, der nach acht Minuten aus 14 Metern an Mayens Torwart Darius Motazed scheiterte. Dann setzte sich auf der Gegenseite Mayens Kevin Lahn durch, flankte, doch der Kopfball von André Marx verfehlte das Ziel (17.).

Nach Wiederanpfiff waren jedoch gerade einmal drei Minuten vergangen, da jubelte die Roßbacher Fankurve. Alexander Becker war es, dem nach einem Getümmel im Mayener Strafraum vor die Füße fiel und der aus spitzem Winkel zur Führung traf (48.). Dieses Tor belebte die Partie, denn Mayen öffnete zwangsläufig die Abwehr und versuchte schnellstmöglich auszugleichen. Die besseren Chancen aber lagen auf der Gegenseite, so in einem Freistoß aus 16 Metern, mit dem SV-Kapitän Thomas Esch das TuS-Tor um Zentimeter verfehlte.

Gelegenheiten für die Eifelstädter ergaben sich nur aus einem Torwartfehler von Roßbachs Stefan Linnig, als der einem Ball nur abklatschte und Kevin Lahn überrascht verzog, und einem Weitschuss von Simon Berresheim, den Linnig mit Bravour parierte und der Startschuss für einen Mayener Sturmlauf war. In der Folgezeit stand Linnig mehr als ihm lieb war im Mittelpunkt, hielt jedoch die Null fest und konnte zusehen, wie sein Kapitän Thomas Esch einen Konter (82.) zum entscheidenden 2:0 abschloss – Esch wurde später auch zum „Man of the Match“ gewählt.

„Das war weitgehend ein ganz enges Finale“, bilanzierte Roßbachs scheidender Trainer Achim Schmickler nach dem Spiel. „Mayen hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Entscheidend war die 48. Minute mit dem Tor von Alexander Becker. Danach wurde für uns alles leichter, denn das Konterspiel liegt uns.“ Dem konnte sich Mayens Trainer Martin Sek, der den Verein ebenfalls verlässt, nur anschließen, fügte aber an: „Wir haben mehr Fehler gemacht als in den letzten Spielen. Das war gegen den Oberligisten ausschlaggebend und wurde bestraft. Zuletzt sind wir ins offene Messer gelaufen.“

„Der Pokal lebt“, betonte FVR-Präsident Walter Desch, „und dieser Wettbewerb gibt jedem Teilnehmer die Chance, sich ganz weit nach vorne zu arbeiten. Das macht dem Wettbewerb so interessant. Jetzt wünsche ich Roßbach noch ein gutes Los für die erste DFB-Hauptrunde.“ In der Saison 2006/07 spielte der Verein zuletzt im Konzert der Großen mit und unterlag Borussia Mönchengladbach mit 1:4.

Statistik

TuS Mayen – SV Roßbach/Verscheid 0:2

TuS Mayen: Darius Motazed – Glody Kuba, Tom Stulla, Johannes Grober, Simon Berresheim (83. Marko Lanser), André Marx, Vitali Eirich, Stephan Schikora, Leonid Merling (83. Damir Mrkalj), Kevin Lahn, Hervé Loulouga.

SV Roßbach/Verscheid: Stefan Linnig – Ebewa-Yam Mimbala, Kevin Krämer (87. Sascha Becker), Dominik Müller, Kevin Kostrewa, Jan-Patrick Kadiata, Raphael Bernard, Thomas Esch, Sascha Watzlawik, Alexander Becker, Adnan Behlulovic.

Schiedsrichter: David Bittner (Neuerburg).

Tore: 0:1 Alexander Becker (48.), 0:2 Thomas Esch (82.).

Zuschauer: 1276.

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