Tarforst schlägt Angstgegner Schweich

Aus Tarforst berichtet
Andreas Gniffke

Gegen die Schweicher Mosella gab es für den FSV Tarforst auf heimischem Kunstrasen zuletzt wenig zu holen. Doch am gestrigen Mittwoch gelang den Trierern ein 2:0-Erfolg und damit überwintert der FSV im Rheinlandpokal. Beide Tore erzielte Patrik Kasel.

Die Begegnung Tarforst gegen Schweich verspricht immer Spannung und packende Duelle (Foto aus dem Ligaspiel: Andreas Gniffke)

„Gegen Schweich will ich nicht verlieren“, hatte Tarforsts Trainer Heinz Toppmöller bereits vor einer Woche gesagt, als die Begegnung wegen einer undurchdringlichen Nebelwand abgesagt werden musste. Und die Worte des Trainers wurden schließlich erhört. Beide Trainer stellten ihre Mannschaften gegenüber den Ligaspielen am Wochenende auf einigen Positionen um. Die Gastgeber stellten im Mittelfeld auf eine Raute um, in der Innenverteidigung versuchte sich Dominik Lay und auf der Linksverteidigerposition Christopher Cartus. In der Sturmspitze spielte neben Patrik Kasel nach langer Auszeit erstmals wieder Simon Krugmann, der mit seinem Sturmpartner auffallend gut harmonierte. Auch die Gäste hatten einige Ausfälle zu verkraften. Nach Verletzung und Sperre rückte Andreas Schneider wieder ins Aufgebot, in der Verteidigung kam Jochen Weber zum Einsatz.

Es entwickelte sich in der ersten Hälfte eine engagiert geführte, ausgeglichene Partie ohne viele Höhepunkte. Ein Schuss von Carsten Reis nach Pass von Florian Beaudouin in der ersten Minute und eine von Simon Krugmann nur um Millimeter verpasste Hereingabe von Florian Weirich waren die einzig nennenswerten Strafraumaktionen im ersten Durchgang.

Matchwinner mit zwei Treffern: Patrik Kasel

In der zweiten Hälfte kam zunächst die Mosella besser ins Spiel. Vier Minuten nach Wiederanpfiff scheiterte Sebastian Schäfer an Tarforsts Torhüter Markus Schwind, doch auch die Gastgeber kamen zu Chancen in einer besser werdenden Partie. In der 51. Minute hatte Patrik Kasel Schweichs Torwart Mathieu Casel bereits umspielt, doch dann dauerte alles etwas zu lange und ein Abwehrbein konnte klären.. Besser machte er es sechs Minuten später. Eine punktgenaue Flanke von Ramon Jahn vor das Tor fand den Kopf von Kasel, der mit perfektem Timing seinem Gegenspieler keine Chance ließ und den Ball wuchtig aus kurzer Distanz einköpfte (57.). Drei Minuten später schlug der Sturmführer der Gastgeber erneut zu. Die Mosella wurde klassisch ausgekontert und Simon Krugmann legte perfekt auf den gestarteten Kasel auf, der mit einem satten Schuss Mathieu Casel erneut bezwingen konnte (60.).

Die Mosella wirkte in der Folge zwar nicht geschockt, doch der Schwung der Anfangsviertelstunde des zweiten Durchgangs war erst einmal dahin. Erst in den letzten zehn Minuten erarbeitete man sich wieder einige Chancen, doch sowohl Dominik Casel (83.), Christopher Roth (84.) und der eingewechselte Stefan Schleimer mit einem Kopfball (88.) konnten den Ball nicht im Kasten unterbringen. So blieb es am Ende beim 2:0 für den FSV Trier-Tarforst, der somit in das Achtelfinale des Rheinlandpokals einzieht.

STIMMEN

Heinz Toppmöller (Trainer FSV-Tarforst):
„Das war ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Das System mit Raute im Mittelfeld hat ganz gut funktioniert und Dominik Lay und Christopher Cartus haben in der Defensive sehr gut gespielt und sind auf diesen Positionen echte Alternativen für die kommenden Spiele. Viel zu gewinnen gibt es im Rheinlandpokal nicht, auch in finanzieller Hinsicht, wenn man nicht gerade Losglück hat und gegen Eintracht Trier spielen darf. Aber mir ist es eigentlich egal. Wenn wir ein Spiel haben, will ich es auch gewinnen.“

Hans Schneider (Trainer Mosella Schweich):
„Wir haben uns heute ordentlich verkauft. In der ersten Hälfte war es ein sehr ausgeglichenes Spiel und in der zweiten Hälfte haben wir uns im Prinzip zweimal auskontern lassen. Davor waren wir vielleicht sogar die etwas bessere Mannschaft. Aber der Wettbewerb an sich hat keine besonders hohe Priorität für mich, daher habe ich heute auch versucht, einige Spieler zu schonen. Denn am Sonntag gegen Stadtkyll haben wir ein sehr viel wichtigeres Spiel zu bestreiten.“

STATISTIK

FSV Trier-Tarforst (Trainer Hans Schneider):
Schwind – Cartus (ab 61. Spruck), Gorges, Lay, Heitkötter – Castello (ab 74. Fleck), Jahn, Weirich, Oberhausen – Krugmann (ab 70. Schmitz), Kasel

TuS Mosella Schweich (Trainer: Hans Schneider):
Mathieu Casel – Gäbler, Burbach, Dominik Casel, Weber – Quary, Maurice Casel, Reis, Schneider (ab 70. Schleimer) – Beaudouin (ab 46. Roth), Schäfer

Tore:

1:0 Patrik Kasel (57.)
2:0 Patrik Kasel (60.)

Schiedsrichter: Michael Müller (Wellen)

Stichworte:

Kommentare (1)

Antworten | Trackback URL | RSS

  1. zuschauer sagt:

    Das Spiel war in der ersten Hz vielleicht 20 Minuten gut anzuschauen. hier haben die Schweicher wie so oft die ersten 10-15min Druck erzeugt, danach eher weniger.
    Die 2. Halbzeit gehörte eher den Tarforstern. Verdienter Sieg.
    Und nun kommt dann die Eintracht nach Tarforst, denn ob im Rheinlandpokal wirklich gelost wird,….
    Freu mich drauf.

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln