Salmrohr jubelt über Pokalsieg!

Salmrohr besiegt Burgbrohl mit 6:4 nach Elfmeterschießen

Der FSV Salmrohr hat das Endspiel im Bitburger Rheinlandpokal mit 6:4 nach Elfmeterschießen gewonnen. Nach 120 Minuten hatten beide Teams je einen Treffer erzielt. In einer mittelmäßigen Partie boten sich die Oberligisten Burgbrohl und Salmrohr einen engen Kampf, FSV-Keeper Daniel Ternes brachte mit einem gehaltenen Elfmeter die Entscheidung.

(Foto: Jan Herrmany)

(Foto: Jan Herrmany)

Polch. Es war angerichtet für das große Finale des Rheinlandpokals. Die 2061 Zuschauer und das Wetter boten perfekte Rahmenbedingungen für beide Teams. Burgbrohl überraschte mit einer offensiven Aufstellung mit drei Spitzen, je nach Situation zogen sich die beiden Außenspieler bis ins Mittelfeld zurück. Die erste Aktion des Spiels gehörte der Sportvereinigung in gelb und blau. Eine missglückte Rückgabe von FSV-Kapitän Schraps erlief Piranashvili, entschied sich jedoch für einen Querpass, der nichts einbrachte. Auf der Gegenseite besorgte Timo Heinz mit dem ersten Torschuss die Führung für den FSV. Nach einem langen Einwurf kam Heinz durch die Schnittstelle der Abwehr und schob überlegt zum 1:0 ein. Salmrohr hatte nach der Führung mehr Aufwind, Helbig startete einen Sololauf über 50 Meter, der in der ersten FSV-Ecke des Spiels endete. In der Folge agierte Burgbrohl bemüht, die Abwehr des FSV agierte jedoch souverän und erstickte jegliche Angriffsbemühungen im Keim. Auf der Gegenseite sorgte der FSV mit zielstrebigen Angriffen für Gefahr. Ein langer Ball von Kohns auf Ting landete direkt im Fuß des Mittelfeldstrategen, der schoss den heraus eilenden Michael Berg an, im Nachsetzen rutschte Fabian Helbig aus und drosch den Ball über den leeren Kasten. Die SpVgg Burgbrohl tat sich nach wie vor schwer, durch Kombinationsfußball in den FSV-Strafraum einzudringen. Da auch die Standards wirkungslos blieben, stand auch nach 30 Minuten hinten die Null. Doch nach etwas mehr als einer halben Stunde schaffte Burgbrohl den etwas überraschenden Ausgleich. Nach einem Gestocher erzielte Tobias Wirtz aus dem Gewühl heraus das 1:1. Sein Schuss landete im rechten unteren Eck. Der FSV hatte sich zu sehr auf das Verwalten der Führung reduziert.

Ausgeglichener zweiter Durchgang

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Nach 90 Minute stand es 1:1 zwischen den Finalisten Salmrohr und Burgbrohl (Foto: Jan Herrmany)

Das Tor brachte Burgbrohl endgültig zurück ins Spiel. Die Salmrohrer Defensive wirkte fortan nicht mehr sattelfest. Vor allem Giorgi Piranashvili wirbelte permanent in der Offensive und zeigte sich als ständiger Unruheherd. Bis zur Pause sollten jedoch keine weiteren Treffer mehr folgen. Scheinbar fand Chefcoach Paul Linz in der Halbzeit die richtigen Worte, denn nach dem Seitenwechsel spielte der FSV mit neuem Mut nach vorne. Der eingewechselte Couto Pinto fügte sich schnell ins Mittelfeld ein und sorgte für den ersten Torabschluss im zweiten Abschnitt. Sein Versuch war jedoch zu harmlos und kein Problem für Schlussmann Berg. Nach einer Stunde die große Chance für Burgbrohl, das Spiel zu drehen. Sebastian Sonntag tauchte frei vor FSV-Torhüter Daniel Ternes auf, der blieb lange stehen und konnte so den Ball parieren. Die Strafraumszenen häuften sich. Sebastin Ting kam nach Zuspiel von Bidon zum Abschluss, der Ball flog aber über den Kasten. Das Spiel lebte zunehmend von der Spannung, beide Mannschaften ließen spielerische Qualität vermissen. Erst in der Schlussviertelstunde ging erneut ein Raunen durch das Rund, als Sebastian Sonntag frei zum Schuss kam und den Ball aus guter Position über die Latte wuchtete. Auf der anderen Seite kam Heinz nach einer Ecke am zweiten Pfosten zum Kopfball, brachte aber nicht genug Druck hinter den Ball und so flog das Leder über den Kasten. FSV- Keeper Ternes rückte immer mehr in den Fokus. Erneut war die Nummer eins zur Stelle, als Norman Wermes aus kürzester Nähe zum Abschluss kam. Mit einer Fußabwehr verhinderte er den Rückstand für sein Team.

Keine Treffer in der Verlängerung

Nach 90 Minuten stand es immer noch Unentschieden, es ging in die Verlängerung. Erneut war es Sebastian Sonntag von der Sportvereinigung Burgbrohl, der die erste Gelegenheit auf dem Fuß hatte. Sein Schuss aus 18 Metern segelte knapp am linken Pfosten vorbei. Es sollte die einzige klare Torchance im ersten Durchgang der Verlängerung bleiben. Nach dem letzten Seitenwechsel der Partie kam Ricardo Couto Pinto nach einer schönen Einzelleistung zentral zum Abschluss, der Burgbrohler Schlussmann konnte das Leder nur abklatschen lassen, es war jedoch kein FSV-Spieler in der Nähe. Burgbrohl antwortete mit einer Großchance. Stefan Krämer flankte und Florian Stein setzte den Ball quer in der Luft liegend neben den Kasten. In der 111. Minute musste Daniel Braun nach einem taktischen Foul das Feld verlassen. Die gelb-rote Karte resultierte nach einem Umreißen gegen Lukas Püttmann kurz vor der eigenen Strafraumgrenze. Eine vertretbare Entscheidung seitens des Schiedsrichters. Der Platzverweis war die letzte nennenswerte Szene eines durchschnittlichen Pokalendspiels. Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Dort avancierte FSV-Torwart Ternes zum Matchwinner, als er den Strafstoß von Julius Fohr parieren konnte. All seine Mannschaftskollegen blieben vom Punkt eiskalt und so kürte sich der FSV Salmrohr zum Rheinlandpokalsieger 2015. Damit zieht der FSV in die erste Runde des DFB-Pokals ein und kann sich zusätzlich über Einnahmen in der Höhe von knapp 130 000 Euro freuen.

FSV Salmrohr: Pokalsieger 2015 (Foto: Jan Herrmany)

FSV Salmrohr: Pokalsieger 2015 (Foto: Jan Herrmany)

Stimmen zum Spiel

Paul Linz, Trainer FSV Salmrohr: „Wir haben das Spiel am Ende verdient gewonnen. Die Jungs haben alle Elfmeter eiskalt rein geschossen.“

Karl-Heinz Kieren, Sportlicher Leiter FSV Salmrohr: „Das Gefühl nach so einem Spiel ist unbeschreiblich. Nach so einem Finale weiß man, wofür wir die ganze Zeit so hart arbeiten. Unser Spiel lief lange nicht, nur phasenweise waren wir präsent. Wir hatten mit Daniel nicht speziell Elfmeter geübt, da kommt es allein auf den Torhüter an.“

Ricardo Couto Pinto, Schütze zum 6:4-Endstand: „Ich war vor dem Elfmeter nicht nervös. Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben. Jetzt wollen wir nur noch feiern!“

Statistik

FSV Salmrohr: Ternes- Kohns, Schäfer, Schraps, Braun- Bartsch, Heinz, Ting (105. Bauer), Tim Hartmann , Bidon- Helbig (45. Couto Pinto)

Tore: 0:1 Timo Heinz (08. Minute); 1:1 Tobias Wirtz (32. Minute)

bes. Vorkommnisse: gelb-rote Karte Daniel Braun (FSV Salmrohr/111. Minute)

Elfmeterschießen: 1:2 Daniel Bartsch ; Julius Fohr verschießt ; 1:3 Lars Schäfer ; 2:3 Florian Stein ; 2:4 Kohns Michael ; 3:4 Marius Kroener ; 3:5 Timo Heinz ; 4:5 Lukas Püttmann ; 4:6 Ricardo Couto Pinto

Schiedsrichter: Manuel Biesemann (Rausch/Collmann)

Zuschauer: 2061

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