Schläge statt Fußball

Großes Polizeiaufgebot

 Ausschreitungen beim Fußballspiel in der Aufnahmeeinrichtung in Trier.

Trier. Während eines Fußballspiels am Montagabend zwischen Bewohnern der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in der Luxemburger Straße kam es zu Ausschreitungen zwischen den Bewohnern. Ein syrischer Asylbegehrender wurde dabei verletzt. Mit einem großen Polizeiaufgebot konnten die Streitigkeiten beigelegt werden.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hatten die Auseinandersetzungen kurz nach 21 Uhr begonnen, als ein 24-jähriger Mann am Rande des Fußballspiels von einem anderen bisher unbekannten Mann angegriffen und verletzt wurde. Sehr schnell griffen weitere Personen in die tätliche Auseinandersetzung ein, sodass der Sicherheitsdienst die Polizei alarmierte. Nach Angaben der Polizei waren zeitweise mehrere Dutzend Menschen direkt an der Auseinandersetzung beteiligt, während sich andere Bewohner rund um das Geschehen versammelt hatten, lautstark skandierten. Den Polizisten gelang es schließlich, die streitenden Parteien zu trennen. Dabei waren über 50 Polizeibeamte aller Dienststellen des Polizeipräsidiums Trier im Einsatz. Die Lage hatte sich gegen 22 Uhr beruhigt.

Der 24-Jährige Verletzte wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Er hat offenbar Prellungen und Schürfwunden davongetragen. Drei Bewohner im Alter zwischen 21 und 25 Jahren wurden von der Polizei vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Am Dienstagmorgen gegen 10 Uhr will sich der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz und die Staatssekretärin Margit Gottstein vom Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen vor Ort ein Bild von der Situation in der Aufnahmeeinrichtung machen.

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