Schulprojekt zwischen Armut und Garten

Ab April 2011 zeigt das Stadtmuseum Simeonstift die Sonderausstellung „Armut – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft“ mit Forschungsergebnissen des Sonderforschungsbereichs „Fremdheit und Armut“ an der Universität Trier. Für Schülerinnen und Schüler gibt es ein Begleitprojekt am Friedrich-Spree-Gymnasium.

Mit Tomaten und Mais etwas über Armut lernen: Kinder im Schulgarten des Friedrich-Spree-Gymnasiums

Der Biologielehrer Arndt Collmann vom Friedrich-Spree-Gymnasium leitet das Schulgartenprojekt, bei dem die Teilnehmer alles über Pflanzen lernen, deren Anbau, Pflege, Ernte. Das selbst angebaute und geerntete Obst und Gemüse wird gemeinsam zu nahrhaften Mahlzeiten verarbeitet. Das Projekt mit dem Museum Simeonstift und der Universität knüpft an diese Erfahrungen an, um sich dem komplexen Thema Armut zu nähern. In dem Projekt wird begleitend Geschichte vermittelt: Hauptursache für Armut sind seit Jahrhunderten Katastrophen wie Dürreperioden und Epidemien. Durch die Arbeit im Schulgarten sollen die Kinder historische Zusammenhänge von Armut und Hunger besser verstehen lernen.

Ein weiteres Thema des Projekts ist die künstlerische Um- und Auseinandersetzung mit dem Thema Armut in Bildern, Zeichnungen, Graphiken. Ein Besuch im Stadtmuseum Simeonstift und ein Workshop mit Museumspädagogin Dorothée Henschel gehören ebenfalls dazu. Durch die verschiedenen Perspektiven in den Kunstwerken sollen die Schüler erkennen, dass es historische und kulturelle Unterschiede im Umgang mit Armen gibt und dass es auch politische Ursachen wie Kriege, Kolonisation und Ausbeutung sind, die zu Armut führen können.

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