Schweich Mal! – Konzert des Reedquintett „Trevespunkt“

Anti-Stress-Konzert - Reedquintett "Trevespunkt" in der Synagoge in Schweich

Am Freitag, den 13. Dezember, darf man in der Synagoge in Schweich für eine kurze Zeit dem Weihnachtstrubel entkommen und den Arrangements von Triers Reedquintett „Trevespunkt“ lauschen. Die fünf Musiker haben ihre Wurzeln in und um das Theater Trier, ebenso wie ihre Sängerin Evelyn Czesla und wollen gleich nach dem Konzert in Schweich mit einer CD-Produktion starten.

Trevespunkt_Vorbericht_7_5.12.13

„Schweich mal.“ So das Motto des kommenden Konzerts am Freitag, den 13.Dezember. Passender- und lustigerweise in Schweich. Etwas Besinnlichkeit zur Weihnachtszeit, dem Geschenkestress und der Hektik der Weihnachtsmärkte entkommen, das will das Reedquintett „Trevespunkt“ seinen Zuhörern bieten. Ein „Anti-Stress-Konzert“ sozusagen. Seinen Ausgang nahm das Reedquintett im Theater Trier, so stammt zumindest ein Großteil der Besetzung in irgendeiner Form aus diesem. Lothar Breitmeier ist festes Mitglied des Orchesters, genauso wie Joachim Gruber. Pawel Czekala ist, wenn er nicht gerade Bassklarinette spielt, Opernsänger im Theater, genauso wie Solistin Evelyn Czesla. Auch Nico Wouterse war einst Opernsänger im Theater Trier. Für Oboistin Haruna Kinugasa, die das Quintett in diesem Jahr verlassen musste, kam Rosalinda Ciarelli hinzu, die an der städtischen Musikschule unterrichtet.

Entspannung und…

„Haruna wohnte ziemlich weit weg, von daher konnte sie nicht so oft nach Trier kommen, um zu proben“, so Wouterse. Es war schade, aber man trennte sich im Guten. Mit Rosalinda Ciarelli findet das Proben nun etwas öfter statt und auch schon mal spontaner. „Es ist eine schöne Atmosphäre. Fast familiär“, weiß sie nach gerade mal zwei Monaten der Zusammenarbeit zu berichten. In den letzten zwölf Monaten ist die Gruppe zusammen gewachsen, hat sich aufeinander eingespielt sozusagen. Nicht zuletzt aufgrund einiger enttäuschender Rückschläge. „Wir wollten die Rechte an einigen Stücken, haben monatelang auf eine Antwort von den Verlagen gewartet und letzten Endes viele Absagen erhalten, da die Stücke rechtlich noch nicht frei waren.“ Nico Wouterse hatte viel Arbeit in die Arrangements der Stücke für die fünf Instrumente gesteckt, bei einigen der Stücke konnte Evelyn Czesla das Quintett begleiten. Umso bitterer die Absage.
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„Wir waren schon enttäuscht“, so Pawel Czekala. Umso erfrischender zu sehen, dass sich die Gruppe von diesen Rückschlägen nicht hat aufhalten lassen. „Mit diesem Konzert machen wir einen Neustart“, so Wouterse. Sie suchten sich Ersatzstücke, allesamt französisch, die alt genug waren, dass sie vom rechtlichen frei waren. Am Freitag feiern sie also erneut eine Premiere, mit diesen Stücken und in dieser Kombo.

Direkt nach dem Konzert wartet schon das nächste Projekt: Die Produktion der ersten gemeinsamen CD. „Wir haben ungefähr vier Tage angesetzt.“ Im Bürgerhaus in Trier-Ehrang soll aufgenommen werden, ein großer Raum sollte es sein, trocken und beheizbar, um die empfindlichen Holzblasinstrumente zu schonen. Prof. Dr. Werner Czesla wird die Aufnahmen leiten, Evelyns Vater. An der fertigen CD hat ein Verlag aus Süddeutschland bereits Interesse bekundet. Doch vor dem fertigen Ergebnis steht erstmal eine ganze Menge Arbeit. „Man muss sehr genau und perfekt arbeiten, denn auf einer CD kann man jeden noch so kleinen Fehler immer und immer wieder hören“, erklärt Pawel Czekala. „Natürlich kann man alles nochmal wiederholen, aber das möchte man ja nicht“, so Evelyn Czesla weiter.

…Erleuchtung.

Für die Zukunft hat das Quintett schon weiter geplant: „Die Oboistin Madey Aldis-Evans aus England hat eine Komposition für ein Sextett geschrieben.“ Ein Sextett? Aber in einem ReedQuintett sind doch nur fünf Instrumente. Für das Projekt soll noch eine tibetische Klangschale mit ins Spiel kommen. „Es wird um das Leben Buddhas gehen, in drei Sätzen von seinen Anfängen bis hin zur Erleuchtung.“

Zur Erleuchtung werden die Zuhörer am Freitag vielleicht nicht kommen, aber einen schönen Abend werden sie haben und hoffentlich etwas entspannt vom Weihnachtsstress nach Hause gehen. Karten gibt es im Musikhaus Reisser (Fleischstr) und Kröger Musik (Saarstr). Zudem in Schweich im Schreibwarengeschäft Diederich (Martinstr).

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