Sunny Sunday – Viele Wege führen nach…Paris!

Via Flugzeug, Zug oder Auto in die Stadt der Liebe?

Paris, französische Hauptstadt, Stadt der Liebe, mit über 12,4 Millionen Einwohnern zweitgrößte Metropolregion der EU, Heimat von Eiffelturm, Mona Lisa und Disneyland. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die  historischen und (pop-)kulturellen Schätze der  Franzosen-Metropole gar nicht so weit von der 5vier-Region entfernt sind, wie es den Anschein hat. Und obwohl das Sprichwort eigentlich die italienische Hauptstadt Rom verwendet, trifft es auch bei Paris wie die Faust auf’s Auge: Viele Wege führen nach Paris!

Trier / Paris. Erste Adresse für schnelle Billig-Reisen sind heutzutage die Billigflieger. Ausgerechnet Paris ist aber ein Markt, der ab Deutschland so gut wie gar nicht zu Dumping-Preisen bedient wird. Die üblichen Verdächtigen Ryanair und Easyjet haben keinerlei attraktiven Flugrouten ab Deutschland oder der Benelux-Region in die französische Hauptstadt im Angebot. Wer fliegen will, muss also auf renommierte Anbieter zurückgreifen und dafür etwas tiefer in die Taschen greifen. Ab Luxemburg geht das mit dem Platzhirsch Luxair, der im März für rund 120 Euro den Hin- und Rückflug anbietet, der die Passagiere innerhalb einer knappen Stunde in kleinen Turboprop-Maschinen recht komfortabel und zeitsparend an den französischen Flughafen-Giganten Charles de Gaulle bringt. Für rund 10 Euro kommt man anschließend via Regionalzug RER B oder mit Bus-Anbietern wie Roissybus pro Fahrt in die Innenstadt. Aber auch die Strecke zum Flughafen Luxemburg muss natürlich mit evt. Parkkosten bedacht werden.

Paris

In keinem Verkehrsmittel reist es sich so produktiv wie im Zug (Foto: urbanartcore ; https://flic.kr/p/75kCuA)

Das sollte natürlich auch günstiger gehen. Zum regulären Preis ab rund 75 Euro fährt der französische Vorzeige-Zug TGV ab Luxemburg in die Stadt der Liebe (inkl. Rückfahrt). Die Fahrtzeit beträgt lediglich gute 2 Stunden und die Passagiere steigen im Gegensatz zur Flug-Lösung mitten in der Stadt aus. Im Vergleich zum Flugzeug sitzt man in den Zügen mit etwas mehr Sitzabstand, hat kostenloses WLAN und Steckdosen. Ab Saarbrücken gibt es eine ähnlich schnelle Verbindung für knapp 60 Euro zu reservieren und wer ein bisschen flexibel ist, findet hin und wieder TGV-Fahrten ab Köln für deutlich unter 50 Euro (hin & zurück), die dann allerdings über Brüssel laufen und somit rund 4 Stunden dauern. Moderne Fernbus-Verbindungen schlagen auch mit rund 60 Euro zu Buche und erfordern zu dem Preis einen Umstieg in Dijon, wodurch sich die Reisezeit auf über 12 Stunden verlängert und den Fernbus ab Trier eigentlich reichlich unattraktiv macht.

Bleibt zu guter Letzt nur noch das gute, alte Auto. Die 327 Kilometer Luftlinie von Trier nach Paris werden via Autobahn zu rund 420 Kilometern, für die Google Maps rund 4 Stunden Fahrtzeit angibt. Bedenken sollte man bei dieser Möglichkeit allerdings die Autobahn-Maut in Frankreich. Zu den Spritkosten für die 420 Kilometer addieren sich also neben den entsprechenden Verschleißkosten nochmal 25,20 Euro an Maut-Gebühren pro Strecke. Wenn es zudem mitten in die Stadt gehen soll, kommen auch noch saftige Parkgebühren hinzu, da die wenigsten Unterkünfte bedingt durch den Platzmangel kostenlose Parkplätze bereitstellen. Wer mit mehreren Personen unterwegs ist, kann durch geteilte Kosten aber unter Umständen doch bares Geld sparen. In Paris selbst sollte man nicht nur wegen den teilweise chaotischen Verkehrsverhältnissen, sondern auch aufgrund des hervorragenden Metro-Netzes das Auto stehen lassen und die Stadt zu Fuß erkunden. So verschwendet man weniger Zeit mit der nervenaufreibenden Parkplatzsuche und kann länger durch die verschlungenen Gassen flanieren.

Paris

(Foto: Dustin Mertes)

Welches Transportmittel auch immer man wählt, Paris ist immer eine Reise wert und sollte auch nicht durch künstlich geschürte Ängste gemieden werden. Die Hauptstadt ist zur Zeit so gut bewacht wie noch nie. Schwer bewaffnete Militär-Patrouillen sind vor Bahnhöfen und Sehenswürdigkeiten unterwegs, zahlreiche Sicherheitskontrollen sorgen dafür, dass niemand unkontrolliert in den Eiffelturm, ins Disneyland oder in den Louvre kommt. Die französische Stadt-Schönheit hat ein derartiges Klima der Angst nicht verdient und braucht die verträumt durch kleine Gässchen spazierenden Touristen-Pärchen mit dem übermächtigen Eiffelturm, der immer wieder durch die Häuserlücken blitzt, um ihre Magie voll auszuspielen.

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