SVE Trier vs. TuS Koblenz – Ein Satz mit X…

…Das war wohl nix.

Alle vier Tore, die TuS Koblenz in dieser Regionalliga-Saison bis dato erzielt hatte, waren nach Standardsituationen gefallen. Auch im Trierer Moselstadion stellten die Gäste um Trainer Petrik Sander wieder ihre besondere Qualität beim ruhenden Ball unter Beweis. Eine über weite Strecken chancenlose Eintracht musste mit ansehen, wie die Koblenzer zwei ihrer drei Treffer am heutigen Samstag nach Eckbällen erzielten. Für den SVE muss nach einer durchwachsenen Leistung unter der Woche in Steinbach jetzt dringend die Kehrtwende her.

Auf drei Positionen veränderte Eintracht-Trainer Peter Rubeck seine Startelf im Vergleich zur Auswärtsniederlage vom vergangenen Dienstag in Ulm. Der wiedergenesene Kapitän Michael Dingels rückte für Simon Maurer in die Innenverteidigung, für Robin Garnier lief im defensiven Mittelfeld erstmals Neuzugang Tobias Henneböle von Beginn an auf. Außerdem brachte Rubeck mit Sebastian Szimayer eine zweite Spitze – Alexander Dartsch musste für ihn weichen.

„Ein klassischer Fehlstart“

Was der SVE dann in den ersten zwanzig Minuten darbot, nennt man im einfachen Sprachgebrauch einen klassischen Fehlstart. Die Gäste aus Koblenz waren wacher in den Zweikämpfen, klarer in den Aktionen und präsentierten sich insgesamt sehr selbstbewusst. Folgerichtig erzielte die TuS das von Trainer Petrik Sander erhoffte frühe Tor – wie immer durch einen Standard. Nach einer Ecke von Andreas Glockner köpfte TuS-Urgestein Michael Stahl das Leder zur Führung ins Trierer Tor (6.). „Nach dem 0:1 war meine Mannschaft total verunsichert“, bilanzierte Trainer Peter Rubeck nach Spielende. Nach und nach arbeitete sich die Eintracht nach dem Rückstand in Partie, erste Entlastungsangriffe über Patrick Lienhard (18.) und Christoph Anton (23.) führten aber noch nicht zum gewünschten Erfolg. Die vielversprechendste Gelegenheit zum Ausgleich im ersten Spielabschnitt hatte noch Muhamed Alawie, der nach tollem Solo in den Koblenzer Strafraum zog und dort zu Fall gebracht wurde. Obwohl ein Sturm der Entrüstung durch das Trierer Moselstadion wehte, blieb die Pfeife des Unparteiischen Tobias Doering stumm (25.).

Noch vor dem Halbzeitpfiff musste Peter Rubeck auf der Trainerbank des heimischen SVE innerhalb von nur drei Minuten gleich zwei wichtige Stammspieler ersetzen. Zuerst machte Kapitän Michael Dingels akut gelb-rot-gefährdet für Rico Gladrow Platz (42.), kurz darauf deutete auch Keeper Chris Keilmann an, dass es bei ihm wegen Problemen mit der rechten Schulter nicht weitergehen konnte. Andrei Popescu übernahm seinen Platz zwischen den Pfosten (44.).

Eine Viertelstunde lang durften die Fans der Moselstädter im zweiten Durchgang auf ein Comeback ihres Teams hoffen. Angetrieben vom agilen Rechtsverteidiger Florian Riedel kam der SVE jetzt häufiger in die Nähe des von Sebastian Patzler gehüteten Koblenz-Tores. Das Team vom Deutschen Eck stand aber wie schon in Durchgang Eins ausgesprochen kompakt und ließ insbesondere im Zentrum kaum Räume für die Trierer Angreifer. Auf der Gegenseite nutzte die TuS dann erneut eine ihrer brandgefährlichen Standardsituationen. Nach einer Ecke von Andreas Glockner gelangte der Ball zu Angreifer Nico Charrier, der per Kopf das 0:2 nachlegte (59.). „Ich hatte den Eindruck, dass wir nach Wiederanpfiff gut in die Partie gefunden haben. Doch nach dem zweiten Koblenzer Treffer gingen die Köpfe runter und das Spiel war vorbei“, haderte Rubeck mit dem Spielverlauf. Als der Minuten zuvor für Charrier eingewechselte Dejan Bozic in der 70.Minute nach einem Konter den dritten Koblenzer Treffer des Tages vollendete, war die Partie endgültig entschieden. „Eine absolut verdiente Niederlage. Das war von meiner Mannschaft einfach zu wenig“, so Rubeck weiter.

Für den SVE ist die Heimniederlage gegen den Aufsteiger der nächste Rückschlag nach der 1:3-Pleite in Ulm unter der Woche. Da der Regionalliga-Spielplan in dieser Saison aber keine Gnade kennt, geht es bereits am Mittwochabend wieder um Punkte. Eintracht Trier reist dafür zum TSV Steinbach, Anpfiff ist um 19 Uhr. Die Marschroute gibt Rubeck folgendermaßen vor: „Wir haben keine Zeit zum Nachdenken und müssen nun gegen Steinbach eine bessere Leistung zeigen.“

Statistik:

Eintracht Trier: Keilmann (44. Popescu) – Riedel, Schneider, Dingels (42. Gladrow), Heinz – Lienhard, Telch, Henneböle, Anton – Szimayer (73. Maurer), Alawie

TuS Koblenz: Patzler – Antonaci, Buchner, Marx, Stark – Stahl, Grupp – Schmidt (83. Jusufi), Glockner, Lahn (72. Von der Bracke) – Charrier (67. Bozic)

Tore: 0:1 (6.) Stahl, 0:2 (59.) Charrier, 0:3 (70.) Bozic

Schiedsrichter: Tobias Doering

Zuschauer: 4702

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