Tarforst ungewollter Gast bei Meisterfeier – Zusammenfassung

Im Abstiegskampf der Rheinlandliga tat sich an diesem Wochenende wenig, alle bedrohten Teams spielten Remis und treten auf der Stelle. Gut für Tarforst, denn die Kontrahenten konnten trotz einer Niederlage bei Aufsteiger Burgbrohl auf Distanz gehalten werden.

Spvgg Burgbrohl – FSV Tarforst 3:1 (1:0)

Zwei Spieltage vor Saisonende konnte die Spvgg Burgbrohl den Aufstieg in der Oberliga klar machen. Durch einen 3:1-Sieg gegen den FSV Tarforst verwiesen die Rheinländer den FC Karbach und die U23 von TuS Koblenz auf die hinteren Plätze. „Dabei haben wir gut mitgespielt“, meinte FSV-Coach Patrick Zöllner, der nach wie vor noch Punkte im Abstiegskampf braucht. Zwar kann sein Team den VfB Linz und die SG Ellscheid sicher hinter sich lassen, bei den Kontrahenten Malberg und Neitersen könnte es im Endspurt noch eng werden. „Ein paar Punkte sollten wir noch sammeln.“

Tarforst-Ellscheid

Dabei begann das Spiel gegen den Spitzenreiter ärgerlich, denn beim 1:0 von Damir Mrkalic vermutete Patrick Zöllner eine Abseitsstellung. „Und direkt nach der Pause haben wir uns das 2:0 gefangen“, ärgerte sich Zöllner. Es war erneut Mrkalic, der von der linken Außenbahn bedient wurde. Auf der Gegenseite kamen die Gäste aus Trier zu guten Gelegenheiten, die sie aber nicht nutzten. „Vor dem Tor waren wir einen Tick zu überhastet“, bemängelte der Trainer. „Man konnte sehen, dass wir uns wie in den letzten Spielen nicht aufgegeben haben.“ Nachdem sich Martin Gorges per Doppelpass in den Strafraum kombiniert hatte wurde er rüde von den Beinen geholt, den fälligen Strafstoß verwandelte Routinier Stefan Fleck (79.). „Danach haben wir alles nach vorne geworfen, um den Ausgleich noch zu schaffen“, berichtete Zöllner von einer stürmischen Endphase, die Stefan Castello beinahe mit einem Tor belohnt hätte. Stattdessen waren es die Hausherren, die die offenen Räumen zum Kontern nutzten. Damir Mrkalic gelang so sein dritter Treffer, als er zum 3:1-Endstand vollendete (90.).

Rot-Weiß Koblenz – Mosella Schweich 4:0 (4:0)

Schweich-MorbachDie Mosella pfeift personell aus dem letzten Loch. „Irgendwann kann man die Ausfälle nicht mehr kompensieren. Wenn das Team dann während der Woche noch viel Kraft gegen TuS Koblenz investiert hat, wird es ganz schwer“, beschrieb Eric Schröder die Rahmenbedingungen, denn am Deutschen Eck fielen zusätzlich noch Innenverteidiger Dominik Casel und Markus Oltmanns aus. „Wir sind seit Wochen am Limit.“

Zur Schweicher Misere gesellte sich zudem ein starker Gegner, dessen Leistung nichts mit der des Hinspiels (3:1-Sieg für Mosella Schweich) zu tun hatte. „Sie haben den Ball richtig gut laufen lassen, das war in der ersten Halbzeit das Beste was ich in dieser Saison gesehen habe“, lobte Eric Schröder den Gegner. „Schon zur Halbzeit haben sie 4:0 geführt und wir waren noch gut bedient.“ Nach der Halbzeit wollte die Mosella hauptsächlich Schadensbegrenzung betreiben. Erfolgreich. „Nach Wiederanpfiff haben wir uns gebessert, da war ich gar nicht so unzufrieden. Wir müssen das Spiel schnell abhaken.“ Am kommenden Samstag trifft die Mosella auf den TuS Mayen. In den nächsten Tagen ist es an der Zeit für die Mosella, nach vielen Englischen Wochen ein wenig Kraft zu tanken.

SG Malberg – SV Morbach 1:1 (1:0)

SVEII-MorbachAbstiegskampf pur erlebte der SV Morbach in Malberg. „Es war ein hektisches Duell“, berichtete Morbachs Trainer Bernd Schreiber. „Aber der Schiedsrichter hat die Sache sehr gut gelöst und hatte die Zügel jederzeit in der Hand.“ Für Malberg geht es um das nackte Überleben in der Liga, jeder Punkt zählt. Am Mittwoch kommt es sogar zum direkten Abstiegsduell gegen Neitersen. „Das spielerische Element kam heute eindeutig zu kurz“, bemängelte Schreiber. „Der Platz war klein und sie haben die Räume geschickt eng gemacht.“

Das 1:0 für die Hausherren fiel durch einen Fehler auf der Außenbahn, danach erhöhten die Hunsrücker den Druck und erzielten das leistungsgerechte 1:1. Ein Freistoß blieb in der Mauer hängen und fand den Weg zu Jan-Lukas Weber (50.). „Ich bin froh, den langen Weg wenigstens mit einem Punkt hinter mich gebracht zu haben“, lachte Bernd Schreiber, der noch zwei Spiele auf der Morbacher Trainerbank sitzt. Ein anschließendes Trainerengagement schließt er aber aus.

SG Neitersen – Eintracht Trier U23 0:0

Keine Tore gab es für die Trierer U23. Das ist durchaus positiv, denn in den letzten Spielen zeigte sich die Defensive der Trierer nicht immer sattelfest. „Hinten haben wir gut gestanden“, bescheinigte auch SVE-Trainer Herbert Herres. Auf sehr dem schwierig zu bespielenden Hartplatz „Emma“ entwickelte sich eine durchwachsene Partie mit Vorteilen für die Eintracht. „Über die ganze Spieldauer waren wir die spielbestimmende Mannschaft, nur vorne hat es etwas gehakt.“ Den Weg in den Westerwald trat die Eintracht nur mit 14 Spielern an. „Es geht zurzeit an die Substanz, wir werden jetzt schauen, dass wir die zwei letzten Partien noch ordentlich über die Bühne bekommen.“

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