TBB Trier: „Wir schauen jetzt nach Braunschweig“

Keine Zeit für schlechte Stimmung: Die TBB Trier muss bereits am Sonntag, 6. Oktober, um 17 Uhr bei den New Yorker Phantoms Braunschweig antreten. Die Fans können sich via Audio-Livestream über das Geschehen informieren.

Henrik Rödl, TBB Trier
Hat die Mannschaft von Trainer Henrik Rödl den Fehlstart verkraftet? Foto: Thewalt

Der Schock saß tief, genauso die Wut und die Enttäuschung: Am Tag nach der bitteren Auftaktniederlage gegen Rasta Vechta am Tag der Deutschen Einheit (84:87) war im Team und im Umfeld des Basketball-Bundesligisten TBB Trier niemand besonders gut gelaunt. Doch der enge Spielplan zu Beginn der Saison (Donnerstag – Sonntag – Mittwoch) lässt nicht viel Raum zum Ärgern, bereits am Samstag nach dem Morgentraining brach die TBB Trier zum ersten Auswärtsspiel der Saison nach Braunschweig auf.

Nicht unbedingt der Lieblingsgegner der Moselstädter: In der letzten Saison verhagelte Harding Nana den Trierern den Heimauftakt (70:72), das Rückspiel entschied dann ausgerechnet der neue TBB-Aufbauspieler Jermaine Anderson, damals noch im Phantoms-Trikot mit einem Zirkuswurf von weit jenseits der Dreierlinie (84:81). Das ist Vergangenheit, die Gegenwart sieht so aus: Braunschweig besiegte am ersten Spieltag ratiopharm ulm mit 94:85 – ein Ausrufezeichen, gesetzt unter anderem von Isiah Swann, dem gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber 20 Punkte gelangen. Der bereits erwähnte Harding Nana steuerte 11 Punkte bei, den Rest besorgten Andersons Nachfolger auf der Point Guard Position, James Florence (20), Routinier Imanuel McElroy (12) und Center Kyle Visser (12/8).

Mit dem neuen Coach Raoul Korner wurde der Braunschweiger Kader kräftig umgekrempelt, Nana, McElroy, Visser und Robert Kulawick gehören zu denen, die an der Oker blieben. Dennis Schröder ist zu den Atlanta Hawks in die NBA gewechselt, Nick Schneiders spielt jetzt in Bremerhaven, Nils Mittmann ging nach Tübingen. Transferbewegungen, die den Experten Ademola Okulaja im Sport-Bild-Sonderheft zur laufenden Saison skeptisch stimmten: Er benannte Braunschweig als klaren Abstiegskandidaten. Die Abgänge auffangen sollen einige Neuzugänge: Für Schröder kam Achmadschah Zazai aus Gießen. Und Aaron Doornekamp dürfte indirekt den Trierer Fans noch ein Begriff sein: der kanadische Nationalspieler ist der Bruder von Nate Doornekamp, der als Center von 2005 bis 2007 für die TBB spielte.

Henrik Rödl, Headcoach der TBB Trier, sieht den Tatsachen ins Auge – insbesondere vor dem Hintergrund einer schwierigen Vorbereitung und einem ärgerlich verlorenen Auftaktspiel: „Wir hatten natürlich nicht viel Zeit, weder zum Regenerieren, noch zum nachdenken. Unter das Spiel gegen Vechta am Mittwoch muss schnellstmöglich der Haken, wir schauen jetzt nach Braunschweig. Das wiederum ist eine Mannschaft, die gesund durch die Vorbereitung kam und entsprechend gut vorbereitet ist, und gut organisiert ist. Dazu haben sie einen Heimspielsieg gegen Ulm im Rücken. Die werden mit breiter Brust antreten, haben mit Isiah Swann, James Florence und Imanuel McElroy ganz erfahrene Leute im Kader, dazu mit Aaron Doornekamp noch einen kanadischen Nationalspieler – ich erwarte ein sehr schweres Auswärtsspiel für uns. Aber wir gehen mit voller Energie an diese Aufgabe.“

Die TBB reist am Samstagmittag nach Braunschweig, Anthony Canty (fällt mit Schulterverletzung länger aus) wird die Reise nicht mit antreten.

basketball-stream.de überträgt die Partie live im online-Radio auf www.tbb-trier.de. Ab 16:30 Uhr meldet sich Chris Schmidt mit den ersten Stimmen und Analysen aus der Volkswagenhalle.

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