TBB trifft auf angeschlagene Tübinger

Einsatz von Jermaine Bucknor weiter fraglich

Am Samstagabend, 22. März, treten die Bundesliga-Basketballer der TBB auswärts in der Paul-Horn-Arena gegen die WALTER Tigers Tübingen an. Die Mannschaft von Cheftrainer Igor Perovic belegt derzeit den letzten Platz der Tabelle und kämpft um das sportliche Überleben. Nach dem die Tiger am vergangenen Wochenende eine empfindliche Niederlage gegen Abstiegskonkurrent Bayreuth erlitten haben, sind sie gegen Trier schon beinahe zum Siegen verdammt. Keine einfache Situation für das Rödl-Team, dass nach dem knappen aber verdienten Sieg gegen Ludwigsburg am vergangenen Spieltag den zweiten Sieg in Folge einfahren möchte. Die Partie wird ab 19.30 Uhr im Livestream übertragen.

Das Länderduell Rheinland-Pfalz gegen Baden-Württemberg geht in eine neue Runde. Am vergangenen Wochenende gewannen Triers Basketballer in der heimischen Arena gegen die baden-württembergischen MHP Riesen Ludwigsburg hauchdünn mit 78:77. Am Samstag geht es für die TBB nun in das von Ludwigsburg rund 70 Kilometer entfernte Tübingen. Das Spiel beginnt um 20 Uhr.

Tübingen steckt tief im Abstiegsstrudel

Die Mannschaft von Cheftrainer Igor Perovic steckt ganz tief im Abstiegssumpf. Aus den bisher absolvierten 25 Partien konnten die Tiger erst vier Spiele gewinnen. Zuletzt gab es fünf Niederlagen in Folge. Besonders bitter: die Niederlage am vergangenen Wochenende. Gegen Abstiegskonkurrent Bayreuth setzte sich vor ausverkauftem Haus in der Paul-Horn-Arena der Negativtrend weiter fort – die Gastgeber mussten sich mit 74:69 geschlagen geben.

TBB-Topscorer mit 29 Punkten: Trévon Hughes. Foto: Thewalt

TBB-Topscorer Trévon Hughes will auch gegen Tübingen punkten. Foto: Thewalt

Dabei hatte Tübingen im dritten Viertel noch mit elf Punkten geführt (53:42). Doch die Gäste drehten im Schlussviertel die Partie und stürzten die Gelb-Schwarzen somit tiefer in die Krise. „Wir haben 30 Minuten als Mannschaft gut gespielt und sind erneut in der Schlussphase eingebrochen. Der Druck war immens groß und wir konnten mit diesem überhaupt nicht umgehen“, analysierte Coach Perovic nach der Partie. Das Match gegen die TBB hat dadurch einen besonderen Stellenwert. Wollen die Raubkatzen noch eine reelle Chance auf den Klassenerhalt wahren, müssen sie gegen Trier punkten.

Dies ist die prekäre Ausgangssituation, auf die sich das Trierer Lager einstellen muss. Tübingen wird kämpfen, um die Hoffnung zum Verbleib im Oberhaus des deutschen Basketballs nicht frühzeitig ad acta legen zu müssen. „Sie stehen mit dem Rücken an der Wand – das allein ist schon immer gefährlich. Wenn man die Ergebnisse der letzten Spiele sieht, mit zwei gegen Bamberg verloren, gegen Ulm 18 aufgeholt – das darf man nicht leicht nehmen“, sagte TBB-Cotrainer Thomas Päch vor der Reise an den Neckar.

TBB will zweiten Sieg in Folge – Gastgeber mit NBA-Erfahrung

Auch Trier hat keine Punkte zu verschenken. Die Moselkorbjäger liegen mit zehn Siegen aus 26 Partien auf dem 14. Platz der Tabelle. Auf die Abstiegszone haben die Grün-Weißen einen Vorsprung von fünf Punkten Siegen. Ein Sieg gegen die Baden-Württemberger wäre ein Big-Point, aber auf keinen Fall wird das Spiel ein Selbstläufer. Die TBB reist allerdings mit dem Rückenwind von zwei Heimsiegen in Folge an und hat die Stärken des Gegners im Vorfeld genau ausgemacht.

Jermaine Bucknor zeigte in der Schlussphase, warum er für die TBB nicht zu ersetzen ist - Foto: Thewalt

Bucknors Einsatz ist weiter fraglich. Foto: Thewalt

Topscorer der Gastgeber ist Jonathan Wallace. Der Point-Guard sammelt 12.7 Punkte im Schnitt. „Sie haben eine stark veränderte Mannschaft im Vergleich zum Hinspiel, viele neue Gesichter mit individueller Qualität“, sagte Päch und meint damit auch Neuzugang Daequan Cook. Der erfahrene Shooting Guard absolvierte insgesamt 328 Einsätze in der NBA, unter anderem für die Chicago Bulls und Miami Heat. In Tübingen kommt Cook auf 12.4 Punkte und 4.7 Rebounds. „Jeder von denen ist in der Lage zu punkten und ein Spiel zu drehen. Wir müssen, wie gegen Ludwigsburg, 40 Minuten lang konzentriert sein und ihnen nicht erlauben, ihre Qualität zu zeigen“, sagte Päch über den Schlüssel zum Sieg.

Das wäre dann der zweite Sieg in Folge für die TBB, die wahrscheinlich wieder auf den Einsatz von Jermaine Bucknor verzichten muss. Der Power Forward laboriert weiter an seinen Sehnenproblemen im linken Unterarm. „Es zieht sich länger hin als erwartet. Man muss abwarten, wie weit er am Samstag ist“, lautete Pächs Wasserstandsmeldung.

Mit von der Mosel an den Neckar reisen wird allerdings die hiesige Fanschar. Ein Fanbus verspricht lautstarke Unterstützung in der Paul-Horn-Arena. Wenn die TBB-Fans am Ende jubeln, hat die Mannschaft den zweiten Sieg in Folge errungen, es wäre das 2:0 für Rheinland-Pfalz.

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Kommentare (1)

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  1. TBB-Fan sagt:

    Die TBB ist aktuell 6 Siege oder 12 Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt, nicht 6 Punkte. TBB aktuell mit 10 Siegen auf Platz 14 und Vechta auf dem ersten Abstiegsplatz mit 5 Siegen und dem verlorenen direkten Verlgeich. Somit faktisch 6 Siege vor dem Abstiegsplatz.

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