Tod oder Gladiolen – Mehring empfängt SV Bübingen

Vorschau zum Relegationsspiel um den Oberligaaufstieg

„Tod oder Gladiolen-Spiele“ nannte Louis Van Gaal einst die Spiele in denen es für den FC Bayern München und seinen Ex-Trainer um alles ging. Nun sieht sich der SV Mehring im Hinblick auf die bevorstehenden Relegationsspielen um den Aufstieg in die Oberliga in einer ähnlichen Situation – wenn auch nur im übertragenden Sinne. Denn die Relegation ist ein einziger Kampf dreier Kontrahenten, die im Grunde genommen eine überragende Saison gespielt haben und sich letztendlich in der Tabelle nur hinter einer Mannschaft einreihen mussten. Doch nur für eines der drei Teams, die im Playoff-Prinzip aufeinander treffen, geht es am Ende als Aufsteiger in die Oberliga. Den Auftakt macht der SV Mehring. Für den Tabellenzweiten der abgelaufenen Rheinlandligasaison geht es am Samstag den 30. Mai, 16 Uhr, zuhause auf der Lay gegen den Zweiten der Saarliga, den SV Bübingen. 

Mehring. Während die restlichen 17 Teams der Rheinlandliga nach der kräftezehrenden Runde erst einmal in den wohlverdienten Urlaub gehen, hat der SV Mehring nach einer starken Saison noch zwei finale Spiele vor der Brust. Es geht gegen die jeweils Zweiten der Karlsberg-Liga Saarland – den SV Bübingen – und der Verbandsliga Südwest – den SV Alemannia Waldalgesheim. Dabei ergab die Auslosung, dass der SVM zuerst auf den Vertreter aus dem Saarland trifft. Am kommenden Samstag, um 16 Uhr, geht es auf der Lay gegen den SVB. Das Team aus dem Saarbrücker Stadtteil holte nach 34. Spieltagen sogar noch zwei Punkte mehr als die Gastgeber und verfügt über eine enorm gefährliche Offensivabteilung.

 Nils Coccu und die 95 Tore-Offensive

95 Treffer gelang dem SV Bübingen in 34 Spielen. Das sind noch einmal zwölf Tore mehr, als die ohnehin schon starke Sturmabteilung der Mehringer bejubeln durfte. Dabei sticht ein Mann aus dem Saarländer Kollektiv heraus: Nils Coccu. Dem Stürmer gelangen sage und schreibe 27 Treffer. Damit ist er jedoch in der Torschützenliste der Liga sogar nur Zweiter geworden. Er war alleine an knapp einem Drittel der Tore seines SVB beteiligt. Für die SVM-Abwehrreihe gilt es ihn nie ganz aus den Augen zu lassen. Außerdem trafen Gaetano-Pierluigi Vella (15) und Marcel Noll (11) noch zweistellig für die Saarbrücker.

Meliani Saim, Eintracht Trier

Erneut ein Kandidat für die Startelf? Mehrings Meliani Saim. Hier noch im Trikot des SVE II (vorne). Foto: 5vier-Archiv

Die Problemzone der Gäste ist auch schnell ausgemacht. Mit 59 Gegentoren kassierte der Aufstiegsaspirant unverhältnismäßig viele Treffer für einen Tabellenzweiten und stellte in der abgelaufenen Saison lediglich die siebt beste Defensive der Saarland-Liga. Satte 34 Gegentore gab es in der Fremde. Auf knapp 2,8 erzielte Treffer im Schnitt kommen also rund 1,7 Gegentore. Diese Zahlen scheinen sich auch aus den vergangenen drei Spielen zu bestätigen. Im Duell um den direkten Aufstieg gegen den Tabellenersten Jägersburg kassierte man eine 2:4-Niederlage, zwei Wochen zuvor verlor man beim SC Halberg Brebach ebenfalls mit 2:4.

Zum Vergleich: Mehring kommt auf 2,4 Tore und 1,1 Gegentore im Schnitt, stellt also die wesentlich bessere Defensive. Zudem weiß man mit Marc Willems (20), Meliani Saim (18) und Matija Jankulica (16) drei enorm treffsichere Akteure in seinen Reihen. Immerhin bot sich Edeljoker Saim, der die meisten Treffer nach Einwechslung erzielte, mit seinem Tor gegen Mayen für die Startelf an.

Schulz und Jonas wohl fit

Die Personalsituation hat sich für Frank Meeth derweil auch etwas entspannt. Pünktlich zu den Playoffs kehren die am vergangenen Wochenende noch geschonten Lukas Jonas und Gustav Schulz zurück. Andreas Hesslein sammelte nach seiner drei Spiele umfassenden Rotsperre bereits gegen Mayen wieder Spielpraxis. Die Rückkehrer werden auch dringend benötigt. Schließlich verlor der SVM die letzten drei Ligaspiele allesamt und büßte so zuletzt etwas von dem gewonnen Selbstvertrauen nach 22 Siegen in Folge ein.

Heimspiel als Faktor

Für die heimstarken Mehringer könnte es also durchaus ein Faktor sein, das erste Spiel der Relegation zuhause antreten zu dürfen. Schließlich gab es erst vier Niederlagen auf dem heimischen Rasen und satte elf Siege aus 17 Spielen. Dabei sollen auch die Zuschauer die Blau-Weißen unterstützen. 2600 Plätze fasst das Stadion auf der Lay. Geht es nach den Spielern und Verantwortlichen des SVM, sollen möglichst viele dieser Plätze gefüllt werden, um die Mannschaft vollends zu unterstützen.

Durchaus möglich, dass auch ein paar Zuschauer aus Konz den Weg nach Mehring finden, denn: Gelingt es Mehring aufzusteigen, hält der SVK gleichzeitig die Klasse. Es ist also nicht nur eines dieser Tod oder Gladiolen-Spiele für den SVM, sondern irgendwie auch für die Mannschaft aus Konz…

Die Spieltermine der Oberliga-Relegation im Überblick

  • Spiel 1:  Samstag, 30. Mai 2015, 16 Uhr          SV Mehring – SV Bübingen *
  • Spiel 2:  Mittwoch, 03. Juni 2015, 19 Uhr       SV Alemannia Waldalgesheim – Verlierer Spiel 1
  • Spiel 3:  Sonntag,. 07. Juni 2015, 15 Uhr        SV Alemannia Waldalgesheim – Gewinner Spiel 1

* im Falle eines Unentschiedens in Spiel 1 muss der SV Bübingen die zweite Partie bestreiten

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Kommentare (1)

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  1. wissender sagt:

    Viel Erfolg in der Relegation SV Mehring! Wie man munkeln hört, wird wohl der „Star“ Gustav Schulz nicht mehr für Mehring spielen….! Ob es für die Oberliga reicht wird sich zeigen. Aber dennoch wäre es im Hinblick auf die Absteiger der Rheinlandliga ein wichtiger Schritt.Bekanntlich würde somit Konz die Klasse halten und dann wohl auch Osburg in der Bezirksliga! Von daher alles Gute SV Mehring…

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