Trierer Dolphins-Optimismus zahlt sich aus

Nach dem Heim-Sieg über München warten die Gegner in Kaiserslautern und Frankfurt

„Wir sind am Wochenende nur Außenseiter, auch wenn wir zurzeit in der Tabelle vor ihnen stehen“, ließ Spielertrainer Dirk Passiwan vor dem Spiel verkünden [ unser Bericht ]. Doch die Zuschauer erlebten genau das Gegenteil in der Universitätshalle. Der Optimismus den 5vier.de mit der zuletzt gewählten Überschrift „Die Trierer Dolphins überrollen den Münchner USC“ übermitteln wollte, hat sich ausgezahlt. Nun sind noch zwei Spiele zu gewinnen!

Trier. Die Doneck Dolphins Trier sind auf dem Weg ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft in der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Nach zuletzt schwachen Auftritten und drei Niederlagen aus vier Spielen konnten sich die Trierer am Samstagmittag gegen den Tabellennachbarn, den USC München, deutlich mit 100: 76 durchsetzen und hielten sich damit einen Konkurrenten fern.

Der Aufsteiger aus München schielte vor der Partie noch auf Platz 4 der Tabelle. Mit einem Sieg hätte man an den Dolphins vorbeiziehen können. Triers Spielertrainer Dirk Passiwan sah den Gast sogar als Favorit in diesem Spiel an. Nach einer schwachen Leistung gegen den Tabellenletzten aus Hannover rechnete niemand in Trier mit einem deutlichen Spiel.

Und so entwickelte sich auch im ersten Viertel ein enges und offenes Spiel. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie den Sieg unbedingt wollen. Auf Seiten der Münchner war es immer wieder Suad Sutic, der unter dem Trierer Korb auftauchte und dort kaum zu stoppen war. Eine Situation, die Passiwan vor dem Spiel noch verhindern wollte. Angeführt vom Trio Passiwan, Bellers, Dadzite, die am Samstag alle über 20 Punkte erzielten, konnten die Dolphins nach den ersten zehn Minuten mit einem knappen Vorsprung in die erste Pause gehen (22:20).
„Im zweiten Viertel stand die Defense dann besser, in der Offensive haben wir endlich wieder als Team zusammengespielt und das hat sich auch ausgezahlt“, so Passiwan nach der Partie. Eine starke Diana Dadzite konnte mit einem Dreier drei Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit den Halbzeitstand von 45:34 herstellen.

In der zweiten Halbzeit drehten die Trierer dann nochmal auf. Passiwan, Bellers und Dadzite waren kaum zu stoppen und trafen nach Belieben. Als dann noch der Müncher Kim Robins mit vier Fouls eine Pause bekam, setzten sich die Dolphins entscheidend ab. (68:53)
Die Müncher hatten den starken Dolphins im letzten Abschnitt nichts mehr entgegenzusetzen. Immer wieder konnten die „Großen“ der Trierer punkten. „Das heute drei Spieler hochpunktig treffen konnten, freut mich natürlich. Aber wir müssen uns bei den Arbeitern im Team bedanken. Frank de Jong, Tracey Ferguson in der Starting Five, aber auch Martin Koltes, Valeska Finger und Edgaras Ciaplinskas helfen uns sehr viel. Ohne deren Arbeit kann man kein Spiel gewinnen.“
Vor allem der litauische Nationalspieler Ciaplinskas wurde von der Mannschaft und den Fans gefeiert. „Edgaras hat die 100 voll gemacht heute, wir erwarten, dass er der Mannschaft einen ausgibt“, so Passiwan mit einem Schmunzeln.

Die Dolphins spielen in der nächsten Woche gleich zweimal. Am Samstag geht es zum Derby nach Kaiserslautern, am Sonntag ist man zu Gast in Frankfurt. Das Spiel in der Mainmetropole war ausgefallen und muss nun nachgeholt werden. Mit zwei Siegen könnten die Dolphins sogar noch auf Platz 3 der Tabelle vorrücken und damit dem großen Favoriten um die Meisterschaft, den RSB Thuringia Bulls aus Elxleben aus dem Weg gehen.

DONECK Dolphins Trier:
Passiwan (44 Punkte, 15 Rebounds, 14 Assists), Koltes (0), Ferguson (0), Ciaplinskas (2), de Jong (0)

// Danke an Bastian Lütge, dem Pressesprecher der DONECK Dolphins Trier

 

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