Tufa Trier: Protestspektakel feiert am 17. September Premiere

"Die Gegenwart dauert drei Sekunden" läuft an - Die Bühne als Ort transnationaler Statements

„Die Gegenwart dauert drei Sekunden“: So heißt das Protestspektakel, das ab dem 17. September in der Tufa Trier anläuft. Die Macher versprechen, dass die Bühne zu einem „Ort transnationaler Statements“ werde.

Der Fortschritt läuft schief. Wir kommunizieren schneller als früher und wissen oft nicht mehr, worüber. Es lohnt sich erst gar nicht darüber nachzudenken, dass das, was wir Gegenwart nennen, drei Sekunden dauert. Denn die nächste Deadline ist nicht weit. Komplexitätsgewäsch, Beschleunigungsthesen und Fortschrittsangst auf allen Kanälen. Wie wäre es mal wieder mit einer Utopie zwischen all den Negativschlagzeilen?

Die Zahl der prekär Lebenden steigt stetig an und ab jetzt werden sie überwacht. Die NSA hat die globale Überwachung der Bürger angeschaltet. 2013 wird das Geld nicht mehr durch Arbeit, sondern durch Finanztransaktionen generiert und das führt zu vollkommen neuen Formen des Miteinanders. In Frankfurt, New York, Istanbul und Kairo die Menschen auf die Straße. Sie fordern Mitbestimmung, Gerechtigkeit und waschechte Demokratie.

Gruppe International schließt sich dem weltweiten Protest an und geht dahin, wo die Eliten dieser Welt sich aufhalten, um endlich Maßnahmen zu ergreifen. Und wo ginge das besser als im Transitbereich des Flughafens. Genau hier gilt es die Überzeugungsarbeit zu leisten: Was versteht man eigentlich unter Postdemokratie? Was ist die Refeudalisierungsthese? Und was hat das Urheberrecht mit Otto Schily zu tun?

Die Gegenwart dauert drei Sekunden ist ein Protestspektakel, das freimütig den Finger in die Wunde der bundesdeutschen Zufriedenheit legt. Till Reiners und Niels Wehr machen die Bühne zu einem Ort transnationaler Statements, die endlich mal gesagt werden müssen.

„Die Gegenwart dauert drei Sekunden“ läuft am 17., 18. und 20. September jeweils um 20 Uhr in der Tufa, Kleiner Saal, 8/12 Euro. Karten gibt es an allen VVK-Stellen

Das Stück

Konzept/Idee/Texte: Reiners, Schmitz, Stratmann, Wehr, Weikenmeier

Regie: Roman Schmitz

Performance: Till Reiners & Niels Wehr

Ausstattung: Christopher Weikenmeier

Recherche: Simon Stratmann

Ein Projekt von GRUPPE INTERNATIONAL in Kooperation mit TUFA e.V. Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur RLP, die Kulturstiftung der Stadt Trier und das Kulturamt Gießen.

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln