Volle Kraft voraus: Miezen empfangen Halle-Neustadt

Duell der Traditionsvereine

Am kommenden Sonnabend startet das Handballjahr ab 19.30 Uhr dann auch ganz offiziell in der Arena Trier, schließlich sind die Trierer Miezen innerhalb des 14. Spieltages der 2. Handball Bundesliga der Frauen gegen die „Wildcats“ des SV Union Halle-Neustadt gefordert.

Trier. Dabei sind die Miezen aufgrund ihres Auswärtssieges bei der HSG Hannover-Badenstedt mit 17:9 aktuell auf dem 3. Rang, das Gästeteam aus Sachsen-Anhalt reist als 8. mit 12:14 Zählern von der Saale an die Mosel. In das neue Handballjahr startete das Team von Jörgen Gluver mit einer Niederlage, in Nürtingen konnte man zuletzt keine Punkte einfahren: 27:21. Vor der Winterpause war der SV Union allerdings in Paradeform und gewann im Dezember alle vier Partien, darunter auch gegen Spitzenteam HC Rödertal (21:20). Zum Duell zweier Traditionsvereine, die Hallenserinnen gehören schließlich seit 1991/92 der 2. Bundesliga an, nimmt der letzjährige Tabellenvierte mit 550 km seine weiteste Auswärtsanreise in Kauf.

Verlassen konnte sich Trainer Jörgen Gluver bisher auf Eileen Uhlig im Rückraum, Halles Nr. 18 netzte in den bisherigen 13 Spielen stets zuverlässig und rangiert mit 90 Toren auf Platz 6. der Torjägerinnenliste. Ob die sächsische Leistungsträgerin allerdings am sonnabend mitwirken wird, kann mit Spannung erwartet werden, schließlich verdrehte sich Unions aktuell treffsicherste Werferin am vergangenen Spieltag bei der TG Nürtingen das Knie. In den Reihen der Miezen wird Uhlig derzeit von Dora Simon Varga getoppt, die Ungarin mit der Nr. 66 bewies zuletzt mit 12 Treffern in Niedersachsens Landeshauptstadt ihre starke Form und belegt mit 93 Treffern Platz 5. der Scorerinnen.

Triers Trainerin Cristina Cabza freut sich bereits auf den Sonnabend: „Halle ist ein Team, das in der vergangenen Spielzeit sehr weit oben stand. Trotz der Tatsache dass sie letzten Samstag eine eine ärgerliche Niederlage und mit der Verletzung von Uhlig einen schmerzhaften Ausfall hinnehmen mussten, werden sie sicher große Lust auf eine Revanche für die letztjährige Niederlage bei uns haben.“

„Für mich ist der SV Union eine Mannschaft mit großer Erfahrung“, so die 39- jährige Spanieren, „wenn man gegen sie nicht 60 Minuten konzentriert abliefert, können sie ohne Probleme gewinnen.“

Ob sich das Miezenlazarett lichten wird, kann erst im Vorfeld der Partie entschieden werden, so wird Außenspielerin Ramona Constantinescu Ende der Woche noch einen MRT-Termin wahrnehmen und anschließend bewertet ob die MJC-Rumänin ins spielerische Geschehen eingreifen kann. Definitiv nicht mitwirken wird Miezen Nr. 42 Melanie Eckelt, zwischen den Trierer Pfosten wird sie wie zuletzt von Lisa Gubernator vertrteten. Miezenshooterin Joline Müller, die genau wie ihre Trainerin für den Konstantin-Preis der Stadt Trier und somit als Sportlerin des Jahres 2016 nominiert ist, ist wegen eines Infektes weiterhin krankgeschrieben.

Alles in allem steht das sonnabendliche Heimspiel der Trierer Miezen unter einem guten Stern: Das letzte Gastspiel der Unionerinnen in der Arena Trier konnten die Miezen mit einem 31:29 für sich entscheiden, und damit, am 27. Spieltag der Saison 2015/16, den verdienten Klassenerhalt feiern.

 

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