Wenigstens im Rheinlandpokal will Eintracht Trier punkten

Gelingt die Titelverteidigung im Salmtal?

Am Donnerstag ist es endlich soweit: Um 12:45 Uhr findet das lang ersehnte Endspiel im Bitburger Rheinlandpokal zwischen Eintracht Trier und der TuS Koblenz statt. Für die Moselstädter geht es darum, eine verkorkste Saison, die mit dem Abstieg aus der Regionalliga Südwest ihren negativen Tiefpunkt erreicht hatte, noch zu einem halbwegs versöhnlich Abschluss zu bringen. Im sportlich und wirtschaftlich so wichtigen Endspiel will der SVE unbedingt seinen Vorjahrestitel verteidigen, um auch in der kommenden Spielzeit wieder einen attraktiven Gegner im DFB-Pokal an der Mosel begrüßen zu dürfen.

Trier / Salmtal. Im Moment ist noch alles relativ locker. Aber je näher das Spiel jetzt kommt, desto größer wird die Anspannung“, gewährt Eintracht-Coach Rudi Thömmes vor dem Pokalfinale Einblick in sein Seelenleben. Tatsächlich geht es für Eintracht Trier im Endspiel um eine ganze Menge. Mit einem Sieg könnte man sportlich und wirtschaftlich eine ordentliche Basis für die kommende Spielzeit legen und den Neustart in der Oberliga zumindest teilweise erleichtern. Außerdem wollen die Blau-Schwarz-Weißen ihre starke Pokalstatisitk beibehalten. Seit der Saison 2007 hieß der Gewinner des Rheinlandpokals lediglich zweimal nicht Eintracht Trier (2013 und 2015). Finalgegner TuS Koblenz wartet hingegen seit elf Jahren auf den Cup, holte den Titel zuletzt im Jahr 2006. Im Finale des Rheinlandpokals begegneten sich SVE und TuS letztmals im Jahr 2011 – damals siegte das Team aus der ältesten Stadt Deutschlands mit 2:1.

Dennoch sind die sportlichen Vorzeichen diesmal anders. Während der SVE nach einer verkorksten Spielzeit den bitteren Gang in die Oberliga antreten muss, erreichten die Koblenzer als Aufsteiger einen starken achten Tabellenplatz. Auch in den direkten Duellen wurde es für das Team aus der ältesten Stadt Deutschlands in der abgelaufenen Saison ungemütlich. Im heimischen Moselstadion unterlag man in der Hinrunde verdient mit 0:3 gegen die „Schängel“, die auch das Rückspiel knapp und etwas glücklich mit 1:0 für sich entscheiden konnten.“Wir haben zweimal gegen Koblenz verloren. Wenn das alleine nicht Motivation genug ist, das dritte Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, dann sind hier einige Fehl am Platz. Aber da habe ich keine Bedenken. Die Mannschaft trainiert sehr gut, es ziehen alle super mit“, verrät Pokal-Ikone Thömmes, der von seinem Team außerdem viel Konzentration verlangt. „Wir müssen hinten gut stehen, wenig Fehler machen und dann vorne die Tore schießen. Es können dann auch gerne mal andere treffen, nicht nur Mo (Alawie, Anm. d. Red.)“, nimmt der Übungsleiter seine Offensivabteilung in die Pflicht.

Gute Neuigkeiten gibt es für Eintracht Trier indes von der medizinischen Abteilung. Mit Danilo Dittrich und Christoph Anton kehrten zwei länger verletzte Spieler vor einigen Tagen ins Mannschaftstraining zurück und auch Robin Garnier steht Thömmes wohl trotz Knieproblemen zur Verfügung. Neben dem weiterhin verletzten Sebastian Szimayer, der das Endspiel sicher verpassen wird, steht ansonsten lediglich hinter Linksverteidiger Kevin Heinz ein dickes Fragezeichen. Der Dauerbrenner klagt nach seiner Gehirnerschütterung nach wie vor über Schwindel – eine endgültige Entscheidung fällt hier laut Thömmes nach dem Abschlusstraining am Mittwoch. Besondere Unterstützung erhofft sich Thömmes indes vom 12. Mann auf den Rängen: „Unsere Fans sind einfach fantastisch. Wie viele nach Stuttgart gefahren sind, wie sie uns hier gegen Hoffenheim unterstützt haben – das war sensationell. Wir hoffen, dass wir von der Mannschaft und dem gesamten Team rundherum da endlich etwas zurückgeben können!“ Tickets für das Finale gibt es noch bis Mittwoch um 16 Uhr auf der Geschäftsstelle von Eintracht Trier und an der Tageskasse im Salmtalstadion. Anstoß ist um 12:45 Uhr.

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