Zu Besuch in der Orgelbauwerkstatt Eule

Trierer Gemeindegruppe reist ins sächsische Bautzen

Am Samstag, 1. März, besuchte eine 50-köpfige Gruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Trier die Orgelbauwerkstatt der Firma Hermann Eule Orgelbau im sächsischen Bautzen. Unter der Reiseleitung von Dr. Christine Mundt-Espin, Franz-Josef Kleinbauer und Kantor Martin Bambauer informierte sich die Gruppe vor Ort über den Baufortschritt der neuen Hauptorgel der Konstantin-Basilika.

Seit mehreren Monaten arbeiten die Mitarbeiter der Orgelbaufirma Eule schon an dem Instrument. Die neue Hauptorgel für die Basilika ist fast fertig. Währenddessen wird zur Zeit in der Basilika das Stahlskelett der Orgel (die drei Orgeltürme mit einer umlaufenden Plattform und Spindeltreppe) montiert. Im Rahmen einer zweistündigen Führung erschloss sich den sehr interessierten Besuchern die ganze Komplexität des Baus eines solch großen Instruments, aber auch die Sorgfalt und Hingabe, mit der die Orgelbauer am Werk sind.

Teilnehmerin Ulrike Schmid äußerte sich beeindruckt über die Erfahrung, bei einem Bauprojekt dieser historischen Dimension „hinter die Kulissen“ blicken zu können: „Bisher war die neue Hauptorgel der Basilika für mich eher ein theoretisches Konstrukt. Beim Besuch der Orgelbaufirma Eule ergab sich nun die Gelegenheit, zu sehen, wie das Material für die neuen Orgelpfeifen gekocht, das Metall geschnitten, gebogen, gelötet und gehämmert wird. In einem Raum konnten wir bereits eines der neuen Register hören, in einem anderen Teil der Werkstatt stehen die beiden Spieltische, die neuen Tasten laden zum Berühren ein – in solchen Momenten wird aus der Theorie greifbare Realität und die Vorfreude auf das fertige Instrument wird immer größer.“

Eine Stadtführung durch das historische Bautzen schloss sich an, gefolgt von einer abschließenden Orgelbesichtigung in der Bautzener Maria-und-Martha-Kirche. Am zweiten Reisetag stand Dresden auf dem Programm. Verschiedene Führungen mit teils musikalischem Schwerpunkt wurden angeboten. Nach zwei sonnigen Tagen kehrte die Gruppe am Rosenmontag nach Trier zurück, zufrieden und erfüllt von dem Erlebten, insbesondere der ersten „Begegnung“ mit der neuen Orgel. „Es war ein nicht zu beschreibender Eindruck, im Lager mit den bereits fertig gestellten Pfeifen überall den Aufdruck „Trier-Basilika“ zu lesen. Das Staunen über die ganze Orgelwerkstatt bekam dadurch etwas Konkretes, das ich gerne Glücksgefühl nenne“, so Franz-Josef Kleinbauer.

Ab Anfang April werden die Orgelbauer der Firma Eule nach Trier kommen und während der folgenden drei Monate die neue Orgel in der Basilika einbauen. Anschließend folgt eine etwa fünfmonatige Intonationszeit bis zur geplanten Einweihung Anfang Dezember.

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