Öffentliche Vortragsreihe der Ägyptologie im Sommersemester 2014

Literatur im Alten Ägypten

Die Vortragsreihe beleuchtet Text und Kontext verschiedenster Gattungen der altägyptischen Literatur vom Alt­ägypti­schen bis zum Demotischen. Die Vortragsreihe beginnt mit einem Beitrag von Dr. Heidi Köpp-Junk (Trier) am 28.04.2014 mit dem Titel: „Oh dass du doch geschwind zu deiner Geliebten kommst. Altägyptische Liebeslieder und –lyrik“.

Der Titel ist dem Beginn eines altägyptischen Liebesgedichtes entliehen. Die Liebeslyrik bildet innerhalb der ägyptischen Literatur ein eigenes Genre. Aus dem Alten Ägypten sind ca. 50 Liebeslieder bzw. -gedichte überliefert. Sie stammen aus ramessidischer Zeit, also der Epoche des Pharaos Ramses der Grosse. Sowohl männliche als auch weibliche Protagonisten sind vertreten, mitunter gar im Zwiegespräch. In den altägyptischen Liebesliedern werden viele Spielarten der Liebe sehr blumig, detailreich und romantisch geschildert: Selbstlose Liebe, Hingabe, Leidenschaft, Sehnen.

Der Vortrag von Dr. Heidi Köpp-Junk beinhaltet die wissenschaftliche Analyse des Genres. Zudem trägt sie die Werke in Übersetzung sowie auch im altägyptischen Original vor. Darüber hinaus erörtert sie anhand zeitgenössischer Parallelen, wer die Künstler waren sowie die Aufführungspraxis der altägyptischen Liebeslieder in Form von Rezitationen und musikalischen Darbietungen.

Heidi Köpp-Junk ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in Trier. Sie nahm an zahlreichen Grabungen in Deutschland (u.a. keltischer Fürstensitz Glauberg) wie auch in Ägypten (Dahshur, Sakkara, Buto, Qantir, Elephantine, Abydos) teil. Im Auftrag des Deutschen Archäologischen Institutes leitete sie dort verschiedene Projekte. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen nicht nur im Bereich der Archäologie, sondern zudem in der hieroglyphischen Schrift und Sprache.

Die Ägyptologie Trier lädt herzlich zu diesem Vortrag ein und heißt alle Gäste und Interessierten willkommen.

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