Rudi Thömmes verlässt Eintracht Trier

Zurück zu Seitz

Rudi Thömmes wechselt zur SV Elversberg als Co-Trainer und trifft dort wieder auf Roland Seitz. Dem ehemaligen SVE-Coach hatte er bereits in Trier assistiert. Die Planstelle beim SVE ist noch nicht besetzt.

Rudi Thömmes wechselt zu Elversberg

Trier. Rudi Thömmes verlässt Eintracht Trier und wechselt zur SV Elversberg in die RegionalligaSüdwest. Dort wird die Eintracht-Ikone Co-Trainer von Ex-SVE-Chefcoach Roland Seitz. Nach acht Jahren in Serie und insgesamt über 22 Jahren endet damit das Engagement des Pokalhelden beim SVE. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen.

„Als Rudi mit dem Wechselwunsch an uns herangetreten ist, mussten wir schon schlucken. Er war nicht nur ein großer Spieler, sondern auch ein echter Eintrachtler an der Seitenlinie. Aufgrund seiner Verdienste rund um den Verein haben wir uns dann aber schweren Herzens entschieden, seinem Wunsch zu entsprechen“, erzählt Eintracht-Geschäftsführer Torge Hollmann, der „Ruuuudi“ ausdrücklich für die langjährige Treue dankt: „Der Name Rudi Thömmes wird für immer mit Eintracht Trier verknüpft bleiben – und umgekehrt ist es genauso. Für ihn gibt es in diesem Verein immer einen Platz und wir hoffen, dass er uns als Fan und als gelegentlicher Tribünengast erhalten bleibt. Für seine neue Aufgabe an der Seite von Roland Seitz wünschen wir Rudi nur das Beste.“

Thömmes ist eine Eintracht-Ikone

Nachdem Thömmes bereits in der Jugend die Fußballschuhe für Eintracht Trier schnürte, kehrte der heute 49-Jährige als Spieler 1997 zu seinem Heimatverein zurück. Mit dem SVE feierte er gleich in seiner ersten Saison den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals und setzte sich mit seinen beiden entscheidenden Treffern gegen UEFA-Cup-Sieger Schalke und Champions League Gewinner Borussia Dortmund selbst ein Denkmal. Im Jahr 2002 durfte sich der gebürtige Trierer dann auch noch über den Aufstieg in die 2. Bundesliga freuen, ehe er den Verein 2004 in Richtung Sirzenich verließ.

2010 kehrte der Pokalheld als Co-Trainer in die älteste Stadt Deutschlands zurück und arbeitete in dieser Zeit an der Seite von Roland Seitz, Jens Kiefer, Peter Rubeck, Oscar Corrochano und zuletzt Daniel Paulus. Insgesamt dreimal sprang Thömmes außerdem für mehrere Partien als Interimstrainer in die Bresche. Das ursprünglich bis 2019 gültige Arbeitspapier des Co-Trainers wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. „Wir haben sehr offene und faire Gespräche mit Rudi und der SV Elversberg gehabt und eine für alle Seiten ordentliche Lösung gefunden. In meiner Zeit bei Eintracht Trier war Rudi Thömmes stets ein wichtiger Begleiter. Ich möchte mich im Namen des gesamten Vereins ganz
herzlich bei ihm für seine Verdienste rund um Eintracht Trier bedanken. Rudi ist bei uns immer Willkommen“, betont Eintracht-Vorstand Roman Gottschalk.

Nachfolger gesucht

Nach Wechsel von Rudi Thömmes läuft die Suche nach Nachfolgern für den Co-Trainer bereits auf Hochtouren. „Wir haben natürlich schon einige Kandidaten im Kopf, mit denen wir zeitnah Gespräche führen werden. Auch wenn uns der Verlust von Rudi sehr schmerzt, birgt so ein Abgang doch immer auch die Chance, nochmal den ein oder anderen neuen Reizpunkt zu setzen. Wir werden alles dafür tun, unserem Cheftrainer Daniel Paulus ein starkes Trainerteam an die Seite zu stellen“, betont Vorstand Dieter Friedrich.

Eine offizielle Verabschiedung der Vereinslegende war zum Saisonabschluss wegen noch ausstehender Details nicht möglich gewesen. Diese werde dann verspätet zu Beginn der kommenden Spielzeit im Moselstadion nachgeholt, heißt es seitens des SVE. (red/jr)

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