Aktuelles: Weiterhin gute Entwicklung auf dem Trierer Arbeitsmarkt

Ähnlich wie in Land und im Bund ist auch in der Region Trier die Arbeitslosigkeit im Juni zurückgegangen. Die Landkreise der Region konnten ihre gute Position im Bundes und Landesvergleich festigen. Insbesondere der Eifelkreis Bitburg-Prüm wartet mit einer hervorragenden Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent auf.

„Die Entwicklung im vergangenen Monat entspricht unseren Erwartungen. Im Sommer sinken die Arbeitslosenzahlen in der Regel immer“, erläutert Gundula Sutter die operative Leiterin der Agentur für Arbeit die Situation. Zu diesen Erwartungen gehört allerdings auch der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. „Im Mai haben viele Jugendliche ihre Ausbildung beendet, sie suchen nun einen Arbeitsplatz in ihrem Beruf, wenn sie nicht im Betrieb übernommen werden können.“

Dafür, dass die Jugendlichen nicht unmittelbar im Anschluss an ihre Ausbildung einen Arbeitsplatz finden, hat Sutter dann auch Verständnis: „In den vergangenen Monaten standen für die jungen Leute die Prüfungen im Mittelpunkt, da besaß nicht jeder die Zeit und Energie parallel auch noch eine Arbeitsstelle zu suchen, zumal das Prüfungsergebnis dafür ja auch maßgeblich ist.“

Darüber hinaus besteht in vielen Betrieben auch keine Möglichkeit im Sommer die jungen Menschen an ihren Arbeitsplätzen einzuarbeiten. Die Einstellungen erfolgen dann meist nach den Sommerferien. Viele der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen haben auch schon ab August oder September eine Zusage für einen Arbeitsplatz. Das sind für Sutter dann klassische Fälle der Arbeitslosenversicherung: „Einen kurzen Zeitraum zu überbrücken und finanziell abzusichern, das ist die wichtigste Aufgabe des Arbeitslosengeldes.“

Der Arbeitsmarkt in der Region ist weiterhin gekennzeichnet durch eine hohe Dynamik. Der Blick der Agentur für Arbeit geht daher vor allem auch in Richtung der Bewegungszahlen in der Arbeitslosigkeit. Im Juni konnten rund 1.400 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden, im gleichen Zeitraum sind aber circa 1.300 Männer und Frauen neu arbeitslos geworden. Diese Bewegungszahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert.

Für Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist die Lage weiterhin sehr gut. Aktuell sind noch 842 junge Männer und Frauen bei der Agentur als Ausbildungsplatzsuchende gemeldet. Die Berufsberater der Agentur für Arbeit werden ihr besonderes Augenmerk in den nächsten Wochen darauf richten, auch für diese Jugendlichen noch einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Leider stehen aufgrund einer Datenanpassung valide Daten zu den betrieblichen Ausbildungsstellen für den Monat Juni nicht zur Verfügung. Die Zahl der Stellen liegt aber weiterhin über der Zahl der Bewerber.

Die Daten im Einzelnen

  • Bestand an Arbeitslosen In der Region Trier ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen von 9.846 im Mai auf 9.705 im Juni gesunken. Im Juni des Jahres 2010 lag die Zahl mit 10.262 Personen noch um 557 höher.
  • Arbeitslosenquote Die Arbeitslosenquote ist von 3,7 Prozent im Mai auf 3,6 Prozent im Juni gesunken. Im Juni 2010 lag die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent.
  • Stellenangebote Der Bestand ist um 318 Stellen von 1.157 auf 1.475 gestiegen. Dies sind 100 Stellen mehr als noch vor einem Jahr.
  • Zugang aus Erwerbstätigkeit Im Juni sind 1.297 Männer und Frauen nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos geworden. Im Juni 2010 gab es mit 1.199 Personen 98 Männer und Frauen weniger, die aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos wurden. Ursache für diesen relativ starken Anstieg ist vor allem der frühe Prüfungstermin in vielen Ausbildungsberufen. Dieser orientiert sich in vielen Fällen auch am Schuljahr. Die Agentur für Arbeit rechnet im Juli mit einem Ausgleich für diesen Effekt des frühen Ferienbeginns.
  • Aufnahme einer Erwerbstätigkeit 1.428 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit im Juni durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden. Im Juni 2010 konnten 1.502 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit auf diesem Wege beenden.
  • Jugendliche Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren ist von Mai zum Juni um 127 auf nunmehr 1.273 angestiegen. Die Jungendarbeitslosigkeit liegt damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (-16). Die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe liegt mit 3,4 Prozent (Mai 3,1) noch immer unter der Quote aller Arbeitnehmer.
  • Ältere arbeitslose Personen Im Juni waren 3.057 Männer und Frauen der Altersgruppe über 50 arbeitslos. Dies sind 47 weniger als noch im Mai. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr waren nur zwei Personen weniger in dieser Altersgruppe arbeitslos. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe ist mit 4,1 Prozent im Vergleich zum Mai stabil geblieben. Im vergangenen Jahr lag die Quote bei den älteren Arbeitnehmern noch bei 4,2 Prozent. Ursache für den Unterschied in der Arbeitslosenquote bei nahezu gleicher Personenzahl im Vergleich mit dem Vorjahr sind die jährlich im Mai angepassten Zahlen der Personen, zu denen die Zahl der Arbeitslosen in Relation gesetzt werden.
  • Männer und Frauen 51,9 Prozent der Arbeitslosen sind Männer, 48,1 Prozent Frauen.
  • Regionale Situation Die Entwicklung in den Landkreisen der Region und der Stadt Trier war im Mai recht unterschiedlich. Während in der Stadt Trier, dem Kreis Vulkaneifel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm teilweise eine deutliche Abnahme der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Mai zu verzeichnen war, ist die Zahl der arbeitslosen Personen in den Kreisen Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg leicht angestiegen. Stellt man der aktuellen Arbeitslosenzahl die Zahlen des Juni 2010 gegenüber, ist aber in allen Landkreisen und der Stadt Trier ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit erkennbar.

Ein Blick in die Stadt Trier

In der Stadt Trier sind aktuell 2.961 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Dies sind 115 Personen weniger als noch im Mai (3.076) und 162 weniger als noch im Mai 2010 (3.123). Die Arbeitslosenquote in der Stadt liegt mit 5,6 deutlich unter der Quote von Mai (5,8 Prozent) und dem Juni 2010 (5,9 Prozent). Im regionalen Vergleich kann die Stadt den stärksten Rückgang von Mai auf Juni verzeichnen.

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln