Arbeitssieg für Berlin

Die TBB Trier konnte gegen Ligaprimus ALBA BERLIN lange mithalten, musste sich dann aber am Ende einer defensiv geprägten Partie mit 67:59 geschlagen geben. Erneut starke Partie von Barry Stewart (14 Punkte, 8 Rebounds), Philip Zwiener Topscorer mit 16 Punkten.

Zu Beginn der Partie brachten Patrick Femerling und der starke Julius Jenkins den Gastgeber ALBA BERLIN nach vier Minuten mit 7:2 in Front. Doch die TBB Trier fand schnell in ihr Spiel: Ein Steal mit anschließendem Fastbreak von Barry Stewart, ein freier Dreier von Philip Zwiener nach hervorragender Vorarbeit von Dru Joyce: Trier führte mit 9:7. Ab dieser Phase verlief die Partie ausgeglichen: beide Teams agierten mit hoher Intensität in der Defense, Trier konnte zum Viertelende nochmals durch John Bynum und einen getroffenen Freiwurf von Barry Stewart auf 18:16 herankommen.

Trier startete mit einem Floater von Barry Stewart zum 18:18 ins zweite Viertel – das konnte ALBA nicht auf sich sitzen lassen. Ein schneller 7:0-Lauf für die Gastgeber folgte: Hollis Price per Dreier, Patrick Femerling per Floater und Freiwürfen zum 25:18. Die TBB hatte die Antwort parat: Barry Stewart zunächst per Dreier, kurz vor der Halbzeitpause bediente Dru Joyce mit viel Übersicht zuerst George Evans, danach im Fastbreak Barry Stewart – 27:27-Ausgleich, Auszeit Berlin. Mit 29:27 ging das Spiel in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel sorgten Immanuel MacElroy und Derrick Allen aus der Distanz (33:27) für den besseren Start der Gastgeber. Wieder hielt Trier dagegen: Barry Stewart, George Evans und Philip Zwiener konnten die Partie wieder ausgleichen; ein Freiwurf von Dru Joyce bedeutet die 36:35-Führung für die TBB. Berlin offenbarte in dieser Phase gravierende Schwächen im Abschluss, Tadija Dragicevic verlegte Eins gegen Null. John Bynum machte es auf der Gegenseite besser und tippte einen verlegten Ball von Philip Zwiener zum 39:40 ein. Berlin hielt mit einem weiteren 7:0-Lauf von Hollis Price und Julius Jenkins dagegen, 46:40 ab vor der letzten Viertelpause.

Das letzte Viertel gehörte Philip Zwiener, der sich jetzt gegen die starke Berliner Defense zurechtfand. Der beste deutsche Scorer der Liga ging mit einem beherzten Floater plus Bonusfreiwurf zum 48:43 zur Sache, traf souverän die Freiwürfe nach einem technischen Foul gegen Sven Schultze und verwertete den anschließenden Ballbesitz zum 51:49. Die Trierer Defense verteidigte die 24 Sekunden weg, Barry Stewart traf mit einem Distanzwurf zum 51:51-Ausgleich. Doch ALBA konnte die letzten 3:30 Minuten vor allem dank der starken Routiniers Derrick Allen und Julius Jenkins erfolgreich gestalten. Allen und Jenkins markierten in dieser Schlussphase zwölf Punkte, das junge Trierer Team musste jetzt dem engen Spielplan der letzten Tage Tribut zollen und verlor den Faden. Zwei Dreier von Dru Joyce änderten nichts mehr am letztlich verdienten Ergebnis: 67:59 am Ende einer wie erwartet defensiv ausgerichteten Partie. Ein Arbeitssieg für ALBA BERLIN und eine starke Vorstellung der TBB Trier.

Headcoach Henrik Rödl: „Glückwunsch an Luka und ALBA zum verdienten Sieg. Wir haben lange mitgekämpft und eine Weile eine Chance gehabt, im Spiel zu bleiben. In den letzten drei Minuten haben wir die Kraft und vielleicht auch die Orientierung verloren. Bis dahin waren wir ein gleichwertiger Gegner, was mich natürlich stolz macht. In diesen Situationen, sieht man, dass die Mannschaft sich entwickeln muss, dass sie arbeiten muss. Und zum Arbeiten hatten wir in den letzten Tagen wegen des Spielplans keine Zeit. Ich bin hauptsächlich froh, dass sich niemand verletzt hat – das nächste Heimspiel gegen BBC Bayreuth am Freitag ist eminent wichtig für uns.“

Luka Pavicevic, Headcoach ALBA BERLIN: „Ich möchte meinem Team zu einem starken Spiel gegen einen starken Gegner gratulieren. Ich denke, man hat gesehen, dass Trier spielt wie angekündigt: um zu gewinnen. Es war kein schönes oder spektakuläres Spiel, aber wir haben das Spiel kontrolliert. Trier war gut, das Spiel war bis zum Ende offen, als wir die wichtigen Ballgewinne und Punkte erzielt haben. Zu Trier kann ich sagen, dass ich sie nach den Vorstellungen der letzten Wochen zum jetzigen Zeitpunkt der Saison als ein Topteam betrachte. Sie haben viel Arbeit vor sich, aber sie spielen sehr starken Basketball. ALBA BERLIN betrachtet den Trierer Weg mit großem Interesse und auch mit Wohlwollen – natürlich wollen wir gegen sie gewinnen, aber wir sind auch Trier-Fans.“

Trier steht mit 10:8 Punkten momentan auf Platz 7 und trifft am Freitag, 12.November, 20 Uhr, in der Arena Trier auf BBC Bayreuth.

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