Campus: „Fremde werden Freunde“ – Gastfreundschaft mal anders

Projekt bringt Menschen aus der Region und Studierende zusammen

Rebecca Weber (Internationales Zentrum), Aziz Yüksek (Integrationsreferent der Universität Trier) Lan Janet Krause (Internationales Zentrum), Schirmherrin Malu Dreyer, Universitätspräsident Prof. Dr. Peter Schwenkmezger, Adriana Tatarciuc, Marie-Luise Pott und Wolfgang Weil (von links) werben gemeinsam für die Aktion „Fremde werden Freunde“. Foto: Uni Trier

Für ein erfolgreiches und angenehmes Studium sind soziale Kontakte beinahe so wichtig wie gute Vorlesungen. Das gilt insbesondere für Studierende aus dem Ausland, die sich in einer fremden Umgebung und anderen Kultur zurechtfinden müssen. Das Gefühl mangelnder Integration ist der häufigste Grund, das Studium vorzeitig abzubrechen und ins Heimatland zurückzukehren.

Dem will die Initiative „Fremde werden Freunde“ des Internationalen Zentrums (IZ) an der Universität Trier entgegenwirken und bringt ausländische Studierende und Menschen aus der Region Trier zusammen.

Prominente Unterstützung erhält das IZ von der Trierer Wahlkreisabgeordneten und Schirmherrin Malu Dreyer. „Ich sehe es als Geschenk, engeren Kontakt mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen zu haben. Ich würde mir wünschen, dass Menschen anderer Nationalitäten bei uns offen empfangen werden und unser Land lieben lernen.“

Marie-Luise Pott und Wolfgang Weil aus Trier wissen dieses „Geschenk“ seit einigen Monaten zu schätzen. Sie sind Gastgeber der moldawischen Studentin Adriana Tatarciuc. „Man profitiert mit ganz geringem Aufwand sehr stark von dem Austausch. Wir haben durch den Kontakt Ansichten und Informationen erfahren, die wir ohne das Programm nicht erhalten hätten“, schildert Wolfgang Weil seine Erfahrungen. „Man unternimmt vieles gemeinsam, was man alleine nicht unternehmen würde“, ist auch seine Frau Marie-Luise Pott von „Fremde werden Freunde“ überzeugt. Adriana Tatarciuc weiß die Gastfreundschaft und den Kontakt zu schätzen: „Mir ist das Zusammensein mit einer anderen Generation wichtig. Man unterhält sich über andere Themen als mit Gleichaltrigen und erfährt neue Sichtweisen.“

Lan Janet Krause, Vorsitzende des IZ, hofft, dass noch mehr Menschen in der Region Trier diesem Beispiel folgen: „Man übernimmt als Gastgeber keine permanenten Verpflichtungen und kann die gemeinsamen Unternehmungen in Eigenregie planen.“ Die Vermittlung erfolgt unbürokratisch. Gastfreunde können auf einem Fragebogen beispielsweise bei der Muttersprache oder dem Heimatland der Studierenden Präferenzen angeben.

Das erste gemeinsame Treffen wird von einem Mitarbeiter des IZ betreut, anschließend verabreden sich Gaststudierende und Gastgeber in eigener Regie. Auch die Gestaltung der gemeinsamen Treffs bleibt den Beteiligten überlassen – ob man sich nun zum Wandern, zum Essen, zur Führung durch die Stadt oder zum Schiffsausflug trifft. Ergänzend bietet das IZ gemeinsame Aktivitäten wie Stammtische oder Ausflüge an.

Schirmherrin Malu Dreyer wüsste, wohin sie ausländische Studierende in Trier zuerst führen würde: „Ich würde ihnen die Konstantin-Basilika zeigen oder mit ihnen einen Kaffee auf dem Kornmarkt trinken.“

Weitere Informationen unter: www.fremdewerdenfreunde.uni-trier.de; Mail: fremde-werden-freunde@iz-trier.de; Tel. 0651/9963679; Fax 0651/9952774.

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