DB zeigt Bereitschaft für Fernverkehrsverbindung in Trier

Luxemburg - Trier - Düsseldorf könnte wahr werden

Fast zwei Jahre lang gibt es auf der Schiene nun schon keine Fernverkehrsverbindungen mehr aus der Region Trier. Nach langen Bemühungen konkretisieren sich langsam aber sicher die Pläne daran etwas zu ändern.

Trier. „Ab Ende 2014 wird der Großraum Luxemburg/Trier mit unverändert kurzen Reisezeiten, dann aber neu über stündlich durchgehende RE-Züge bis Koblenz und dort direktem ICE-/IC-Anschluss nach Köln und Hamburg weiterhin sehr gut in das Fernverkehrsnetz angebunden sein – zum Teil sogar noch besser als bislang“, so verkaufte die Deutsche Bahn Anfang 2014 ihre Entscheidung den Großraum Luxemburg/Trier komplett vom Fernverkehrsnetz abzukoppeln.

Nun gibt es wieder Bemühungen die abgehängte Region wieder mit der Welt zu verbinden und das nicht nur via Bummelzug. Seit 2 Jahren bemühen sich das Land Rheinland-Pfalz, der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und die luxemburgische Seite um die Wiedereinführung einer umsteigefreien Verbindung zwischen Luxemburg und Trier nach Düsseldorf. In einem Gespräch mit Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende der DB Fernverkehr hat Verkehrsminister Dr. Volker Wissing einen Brief von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und dem von ihr initiierten „Bündnis der Region“ überreicht, welches sich für den Wiederanschluss von Luxemburg und Trier an den Fernverkehr einsetzt.

Bohle erklärte bei dem Gespräch, dass die Deutsche Bahn grundsätzlich bereit sei, „diese Verbindung zu realisieren vorbehaltlich der Klärung noch offener Fragen, zum Beispiel die Fahrbarkeit im hochbelasteten Bahnknoten Köln“. In Kooperation mit der luxemburgischen Staatsbahn CFL soll die Fernverkehrsverbindung auf der Moselstrecke wieder ermöglicht werden, um “ mit Luxemburg, Trier und Düsseldorf drei regionale Zentren wieder umsteigefrei miteinander zu verbinden“, so Dreyer.

Verkehrsminister Wissing habe mit Bohle ein weiteres Gespräch im zweiten Quartal des kommenden Jahres vereinbart, um die Pläne zu konkretisieren. Im Rahmen des Koalitionsvertrages will er für die Landesregierung auch Verbesserungen im Fernverkehr von Koblenz, Mainz, Ludwigshafen und Kaiserslautern aushandeln. Bis am Hauptbahnhof Trier wieder ein InterCity einfährt, werden also noch einige Monate, wenn nicht Jahre ins Land ziehen. Nichtsdestotrotz ein Signal in die richtige Richtung!

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