Deutschland ist auf dem falschen Weg

Sahra Wagenknecht sprach in Trier zur den Positionen der Partei DIE LINKE

Vor genau einer Woche fand der Landesparteitag DIE LINKE. Rheinland-Pfalz in Trier statt. Nach dem Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Trier, Wolfram Leibe, sprach die Gastrednerin und Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Sahra Wagenknecht.

Trier. 5vier.de hat sich für die am 13. März 2016 anstehende Landtagswahl vorgenommen, die Leser und Wähler in Trier und der Großregion zum Thema Parteien, Politik, Wahl, Wähler und damit „Demokratie“ zu informieren.

Fast schon symbolisch zu dem von den Linken in Trier als „Startschuß“ zur Landtagswahl Ende August im Stadtgebiet von Trier aufgehängten Plakat „Erster!“

fand am 28. November 2015 der Landesparteitag DIE LINKE: Rheinland Pfalz in der Metzer Allee 4 statt.

Als perfekte Rednerin für eine klare Positionierung des „Dafür steht DIE LINKE – in Rheinland-Pfalz und bundesweit“ wurde Sahra Wagenknecht empfangen. Am Ende und zusammen mit Katrin Werner, der Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten der Partei, konnte sich 5vier.de nicht verkneifen zu sagen: „Und das alles ohne vorgeschriebene Rede – mein Respekt!“

Katrin Werner (li) und Sahra Wagenknecht (re)

Sahra Wagenknecht scheint geradezu eine prädestinierte Rednerin zu sein, die ihr Wissen und die Positionen der Partei DIE LINKE so vermengt, dass es geradezu packend ist, ihr zuzuhören.

Welcher Partei Sie auch immer angehören, ob Sie sich politisch engagieren, an der Möglichkeit zu Wählen teilnehmen bzw. diese Möglichkeit nicht nutzen: hören Sie einfach Sarah Wagenknecht zu.

Was in Berlin diese Woche mit dem „Kampfeinsatz“ gegen den IS falsch entschieden wurde, hat sie bereits am 28. November 2015 kritisiert. Deshalb auch die hier notierte Überschrift

Deutschland ist auf dem falschen Weg

So formuliert Sahra Wagenknecht: „Die furchtbaren Terroranschläge [in Paris] werden jetzt zum Vorwand genommen auch Deutschland in einen erneuten Krieg zu führen.“

Sie führt ganz konsequent den 11. September 2001 vor. Denn schon vor 14 Jahren wurde begonnen mit Bomben und Waffen den Terror zu bekämpfen. In Afghanistan, im Irak. Und sie stellt die einfache Frage: „Was ist herausgekommen? – Die Zahl der weltweit begangenen Terroranschläge hat sich verzehnfacht“.

Denn wenn Krankenhäuser, Zivilisten, Frauen und Kinder mitbombardiert werden – oder übertragen unsere eigene Familie von „Fremden“ ausgelöscht würde, wären wir als Menschen genauso aufgebracht und würden uns zu einer Gegenreaktion motivieren lassen.

Ihre klare Position „Unter Bombenteppichen gedeiht kein Frieden“ überträgt sie auf den IS, der seine Waffen über die türkische Grenze erhält und seine Finanzen mit dem Ölschmuggel über die türkische Grenze bzw. von Saudi Arabien und Katar bekommt. Doch die europäische Gemeinschaft habe nicht den Mut, sich mit dem türkischen Präsidenten Erdogan anzulegen und ihn aufzufordern, die Grenzen zu schließen. So werden lieber Bomben geworfen, obwohl alles andere bekannt sei.

Wolfram Leibe greift aktuelle Flüchtlingssituation auf

Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe möge 5vier.de verzeihen, dass Sahra Wagenknecht die Hauptaufmerksamkeit in diesem Bericht gailt. (Obwohl dieser als erstes sprach).

Sein Beitrag, der die aktuelle Flüchtlingssituation in Trier aufgriff, die 50 Flüchtlinge die aktuell pro Woche nach Trier kommen und untergebracht werden können, sowie das in der 6. Kalenderwoche des nächsten Jahres erreichtem Maximum an Unterbringungsmöglichkeiten, sei hier vorgestellt:

Dass eine Bewerbung des Karl-Marx-Jahres 2018 von Seiten des Trierer Oberbürgermeisters nicht fehlen durfte, lag an dem politischen Rahmen in welchem er auftrat. Auch gibt ihm die Gegenwart und die Zukunft ihm Recht: Einige Aspekte von Karl Marx sind aktueller denn je.

 

Fotos / Filme: C. Maisenbacher – Foto von dem Plakat „Erster!“: Raphael Wlotzki

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