Die Gladiators werden den White Wings die Flügel stutzen

Die knappen Niederlagen gegen Heidelberg und Jena sind ein Ansporn für die Trierer.

Immer wieder wird von „unglücklichen Niederlagen“ gesprochen. Doch das „Unglück“ war weniger negativ formuliert: Das kleine Quantum Glück, das zum Ende der letzten beiden Spiele fehlte. –  Unser Artikel  zum Finale der Begegnung Gladiators gegen Jena in der Arena Trier hat dies unterstrichen. Denn die Leistung der Gladiators kann sogar mit dem Tabellenplatz-Ersten mithalten (vgl. unsere Liste). Deshalb werden die Gladiators auch mit dem Ziel zu siegen in Hanau antreten

Trier / Hanau. Am kommenden Samstag, dem 14. November 2015 treten die Gladiators Trier ihr fünftes Auswärtsspiel der laufenden ProA-Saison an. Der Gegner dann: Die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau. Nach zuletzt zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende gehen die Moselaner als leichter Favorit in die Partie gegen die Hessen.

Es waren die vielleicht bittersten drei Sekunden der Saison 2015/2016: Beim Heimspiel gegen Science City Jena bekommt die Nummer 34 der Gäste, Wayne Bernard den Ball und trifft den alles entscheidenden Dreier zum 70:72 aus Sicht der Gastgeber. Auch der letzte Wurfversuch von Kevin Smit fand sein Ziel am Ende nicht – die zweite knappe Niederlage in Folge war besiegelt.

Viel Zeit blieb den Spielern von Headcoach Marco Van den Berg jedoch nicht, um die Niederlagen von Freitag (MLP Academics Heidelberg) und Sonntag zu verarbeiten. Denn: Am kommenden Wochenende steht schon das nächste Auswärtsspiel auf dem Plan. Im Duell mit Aufsteiger Hanau soll es nach zuletzt zwei sieglosen Spielen nun wieder Punkte geben.

Trotz der bisher negativen Bilanz von 2:7 aus Sicht des kommenden Gegners, dürfen die Hessen nicht unterschätzt werden: Im Kader der Hanauer findet sich viel Qualität und vor allem Erfahrung wieder.

Allein der Headcoach der Gastgeber hat bereits viel im Basketball erlebt. 2004 wurde Simon Cote mit Frankfurt Deutscher Meister und war außerdem für das NBA-Team Denver Nuggets tätig. Zuletzt coachte er die Shanghai Sharks.

Auch auf dem Parkett hat der Liga-Neuling einiges zu bieten. Mit Till-Joscha Jönke spielt ein bereits BBL-erfahrener Deutscher im Team der Hessen. Der 23-jährige Point Guard kam vom Erstligisten Tübingen, bei dem er letzte Saison insgesamt 31 Spiele bestritt. Zuvor sammelte er bei Ratiopharm Ulm erste BBL-Erfahrungen.

Unterstützt wird er von Kruize Pinkins. Der 22-jährige US-Amerikaner ist der bisher beste Spieler im Tableau der Hessen. In den ersten neun Spielen erzielte er durchschnittlich 12,3 Punkte, 1,3 Assists und holte sich 9,1 Rebounds. Auch er wechselte erst zu Beginn der Spielzeit vom College nach Deutschland.

Auch Pinkins’ Landsmann, Miles Jackson-Cartwright, müssen die Gladiators am Samstag auf dem Zettel haben. Der 23-jährige Point Guard ist vor allem als Assistgeber bärenstark und bereitete in der bisherigen Saison pro Spiel 3,4 Körbe vor.

Trotz der soliden und teilweise starken Aufstellung der Hanauer steht momentan „nur“ Tabellenplatz 14 zu Buche.

Es bleibt abzuwarten, wie die Gladiators Trier die beiden Niederlagen gegen Heidelberg und Jena verkraftet haben. Wenn die Van den Berg-Schützlinge einen ähnlich engagierten Auftritt wie am Sonntag gegen den Tabellenersten zeigen, könnte es ein packendes Basketballspiel werden.

2. Basketball Bundesliga ProA – Männer – Tabelle

  Team

G

S N   Pkt.
1. Science City Jena 9 8 1 660:568 16
2. SC Rasta Vechta 9 7 2 737:609 14
3. VfL Kirchheim 9 6 3 667:599 12
4. Rockets Gotha 9 6 3 679:617 12
5. Hamburg Towers 9 6 3 645:610 12
6. RheinStars Köln 9 5 4 624:639 10
7. Nürnberger BC 9 5 4 630:634 10
8. BV Chemnitz 99 9 5 4 655:587 10
9. Paderborn Baskets 9 5 4 654:629 10
10. Gladiators Trier 9 4 5 638:623 8
11. USC Heidelberg 9 4 5 640:673 8
12. BCM Baunach 9 4 5 577:606 8
13. ETB Baskets Essen 9 3 6 579:619 6
14. Hanau White Wings 9 2 7 579:676 4
15. Giants Leverkusen 9 2 7 590:696 4
16. Dragons Rhöndorf 9 0 9 597:766 0

// Danke an Stefan Kölbel, Pressesprecher der Gladiators Trier

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