Die Kino-Woche: Fluch der Karibik – Wenn der Fluch zum Fluch wird

Vom Box-Office-Hit zur Flop-Garantie...

Wir haben die aufgeräumte Programm-Übersicht für die kommende Kino-Woche. Neustarts, Empfehlungen und was sonst noch so läuft.

Die genauen Spielzeiten der einzelnen Filme gibt’s auf Cinemaxx.de und bei Broadway Trier.

Neustart(s) der Woche:

Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

Als der „Fluch der Karibik“ basierend auf einer alten Disney-Attraktion 2003 in die Kinos kam, prognostizierten viele Experten einen Jahrhundert-Flop. Der Film wurde allerdings zum Superhit und katapultierte Johnny Depp als verschrobenen Piraten Jack Sparrow in die A-Riege Hollywoods, der fortan Traum-Gagen kassieren konnte. 14 Jahre später ist Johnny Depp nicht nur aufgebläht und hochverschuldet, sondern ist auch ein regelrechter Flop-Garant an den Kinokassen.  Angefangen mit dem teuren Disney-Western-Spektakel „The Lone Ranger“ vor 4 Jahren legte der immer noch im Jack-Sparrow-Modus spielende Depp eine heftige Bauchlandung epischen Ausmaßes hin. Auf ein gigantisches Budget von 215  Millionen Dollar kamen 89 Millionen Dollar Einnahmen in den USA. Der darauf folgende Thriller „Transcendence“ ging mit 23 Millionen Dollar an den Kinokassen (Budget: 100 Millionen Dollar) noch heftiger baden. Und auch der Versuch mit einem etablierten Franchise wieder in die Gewinnzone zu kommen, scheiterte letztes Jahr kläglich: „Alice Through the Looking Glass“, die Fortsetzung vom Überhit „Alice in Wonderland“ (der sogar die 1 Milliarde-Dollar-Grenze knacken konnte), spielte dünne 77 Millionen Dollar ein, bei einem Produktionsbudget von 170 Millionen Dollar. Fast schon verzweifelt wirkt da der Versuch diese Woche wieder mit dem „Fluch der Karibik“ an den Start zu gehen, in dem Charakter-Gesicht Javier Bardem als untoter Piratenkapitän Salazar Jack Sparrow und seiner Crew das Leben schwer macht. Ob die schon im Trailer aufgewärmt wirkende Effektschlacht auf der großen Leinwand überzeugen kann, könnt ihr ab morgen live und in Farbe (und in 3D) überprüfen…

 

Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde

Bisher sind Reboots eher ein Zeichen für Hollywoods Ideenlosigkeit, aber auch in Deutschland kommt die Filmindustrie langsam auf den Geschmack des Aufwärmens bereits abgedrehter Stoffe. Den Anfang macht nun das Reboot der „Hanni & Nanni“-Verfilmungen, dass nochmal mit neuer Besetzung quasi bei Null startet. Die beiden beliebten Zwillinge müssen im general-überholten Franchise gegen ihren Willen ins Internat und richten da erstmal jede Menge Chaos an…

Weiterhin im Cinemaxx im Programm:

 

Kopfkino im Broadway

Während es im Cinemaxx immer gerne laut wird, gibt es im Broadway Trier auch leisere Töne zu hören…

Churchill

Juni im Jahr 1944: Die alliierten Truppen stehen bereit, um Europa von den Nazis zu befreien. Doch an Winston Churchills zwiespältiger Haltung droht der als vernichtender Schlag geplante Großangriff am Ende eventuell zu scheitern. Weit entfernt davon ein heldenhafter Stratege zu sein, hadert der depressive Staatsmann mit den Optionen, seine Truppen in ein potenzielles Gemetzel zu schicken oder als der Mann in die Geschichte einzugehen, der durch sein Zögern ein weit größeres Blutbad verschuldet hat. Und seine politischen Gegner warten nur auf einen Fehler, um ihn zu vernichten…

Des Weiteren laufen:

  • Alien Covenant
  • Boss Baby
  • Conni & Co 2 – Das Geheimnis des T-Rex
  • Churchill (OV)
  • Der junge Karl Marx
  • Die andere Seite der Hoffnung
  • Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf
  • Ein Dorf sieht schwarz
  • Guardians of the Galaxy
  • Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde
  • Ich. Du. Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft
  • Jahrhundertfrauen
  • Jahrhundertfrauen (OmU)
  • King Arthur: Legend of the Sword (OV)
  • King Arthur: Legend of the Sword
  • Sieben Minuten nach Mitternacht (OV)  (unsere Review: Filmkritik – Sieben Minuten nach Mitternacht)
  • Überflieger: Kleine Vögel – Grosses Geklapper

 

Und was läuft an der Uni? Cineasta!

Neben dem Standard-Programm gibt’s an dieser Stelle auch einen Hinweis auf das wöchentliche Kinoprogramm des cineasta an der Universität Trier, wo zweimal wöchentlich (Dienstag und Mittwoch) Filme verschiedenster Genres und Epochen gezeigt werden.

Dienstag, 30.5.2017


April und die aussergewöhnliche Welt

Am Dienstag, den 30. Mai 2017 zeigt der CineAsta das einzigartige Animations-Abenteuer „April und die aussergewöhnliche Welt“ in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln wie gewohnt im Hörsaal 3 um 20 Uhr.

Wie sähe die Welt wohl ohne Elektrizität aus, wenn wir immer noch im Zeitalter der Dampfkraft stecken würden? „April und die außergewöhnliche Welt“ spielt im Europa der 1930er Jahre mit genau dieser Prämisse. Die Wälder sind abgeholzt und das französische Reich plant einen Krieg mit Kanada, um an neue Brennstoffvorräte zu kommen. Zur gleichen Zeit forschen die Eltern der kleinen April Franklin zusammen mit ihrem Großvater an einem Elixier für das ewigen Leben. Doch das steht unter schwerer Strafe und bei dem Versuch vor der Polizei zu fliehen, Verschwinden Aprils Eltern sowie ihr Großvater spurlos, während sie mit ihrem sprechendem Kater Darwin entkommen kann. Die kreativen Köpfe hinter dem Projekt zeichneten sich bereits für „Persepolis“ verantwortlich. Mit viel Witz, glaubwürdigen und sympathischen Figuren sowie einer Menge spannender Actionszenen, erzählt der Film eine liebenswürdige Geschichte über Familie, Freundschaft und die Bedeutung von Wissenschaft.

Im Vorfeld wird der Kurzfilm „Delivery“ gezeigt.

Mittwoch, 31.5.2017

The Fall

Am Mittwoch, den 31. Mai 2017 geht es weiter mit dem visuell ungemein beeindruckenden „The Fall“, der ab 20 Uhr im Hörsaal 3 gezeigt wird.

In einem Spital in Los Angeles zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Alexandria (Catinca Untaru), ein Mädchen mit gebrochenem Arm, hört faszinierenden Abenteuern zu, die ihr der gelähmte Stuntman Roy (Lee Pace) erzählt. Die Rollen in den Abenteuern spielen das Mädchen und das Spitalpersonal, zusammen mit einem italienischen Bombenleger, einem afrikanischen Sklaven, einem bärtigen Inder, dem Wissenschaftler Charles Darwin sowie dessen Äffchen Wallace. Alle Abenteurer verbindet das Ziel, Rache an dem bösen Gouverneur Odious zu nehmen. Zusammen versuchen sie, die schöne Evelyn zu befreien. Alexandria ahnt dabei nicht, dass Roys blumige Erzählung nicht bloß als Zeitvertreib für ihren Aufenthalt im Spital dient. Dahinter verbirgt sich der perfide Zweck des Erzählers. Doch Roy merkt zu Beginn nicht, dass das Schicksal seiner kleinen Zuhörererin vom Fortgang der Erzählung abhängt.

Im Vorfeld wird der Kurzfilm „Stempede“ gezeigt.

 

Titelfoto: ©Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved

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