2:1-Sieg beim SSV Ulm beschert Eintracht Trier die Tabellenspitze

Regionalliga Südwest: SSV Ulm gegen Eintracht Trier

Von Florian Schlecht (Text) und Anna Lena Grasmück (Fotos)

Jubeltag für Eintracht Trier: Durch einen 2:1-Erfolg beim SSV Ulm hat der Fußball-Regionalligist die Tabellenführung übernommen. Marco Quotschalla und Sylvano Comvalius erzielten die frühen Tore, ehe am Ende noch gezittert werden musste.

SSV Ulm - Eintracht Trier
Die Fans von Eintracht Trier feierten die Tabellenführung.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey.“ Um 15.49 Uhr mussten sich die Fans von Eintracht Trier nicht mehr zügeln, sondern durften laut in den fröhlichen Chor einstimmen. Durch einen 2:1-Erfolg beim SSV Ulm eroberten die Moselstädter die Tabellenführung in der Regionalliga Südwest und reisen in der kommenden Woche mit einer komfortablen Ausgangsposition zum Gipfeltreffen bei der Reserve des FSV Mainz 05 II. Den begehrten „Platz an der Sonne“ darf Trier erstmals seit dem 4. September 2011 genießen, als ein 3:1-Sieg bei Fortuna Köln den Weg nach ganz oben ebnete. „Wir sind alle sehr glücklich. Das ist eine schöne und angenehme Situation“, freute sich Trainer Roland Seitz.

Diesmal war es ein souveräner Auftritt in Ulm, der Trier an die Spitze beförderte, auch wenn am Ende noch unnötig gezittert wurde. Die Mannschaft  bestimmte das Tempo, spielte in der ersten halben Stunde traumhafte Angriffe aus und erzielte die entscheidenden Treffer. Und das, obwohl die erfolgreiche Anfangsformation der vergangenen vier Spiele alleine auf drei Positionen in der Defensive umgebaut werden musste. Michael Dingels und Matthias Cuntz fehlten gelbgesperrt, Steven Kröner musste kurzfristig passen. Der Einsatz des Vize-Kapitäns war nach einem Schlag auf die Wade ohnehin fraglich, nach dem Abschlusstraining winkte er dann ab. So begann Torge Hollmann in der Innenverteidigung, während vor der Abwehr mit Christopher Spang und Fahrudin Kuduzovic ein völlig neues Gespann begann, das jedoch eine abgeklärte Vorstellung bot.

Quotschalla und Comvalius legen früh vor

SSV Ulm - Eintracht Trier - ArtikelbildEin Thema waren die Umstellungen auch schon nach 90 Sekunden nicht mehr. Trier startete im Stile einer Spitzenmannschaft, legte los wie die Feuerwehr und ging früh in Führung. Nach einem abgewehrten Eckball von Alon Abelski zog Marco Quotschalla vom Strafraumeck ab und traf zum 0:1 (2.). Der Treffer weckte den Hunger auf mehr Tore. Sylvano Comvalius scheiterte aus kurzer Distanz an Torwart Holger Betz (3.), Quotschalla verpasste knapp eine Hereingabe von Fabian Zittlau, die am Tor vorbei trudelte (9.).

Belohnt wurde der Einbahnstraßen-Fußball dann aber doch, als Comvalius einen feinen Pass von Alon Abelski durch die Beine von Betz spitzelte zum 0:2 (11.). Der Niederländer feierte seinen sechsten Saisontreffer vor der Fankurve – und von dort gab es bereits die ersten „Spitzenreiter“-Gesänge von den Anhängern. Ihre Mannschaft präsentierte sich entsprechend und bot ansprechende Kombinationen. Abelski legte mit der Hacke ab auf Lars Bender, der flankte auf Comvalius, doch der Angreifer verpasste seinen Doppelpack (20.). Was Trier vorzuwerfen war: die Chancenverwertung. Bereits zur Halbzeit hätte das Seitz-Team deutlich höher führen müssen.

So durfte Ulm erstmals vor und dann auch nach der Pause noch Hoffnung schöpfen, obwohl das Geschehen lange Zeit eine einseitige Angelegenheit war. Erst donnerte Florian Treske das Leder nur an die Latte, nachdem er Fouad Brighache überlaufen hatte (43.), dann zielte Ugur Kiral nach einem Sololauf vorbei (46.). Spannend wurde es dann tatsächlich in der Schlussphase, als Florian Treske zum 1:2 traf (83.). Die Tabellenführung geriet aber nicht mehr ins Wackeln, Chris Keilmann hielt den letzten langen Freistoß sicher in den Armen, danach köpfte Trkulja weit vorbei – und Trier hatte den Sieg über die Zeit gerettet.

„Ich kann nur den Hut davor ziehen, wie die Jungs angesichts von drei Ausfällen in der Achse in den ersten 30 Minuten aufgetreten sind. Den Sieg haben wir uns so verdient, auch wenn es zum Ende hin noch mal eng geworden ist“, befand Trainer Seitz.

Statistik und Noten

SSV Ulm 1846 – Eintracht Trier 1:2 (0:2)

Ulm: Betz – Ludmann, Reichert, Reith, Olow – Bachl-Staudinger (46. Trkulja), Gavric – Rodriguez Garcia (76. Sohm,), Kiral, Gebert (62. Kuengienda) – Treske.

Trier: Keilmann (3,5) – Brighache (2,5), Hollmann (3), Buchner (3), Zittlau (2,5) – Spang (3), Kuduzovic (4) – Bender (3,5, ab 62. Konrad), Abelski (3), Quotschalla (2,5) – Comvalius (3, ab 65. Touré).

Schiedsrichter: Dominik Bartsch (Wertheim-Urphar).

Tore: 0:1 Quotschalla (2.), 0:2 Comvalius (11.), 1:2 Treske (83.).

SSV Ulm - Eintracht Trier

Zuschauer: 947.

Spieler des Spiels: Marco Quotschalla.

Der Flügelspieler erzielte die frühe Führung, leistete ein enormes Laufpensum und ging im engen zweiten Durchgang in kämpferischer Hinsicht voran.

 

Die Bilder zum Spiel

Stichworte:

Kommentare (1)

Antworten | Trackback URL | RSS

  1. Trier Altstar sagt:

    Glückwunsch zur Tabellenführung! Einfach eine tolle Momentaufnahme. Man kan sich da nix für kaufen aber die tolle Arbeit von Mannschaft, Trainer und Vorstand muss man an der Stelle mal loben. Weiter so!

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln