SVE: Revanche nehmen für Hinspielniederlage gegen Elversberg

Von der Eintracht berichtet
Andreas Maldener

Teil zwei der Derby-Wochen bei Fußball-Regionalligist Eintracht Trier. Nach dem 3:0-Auswärtssieg beim FC 08 Homburg am vergangenen Wochenende trifft die Mannschaft von Trainer Roland Seitz am Samstag um 14 Uhr im Trierer Moselstadion auf die SV 07 Elversberg. Trainer und Mannschaft wollen gegen die Saarländern Revanche nehmen für die 0:2-Niederlage im Hinspiel an der Kaiserlinde, die für den SVE gleichzeitig den Verlust der Tabellenspitze bedeutete. Aller Voraussicht nach wird es im Vergleich zum letzten Spieltag keine Änderungen in der Startformation geben.

Zur Sache ging es bereits im Hinspiel, das Eintracht Trier mit 0:2 verlor. Hier wird Cataldo Cozza bedrängt. Foto: Anna Lena Bauer.

„Wir wollen Revanche nehmen für das Hinspiel in Elversberg, weil die Niederlage damals sehr weh getan hat und uns dazu noch die Tabellenführung gekostet hat.“ Die Aussage von Eintracht-Trainer Roland Seitz vor der zweiten Episode der „Saarland-Spiele“ am Samstag um 14 Uhr im Trierer Moselstadion gegen die SV 07 Elversberg fällt klar und deutlich aus. In der Hinrunde, exakt am 13. November 2010, unterlagen die Moselstädter im Saarland nach zuvor vier siegreichen Spielen in Folge 0:2, die Tabellenführung, sie war dahin. Seit dieser Niederlage kämpfte sich der SVE zwar wieder zurück an die Tabellenspitze, doch Konkurrent Preußen Münster behielt insbesondere in der Rückrunde die Nerven und konnte sich mehr und mehr absetzen. Nicht umsonst haben die Münsteraner bereits heute gegen Borussia Mönchengladbach II die Chance, den Aufstieg in die Dritte Fußball-Bundesliga perfekt zu machen. Mit dabei sein sollen im Preußenstadion bis zu 18.000 Zuschauer. Eine für die Regionalliga West sensationelle Zahl. Eintracht Trier wird sich im Heimspiel gegen Elversberg wohl mit rund 2000 Zuschauern zufrieden geben müssen. Dennoch hat die Mannschaft vor allem am vergangenen Wochenende beim souveränen 3:0-Auswärtssieg beim FC 08 Homburg bewiesen, dass man die bis dato hervorragende Saison keinesfalls herschenken wird. „Daran, dass die Mannschaft Charakter hat, bestehen keinerlei Zweifel, denn wir stehen trotz einiger Rückschläge auf Platz zwei der Tabelle“, bescheinigt auch Übungsleiter Seitz seiner Mannschaft. Wegen der starken Vorstellung im Homburger Waldstadion wird der Oberpfälzer in Diensten von Eintracht Trier wohl auch gegen Elversberg auf die gleiche Startaufstellung zurückgreifen. Nicht dabei sein können werden auf alle Fälle Stefan Kohler (Muskelfaserriss) und Fabian Zittlau (Schienbeinprellung).

Ein großes Thema im Umfeld des Vereins und auch bei den Anhängern der Eintracht war in dieser Woche die Neuterminierung des Finalspiels im Bitburger-Rheinlandpokal. Statt wie gewohnt am 1. Juni wird das Endspiel zwischen Eintracht Trier und Drittligist TuS Koblenz nun bereits am 25. Mai ausgetragen. Zur Freude vieler Trierer Anhänger dazu noch im Moselstadion. Darauf einigten sich Vertreter beider Vereine sowie Verbandsfunktionäre am Mittwoch. Nach einer Platzbegehung im Mayener Nettetalstadion, das ebenfalls als Austragungsort angedacht war, war allen Parteien bewusst, dass aus Sicherheitsgründen nur das Moselstadion bzw. das Stadion Oberwerth in Koblenz in Frage kommen könnten. Da das Koblenzer Stadion jedoch unmittelbar nach Saisonende der Dritten Liga wegen Bauarbeiten gesperrt werden muss, blieb letzten Endes nur noch Trier als Spielort über. Um der TuS entgegenzukommen, wurde das Finale deswegen auch auf den 25. Mai vorgezogen. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entscheidung, vor allem weil die lange Fahrt nach Verl uns dann im Finale nicht in den Beinen steckt“, reagierte Seitz auf die Beschlussfassung des Fußballverbandes Rheinland. Der Trainer sieht für beide Seiten Vorteile:“Koblenz muss eine Woche weniger warten, ehe es in die Sommerpause geht, wir hingegen haben ein Heimspiel und unsere Fans im Rücken.“ Auch und gerade wegen dieser Vorverlegung wird das Trainergespann die beiden kommenden Spiele gegen Elversberg am Samstag und in Mönchengladbach (13.05.) nutzen, um mit der bestmöglichen Aufstellung die nötige Routine zu bekommen, um am 25. Mai den Drittligisten knacken zu können.

Freistoß-Spezialist Alban Meha wird Roland Seitz und Eintracht Trier wohl zum Saisonende verlassen. Die Angebote aus Liga zwei und drei häufen sich. Foto: Maldener

Die zweite erfreuliche Nachricht kam dann am Donnerstag aus der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main: Eintracht Trier wurde – wenn auch unter Auflagen – die Lizenz für die kommende Regionalliga-Saison erteilt. „Wegen der Auflagen mache ich mir keine Sorgen, wir wussten ja auch schon vorher, dass wir Einsparungen vornehmen müssen“, kommentiert Trainer Seitz. Keine neuen Nachrichten konnte der Coach hingegen in Sachen Vertragsverlängerungen vermelden. Winter-Neuzugang Fahrudin Kuduzovic hat zwar bereits vermeldet, dass sein Verbleib an der Mosel so gut wie in trockenen Tüchern sei, doch bis zu endgültigen Unterzeichnung des Kontrakts will Seitz sich bedeckt halten. Klarer wurden die Aussagen dann bezüglich eines sich anbahnenden Wechsels von Mittelfeldmotor Alban Meha. „Der Verein und der Trainer müssen davon ausgehen, dass Alban Meha den Verein verlassen wird“, so Seitz. Zu vielfältig seien die Angebote, die sich dem Kosovaren sowohl aus Liga zwei als auch Liga drei bieten. Auch morgen beim Spiel gegen Elversberg werden wieder einige Scouts der Bundesligaclubs nach Trier reisen, um den Freistoßspezialisten unter die Lupe zu nehmen. Einen Wechsel würde Seitz, der Meha im Sommer von seinem ehemaligen Verein SSV Reutlingen an die Mosel holte, seinem Schützling nicht verübeln:“Er hat dem Verein und auch der Mannschaft in dieser Saison schon unheimlich viel zurückgegeben, dass ein Wechsel ein ganz normaler Gang wäre.“ Ebenfalls klar äußerste sich Seitz bezüglich einiger Gerüchte, die sich im Laufe der Woche um den Noch-Homburger Sahr Senesie im Eintracht-Umfeld häuften:“Sahr Senesie ist kein Thema für uns.“

Voraussichtliche Aufstellung: Poggenborg – Drescher, Hollmann, Cinar, Cozza – Meha, Karikari, Kuduzovic, Kraus – Kulabas, Mössner

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Kommentare (2)

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  1. Karl-Heinz Mueller sagt:

    Liebe Trierer.
    Nur 1400 Zuschauer bei Trier gegen Elversberg.
    Wir sind alle so stolz auf unsere schöne Stadt,zu Recht.
    Warum nicht auch auf unsere Eintracht.
    Fahre zu jedem Heimspiel 500 Km sowie auch zu den Ausswärtsspielen mache das gerne und mit Freude.
    Weil mir sonst was fehlen würde.
    Hoffe das in Zukunft wieder ein paar tausend unser schöne Hymne singen und die 05er sich in unsere Herzen spielen.
    Viele Gruesse aus Köln.
    Für mich geddet nur Eintracht Trier.

  2. Phil sagt:

    Hoffe die Jungs gewinnen. Aber wenn ich lese das die Eintracht wieder nur um die 2000 Zuschauer hat,dann verstehe ich die Trierer nicht! Letztes Jahr sind wir abgestiegen und dieses Jahr sind wir auf Platz zwei. Aber das reicht Trier anscheinend nicht. Der TV sprach von der „Goldenen Ananas“…was soll das? Die Mannschaft und deer Verein haben echt gut gearbeitet und ich finde es wäre nur Fair wenn man den Verein wieder unterstützen würde.

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