Eintracht Trier: Trainingsauftakt – Younga-Mouhani Testspieler – VIDEO

Von der Eintracht berichtet
Andreas Maldener (Text)

Trainingsauftakt bei Fußball-Regionalligist Eintracht Trier! Am Montag startete die Mannschaft von Trainer Roland Seitz um 15 Uhr mit einer zweistündigen Einheit in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. Doch neben den beiden Neuzugängen Holger Knartz und Chhunly Pagenburg bekamen die gut 70 Zaungäste keine unbekannten Gesichter zu sehen. Dafür werden morgen gleich sieben Testspieler zu Gast an der Mosel sein. Neben dem ehemaligen Bundesligaspieler Macchambes Younga-Mouhani wird auch Sebastian Förg ab morgen in Trier seine Visitenkarte abgeben.

Um 15:15 Uhr verließen mit Fahrudin Kuduzovic und Andreas Lengsfeld die ersten beiden Kicker von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier den Kabinentrakt des altehrwürdigen Backsteinhauses am Moselstadion, um das satte, frisch gestutzte Grün der Trainingsplätze zum ersten Mal nach der Sommerpause zu betreten. Insgesamt 17 Spieler fanden sich letzten Endes unter den Augen der rund 70 Zaungäste auf dem Spielfeld ein, um nach Wochen des Urlaubs und der wohlverdienten Freizeit die ersten Instruktionen von Übungsleiter Roland Seitz in Empfang zu nehmen. Mit dabei waren auch die ersten beiden Neuzugänge: Holger Knartz (kam vom TSV 1860 München II) und Chhunly Pagenburg, der zuvor bei Rot-Weiß Erfurt unter Vertrag stand.

Für den 24-jährigen Pagenburg war die heutige Trainingseinheit eine besondere. „Für mich geht eine Leidenszeit zu Ende, ich bin froh jetzt wieder schmerzfrei trainieren zu können und eine komplette Vorbereitung zu absolvieren“, freute sich der gebürtige Nürnberger nach der schweißtreibenden zweistündigen Einheit bei Temperaturen weit über der 30-Grad-Celsius-Marke. Doch selbst diese rekordverdächtigen Werte auf dem Thermometer hinderten den Trierer Neuzugang nicht daran, in jeder Minute auf dem Feld Spaß und Freude zu verbreiten. Dieser Spielspaß ist jedoch begründet, wenn man sich die Krankenakte des Chhunly Pagenburg ansieht: Nach seinem Wechsel zu Drittligist Rot-Weiß Erfurt wurde der 24-jährige Stürmer von einem Knorpelschaden in der Hüfte einhergehend mit einer komplizierten Entzündung im Beckenbereich heimgesucht. Da die Ursachenforschung andauerte, musste Pagenburg beinahe ein ganzes Jahr auf Fußball verzichten. In der abgelaufenen Saison 2010/2011 brachte er es deswegen lediglich auf vier Einsätze bei der Zweitvertretung von RWE in der Oberliga NOFV-Süd. Doch nach dieser langen Zeit der Abstinenz fühlt sich der „Neuling“ an der Mosel wieder in einer guten Verfassung:“Ich gehe davon aus, dass ich alle Übungen mitmachen kann und schmerzfrei bleiben werde.“ Dass Pagenburg in der Mannschaft bereits jetzt schon gut integriert zu sein scheint, hat ebenfalls seine Gründe. „Während meiner Zeit beim 1. FC Nürnberg habe ich bereits eineinhalb Jahre mit Ahmet Kulabas in der zweiten Mannschaft gespielt, wir verstehen uns gut“, berichtet er. Und auch vom Rest der Mannschaft scheint der 24-jährige einen guten Eindruck zu haben:“Es ist eine ordentliche Truppe, mit der wir an die Leistung der vergangenen Saison anknüpfen wollen.“

Selbstverständlich waren die Kiebitze beim Auftakttraining der Eintracht nicht nur wegen der beiden Neuzugänge erschienen. Und auch nicht wegen des Trainings an sich, denn auf dem Programm standen nach einem lockeren Warmlaufen und einer Stretching-Einheit lediglich drei Halbzeiten à 15 Minuten auf verengten Platzverhältnissen. Die 70 Zaungäste waren vielmehr erschienen, um einen ersten Blick auf weitere mögliche Neuzugänge und Testspieler zu erhaschen. Doch zumindest in dieser Hinsicht wurden viele enttäuscht, denn unter den 17 Traininsgteilnehmern fand sich kein einziger Testspieler. „Wir haben zur ersten Einheit bewusst keine Testspieler eingeladen, da der Trainer auch eine längere Ansprache halten wollte und wir die Testspieler deswegen noch nicht brauchten, weil wir erst morgen richtig mit dem Training einsteigen werden“, erklärt Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi die Gründe. Doch bereits heute ließ sich Wilhelmi zumindest zwei der sechs oder sieben Namen entlocken, die ab morgen dem Trainingsbetrieb der Eintracht beiwohnen werden: Macchambes Younga-Mouhani und Sebastian Förg. Der 35-jährige Younga-Mouhani spielte bereits bei Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga, zuletzt stand der Mittelfeldspieler bei Union Berlin unter Vertrag. Sebastian Förg hingegen wird nicht wie die übrigen Testspieler nur einige Tage in Trier bleiben, sondern die komplette Vorbereitung zusammen mit dem Regionalliga-Kader bestreiten. Der 22-jährige galt lange als eines der größten Talente, das die Großregion je hervorgebracht hatte und war bereits in Trier und beim SV Mehring aktiv. Studienbedingt zog es Förg jedoch für ein Jahr nach England.

Unter den übrigen Testspielern werden weiterhin – soviel gab Wilhelmi Preis – zwei ehemalige Spieler von Dritligist Rot-Weiß Erfurt und damit auch ehemalige Kollegen von Neuzugang Chhunly Pagenburg sein. „Es kommen einige Spieler, die der Trainer und wir sehen wollen, aber auch solche Spieler, die sich bei uns umschauen möchten“, erklärt Wilhelmi die Phalanx an Testspielern, die sich morgen auf den Weg zum Moselstadion machen wird.

Kein Thema bei der Eintracht ist hingegen Roland Benschneider, der bereits zu Zweitligazeiten in Trier spielte und nun erneut ins Gespräch gebracht wurde. „Roland Benschneider ist für uns kein Thema, wir suchen einen Innenverteidiger und das ist nicht Rolands angestammte Position“, versicherte Wilhelmi, dass man den ehemaligen Trierer nicht zu einem Probetraining eingeladen habe. Ziel soll es laut dem Vorstandssprecher vielmehr sein, „wenn möglich bereits zum DFB-Pokal-Spiel gegen den FC St. Pauli unseren Kader mit 20 Spielern komplett beisammen zu haben.“

Die Stimmen zum Trainingsauftakt (Video)

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