Freizeit: Revolution auf südamerikanisch – Theatervorstellung in der Innenstadt

Am 28. September bringt die Theatergruppe Kreuz & Quer Augusto Boals „Revolution auf südamerikanisch“ um 21.00 Uhr in der VHS am Dom auf die Bühne. Am Tag darauf wird das Stück als Straßentheater ab 13.00 Uhr in der Brotstraße, Ecke Jesuitenstraße, zum Aktionstag „umFAIRteilen“ aufgeführt. Das Stück ist eine Auskopplung aus dem Gesamtprojekt „Flucht. Eine Reise, die nie zu Ende geht.“, welches Ende Januar 2013 im Priesterseminar Premiere feiert. Der Eintritt ist für beide Aufführungen frei.

Die Theatergruppe Kreuz & Quer wurde im Jahr 2004 in einer Trierer Kneipe von fünf Theologen und einer Pädagogin gegründet. Allerdings konnte man sich damals nicht für einen Namen entscheiden, dieser wurde erst später festgelegt. Glücklicherweise war man schnell dazu in der Lage einen Raum, ein Stück und die Besetzung zu finden. Gemeinsam führten sie ihr erstes Stück „Unsere kleine Stadt“, von Thornton Wilders, im Jahr 2005 auf und machten sich somit einen Namen in Trier. Weitere Projekte folgten. Einzelheiten dazu findet Ihr auf der Webseite www.kreuzundquer-trier.de. Die Theatergruppe der Trierer Uni ist ständig auf der Suche nach Schauspielern für neue Projekte, wer also Interesse hat, kann sich gerne an die Verantwortlichen wenden.

Aktuell ist die Theatergruppe mit ihrer Auskopplung „Revolution auf südamerikanisch“ aus dem Gesamtprojekt „Flucht. Eine Reise, die nie zu Ende geht.“ beschäftigt. Am Freitag, 28. September (21 Uhr), und am darauf folgenden Samstag (13 Uhr) können Interessierte sich das Stück in der Trierer Innenstadt ansehen.

Zum Inhalt: José da Silva ist ein armer Arbeiter in den 60er Jahren in Brasilien, ganz unten auf der sozialen Leiter. Er will einfach nur nach der Arbeit etwas zu Essen haben. Hilfe vom Arbeitgeber, aus der Wirtschaft, der Politik oder der Justiz? – Pustekuchen! Als sein gefräßiger Arbeitskollege eine Revolution anzetteln will, schließt er sich an, weil er endlich etwas zu Essen haben will. Aber es ist keine Revolution des vollen Magens, sondern eine Revolution der moralischen Werte.

„Revolution auf südamerikanisch“ ist die Geschichte des kleinen Mannes aus dem Volk, der sich von Hunger und Alltagstristesse gebeutelt unversehens in einer Revolution wiederfindet. Gemeinsam mit seinem Kollegen Zequinha tritt er einen aufreibenden Marsch durch die Institutionen an und wird zum Spielball von Politik, Wirtschaft und der Pflicht zur Wahl zu gehen. Augusto Boals 1960 erschienenes Drama „Revolution auf südamerikanisch“ zählt zu seinen bekannteren Werken. Der brasilianische Regisseur, Theatertheoretiker und -pädagoge zeichnet in diesem Stück eine Karikatur der Verhältnisse in seinem Heimatland.

 

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