Der große Bezirksliga-Check – Teil 4

Von Torsten Franken

Ein souveräner Spitzenreiter, ein Team auf der Überholspur und zwei Überraschungsmannschaften bilden nach der Hinrunde die Spitzengruppe der Bezirksliga. Der vierte Teil des Bezirksliga-Checks.

Osburg sammelt neue Kraft (Foto: Torsten Franken)

SG Osburg

Lange Zeit war die SG Osburg erster Verfolger des Herbstmeisters aus Wittlich und daher auch die Überraschungsmannschaft der Hinrunde. Als sich die Winterpause näherte, ging der Elf von Trainer Dieter Lauterbach allerdings ein wenig die Luft aus. Umso besser, dass man sich jetzt wieder sammeln und nach der Winterpause neu angreifen kann. „Wir sind insgesamt zufrieden mit der Hinrunde, auch wenn nach dem wirklich sehr guten Start leider ein Durchhänger kam“, bilanziert Lauterbach. Erklärtes Ziel für die Rückrunde ist daher den schlechten Hinrundenausklang vergessen zu machen. „Wir wollen wieder in die Erfolgsspur zurück und unsere Spielweise verbessern. Ein Platz im oberen Drittel am Ende der Saison wäre eine tolle Sache“, meint Lauterbach. Mit Dennis Berg kommt von der SG Riol ein Spieler, den Osburg schon in der letzten Wechselperiode holen wollte. Damals scheiterte der Transfer an einer Verletzung. Zudem haben einige Spieler im Probetraining ihre Visitenkarte abgegeben. „Wir haben einige Kontakte geknüpft. Mal sehen, ob sich da was ergibt“, so Lauterbach, der sich darüber hinaus über die Rückkehr von Kevin Drees (Kreuzbandriss) freut: „Von ihm erwarte ich mir noch eine Qualitätssteigerung des Kaders.“

SG Landscheid

Mit dem Aufsteiger aus Landscheid steht ein weiteres Team in der Spitzengruppe der Bezirksliga, das wohl nur die wenigsten dort erwartet hätten. Trotz des guten Tabellenplatzes lässt man sich nicht blenden und backt weiterhin kleine Brötchen. „Einzig der Punktabstand zum rettenden zwölften Platz ist der Maßstab. Unser Ziel ist der Klassenerhalt, daran hat sich nichts geändert“, erklärt Landscheids Pressesprecher Norbert Heinz. Trumpf des Neulings ist vor allem die Offensive. Landscheid hat die drittmeisten Tore erzielt; nur Mehring II und Wittlich trafen häufiger. Toptorjäger Tim Reuland steht mit zwölf Toren auf dem zweiten Platz der Torjägerliste und wurde zuletzt von den Bezirksligatrainer in die Elf der Hinrunde gewählt, genau wie Philipp Mies, der die Abwehr zusammenhält. Dennoch sieht man die Stärke eher woanders: „Natürlich verfügen wir auch über einige herausragende Einzelspieler. Diese Spieler haben aber verinnerlicht, dass sie nur auf der Basis einer guten Mannschaftsleistung die entscheidenden Aktionen setzen können“, erklärt Heinz. In der Vorbereitung auf die Rückrunde kann Landscheid auf drei neue Spieler zurückgreifen. Manuel Back kommt vom Ligakonkurrenten SG Laufeld. Zudem steigen die beiden A-Jugendlichen Matthias Weiskopf und Manuel Schiffer in den Kader der Bezirksligamannschaft auf.

SV Mehring II

Mehring mit Christian Alt will Wittlich ärgern (Foto: Sebastian Schwarz)

Zunächst stotterte der Motor in Mehring noch, dann setzte man zum Überholen an. Mitte Oktober dümpelte man nach einem schwachen Saisonstart noch im Mittelfeld der Liga auf dem zehnten Tabellenplatz. Dann folgten in acht Spielen eine unglaubliche Ausbeute von 20 von 24 möglichen Punkten und der Sprung bis auf den zweiten Rang der Bezirksliga. „Besser kann es momentan nicht laufen“, meint daher auch Mehrings Trainer Jörg Roos, dessen Ziel es ist, oben dran zu bleiben und Tabellenführer Wittlich so lange wie möglich zu ärgern. Personell hat sich in Mehring nahezu nichts getan. Kein Spieler hat den Verein verlassen. Einen externen Zugang gibt es auch nicht. Dafür stößt Michael Fleck aus dem Oberliga-Team in den Bezirksliga-Kader hinzu. Eine Sorge gibt es dann doch in Mehring: Patrick Jäckels hat sich verletzt, eine Diagnose steht noch aus. Der erste Verdacht ist eine Kreuzbandzerrung. „Wenn Patrick länger ausfällt, wäre das schon nicht so einfach zu verkraften“, sagt Roos.

SG Wittlich

Bisher lief Wittlich allen davon (Foto: Torsten Franken)

„Wir haben unser erstes Teilziel erreicht.“ So bilanziert Wittlichs Trainer Frank Meeth die Herbstmeisterschaft nach einer nahezu perfekten Hinrunde. In 17 Spielen gab es nur 13 Gegentore. Dazu hat man die zweitbeste Offensive der Liga. Am vierten Spieltag hat man die Tabellenführung übernommen und seither nicht mehr hergegeben. Erst am letzten Spieltag der Hinrunde setzte es die erste und bislang einzige Niederlage (1:2 in Konz). Klar, dass am Ende der Saison der Aufstieg in die Rheinlandliga stehen soll. Dazu hat man in der Offensive noch nachgerüstet. Nicolas Hubo folgt seinem Bruder Manuel. Zudem kommt Mark Beitzel von der SG Traben-Trarbach zum Tabellenführer. „Ich kenne ihn schon seit der A-Jugend in Salmrohr. Er ist sicherlich eine gute Alternative als Stoßstürmer“, meint Meeth. Fast hätte es sogar noch die Rückkehr von Sven Kohlei gegeben, doch am Ende blieb dieser doch in Mehring. „Für Sven wäre die Tür offen gewesen, falls er in Mehring ebenfalls aussortiert worden wäre“, sagt Meeth. Doch auch ohne Kohlei sollte die Entscheidung über den Aufstieg nur über die SG Wittlich gehen.

 

Hier geht es zu Teil 1 des Bezirksliga-Checks mit Konz, Großkampen, Auw, Oberweis und Laufeld.

Hier geht es zu Teil 2 des Bezirksligachecks mit Krettnach, Zell, Föhren und Leiwen.

Hier geht es zu Teil 3 des Bezirkligachecks mit Dörbach, Ralingen, Ruwertal und Irsch.

 

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