Heißes Gummi, Gestank und Brandstiftung

Asylbegehrende wurden in Gefahr gebracht

Eine Gummifußmatte und ein Motorroller wurden in Brand gesteckt, doch zum Glück kamen alle Bewohner des Hauses mit einem Schrecken davon. Dank der Hilfe und dem schnellen Eingreifen von Zeugen, wurde niemand verletzt. Dennoch entstand ein Sachschaden.

Trier/Traben-Trarbach. Ein Passant meldete der Polizeiinspektion Zell in der Nacht zum Samstag, den 17. Oktober 2015, um 3.36 Uhr, den Brand einer Gummi-Fußmatte vor der Eingangstür eines Wohnhauses in der Schottstraße 1 in Traben-Trarbach. Der Mitteiler hatte die brennende Fußmatte vom Eingangsbereich entfernt, bevor das Feuer auf die holzgerahmte Eingangstür übergreifen und entzünden konnte und hatte dadurch die größte Gefahr für die Hausbewohner gebannt.

Fußmatte Textbild

Mithilfe weiterer Zeugen konnte das Feuer dann mittels eines Eimers Wasser gelöscht werden. Der betroffene Eingang führt zu den Räumen des „internationalen Willkommenstreffs“ der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, in denen unter anderem Begegnungs- und Integrationsarbeit geleistet wird. Die im gleichen Haus befindliche Wohnung über dieser Begegnungsstätte wird von sieben männlichen Asylbegehrenden verschiedener Nationalitäten im Alter von 18 bis 35 Jahren bewohnt. Eine größere Gefahr für das Anwesen und die Bewohner bestand aufgrund der schnellen Feststellung des Feuers und der Beseitigung der brennenden Matte durch den Zeugen nicht.

Kurze Zeit nach der ersten Brandmeldung ging um 3.43 Uhr ein weiterer Notruf bei der Polizeiinspektion Zell ein. Hier wurde der Brand eines Motorrollers in der Weiherstraße 6, nur etwa 250 Meter von der ersten Brandstelle entfernt, gemeldet. Die Hausbewohnerin war durch starken Rauchgeruch, der über ein geöffnetes Fenster in ihr Schlafzimmer drang, geweckt worden und hatte sofort die Feuerwehr alarmiert. Der Motorroller, der unmittelbar an der Hauswand des Anwesens stand, brannte vollständig aus. Durch die Hitzeentwicklung wurde die Fassade stark beschädigt. Der Brand konnte durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden. Auch hier wurde durch das schnelle Eingreifen ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindert. Verletzt wurde auch in diesem Fall niemand.

Der Sachschaden dürfte sich nach ersten vorläufigen Schätzungen auf einen vierstelligen Betrag belaufen.

Die Staatsanwaltschaft Trier und die Polizei gehen von Brandstiftung und einem Tatzusammenhang aus. Hinweise auf den oder die Täter gibt es derzeit nicht, daher kann zum Tatmotiv keine definitive Aussage gemacht werden. Die Ermittlungen hat die Kriminaldirektion Trier übernommen, die in alle Richtungen ermittelt, was auch einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat einschließt.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu den beiden Brandstiftungen geben können, sich unter der Telefonnummer 06542/98670 mit der Polizeiinspektion Zell oder unter der 0651 / 9779-2290 mit der Kriminalpolizei Trier in Verbindung zu setzen.

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