Rheinlandliga: Derby in Schweich – Mehring in Lauerstellung

Von Andreas Gniffke (Text und Fotos)

Erster gegen Zweiter: Das Spitzenspiel der Rheinlandliga zwischen Tabellenführer Rot-Weiss Koblenz und den Sportfreunden Eisbachtal steht im Mittelpunkt des 26. Spieltags. Der SV Mehring, zurzeit auf Rang drei, muss in Malberg seine Hausaufgaben lösen und könnte einen wichtigen Schritt nach vorne machen, bevor man dann selbst gegen die Mitfavoriten antreten und punkten muss. Ein reizvolles Derby steht in Schweich auf dem Programm, wenn die zuletzt so heimschwache Mosella auf den FSV Trier-Tarforst trifft. Sehr gut präsentierte sich zuletzt der SV Morbach, doch in Mayen steht eine schwere Prüfung auf dem Programm. Die Vorschau auf den 36. Spieltag der Rheinlandliga.

Das Derby zwischen Schweich und Tarforst birgt Zündstoff

TuS Mayen – SV Morbach (Samstag, 31. März, 16 Uhr)

Gute Laune in Morbach

Es ist wieder Ruhe eingekehrt beim SV Morbach. Drei Siege in Folge sorgten dafür, dass die Hunsrücker mit dem Abstiegskampf der Rheinlandliga wohl nichts mehr zu tun haben werden. Vor allem die Defensive präsentierte sich in den vergangenen Partien sehr diszipliniert und Torjäger Eloy Campos hat seine Ladehemmung eindrucksvoll überwunden. Der Gegner aus Mayen startete nach der Rückrunde zunächst ausgesprochen stark, musste zuletzt aber in der Liga zwei Niederlagen einstecken. Zuhause verlor man gegen den SV Mehring nach gutem Spiel knapp mit 1:2, doch am vergangenen Wochenende musste die Mannschaft von Martin Sek eine überraschend deutliche 1:4-Niederlage in Linz hinnehmen. Das Potenzial des TuS zeigte sich vor allem beim eindrucksvollen 8:3-Pokalsieg in Tarforst (5vier.de berichtete), Mayen gehört sicherlich zu den spielstärksten Mannschaften der Liga. Es ist also nicht zu erwarten, dass die Partie eine ebenso klare Sache wird wie das Hinspiel. Dort gewann der SVM nämlich absolut souverän mit 4:1.

SG Malberg – SV Mehring (Samstag, 31. März, 16.30 Uhr)

Kann Mehring erneut jubeln?

Es dauerte 90 lange Minuten, bis Patrick Noske mit seinem Siegtreffer zum 1:0 gegen Stadtkyll die Zuschauer in Mehring erlöste und die Aufstiegshoffnungen der Moselaner am Leben erhielt. Ein immens wichtiger Sieg, da sich die Konkurrenten aus Koblenz und Eisbachtal ebenfalls keine Blöße gaben. Die beiden Platzhirsche der Liga treffen nun am Samstag im direkten Vergleich aufeinander, da mindestens einer also Punkte abgeben muss, könnte Mehring, einen Erfolg in Malberg vorausgesetzt, also der lachende Dritte sein. Eine Woche später (Samstag, 7. April, 15 Uhr) kommt es dann zum Showdown, wenn der SVM auf der Lay Rot-Weiss Koblenz empfängt und bereits am folgenden Spieltag (Samstag, 14. April) in Eisbachtal antreten muss.

Eine leichte Aufgabe stellt die Auswärtspartie beim Aufsteiger aber sicher nicht dar, das musste auch Spitzenreiter Rot-Weiss Koblenz schmerzlich erfahren, den Malberg mit einer deftigen 4:1-Klatsche nach Hause schickte. Gegen Eisbachtal musste man sich am vergangenen Wochenende zwar mit 0:2 geschlagen geben, auf heimischem Platz präsentiert sich die Mannschaft aber erfahrungsgemäß deutlich stärker und konnte bereits fünf Siege einfahren. Im Hinspiel wurde Mehring kalt erwischt und musste eine überraschende 0:2-Heimpleite hinnehmen. Die Mannschaft sollte also gewarnt sein.

TuS Mosella Schweich – FSV Trier-Tarforst (Sonntag, 1. April, 15 Uhr)

Der Schweicher Winzerkeller hat seinen Schrecken verloren. Drei Heimspiele in Folge verlor die Mosella in Folge, auswärts spielte man zuletzt wesentlich überzeugender als in der lange fast uneinnehmbaren Festung unter der Autobahn. Wesentlich besser läuft es dagegen beim FSV Trier-Tarforst, sieht man einmal von der peinlichen 3:8-Pokalniederlage gegen den TuS Mayen ab. In der Liga blieb die Mannschaft von Trainer Stefan Fries zuletzt dreimal in Folge siegreich.

Das Tarforster Trainerteam Stefan Fries (rechts) und Michael Fuchs (links) kann mit den Ergebnissen der vergangenen Wochen zufrieden sein.

Am gestrigen Mittwoch setzte sich Tarforst mit 4:2 gegen die SG Mülheim Kärlich durch. Gleich dreimal schlug dabei Torjäger Patrik Kasel zu, Trainer Stefan Fries war entsprechend zufrieden: „Das war eine hervorragende Mannschaftsleistung, vor allem in der zweiten Hälfte haben wir richtig gut gespielt. Daher will ich die Leistung von Patrik Kasel trotz seiner drei Treffer gar nicht besonders herausheben, alle Treffer waren hervorragend herausgespielt.“ Der FSV ging in der ersten Hälfte durch einen verwandelten Strafstoß von Stefan Fleck mit 1:0 in Führung (36.). In der zweiten Hälfte erhöhte dann Kasel auf 2:0 (52.), doch Mülheim-Kärlich kam durch den Anschlusstreffer von Daniel Kossman wenig später zurück (59.). Die vielen Gegentreffer in den vergangenen Partien ärgern den Übungsleiter der Höhenstädter: „Wir haben wirklich gut gespielt, aber durch Unaufmerksamkeiten bringen wir den eigentlich schon geschlagenen Gegner wieder zurück ins Spiel. Wir müssen in den kommenden Wochen weiter an unserer Stabilität arbeiten.“ Wirklich in Gefahr geriet Tarforst aber nicht, Angriff auf Angriff rollte aufs Tor der Rheinländer, Chancen gab es fast im Minutentakt. Zwei Tore von Kasel sorgten schließlich für das 4:1 (75. und 86.), der Gegentreffer von Kossmann zum 2:4 in der Nachspielzeit war letztendlich nur noch Ergebniskosmetik für die Gäste.

Diskussionsbedarf in Schweich nach drei Heimniederlagen in Folge

Für Tarforst ist die kleine Siegesserie Gold wert, man entfernt sich immer weiter von der Gefahrenregion am Tabellenende. „Wir sind mit der Nase fast am Ziel“, fasst Fries die Situation zusammen, „aber gegen Schweich erwartet uns ein sehr schweres Spiel. Im Derby wird die Mosella hochmotiviert sein, aber wenn wir die Leistung aus den vergangenen Spielen erneut abrufen können, werden wir auf keinen Fall mit leeren Händen die Heimreise antreten.“ Bereits das Hinspiel hatte es in sich. Im letzten Spiel von Interimstrainer Michael Fuchs verlor der FSV Tarforst in einer spektakulären Partie auf heimischem Platz mit 2:3 gegen bärenstarke Schweicher (5vier.de berichtete)

Weitere Begegnungen:

Samstag, 31. März

SG Stadtkyll – VfB Linz (17 Uhr)
SG Badem  – FC „Blau-Weiß“ Karbach (17 Uhr)
TuS Rot-Weiss Koblenz – Sportfreunde Eisbachtal (17.15)

Sonntag, 1. April

TuS Koblenz II – SG 2000 Mülheim-Kärlich (14.30 Uhr)
FV Engers – SG Bad Breisig (14.30 Uhr)
Spvgg. EGC Wirges II – Spvgg. Burgbrohl (14.30 Uhr)

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