Simon Schmitz könnte zu Gladiators wechseln

Schambeinentzündung abwarten

Der deutsche Point Guard Simon Schmitz  geht einen Schritt zurück: Der 25-Jährige wechselt aus dem Basketballoberhaus von Bayreuth in die zweite Liga zu den Gladiators Trier.

 
Simon Schmitz wird vielleicht ein Gladiator. Wenn er den Medizincheck denn besteht. Foto: Gladiators

Simon Schmitz wird vielleicht ein Gladiator. Wenn er den Medizincheck denn besteht. Foto: Gladiators

Trier. Headcoach Marco van den Berg hatte es angekündigt. Der Coach wollte eine „deutsche Kabine“ haben. Nach den jüngsten Verpflichtungen der Amerikaner Brandon Spearman, Dwayne Evans und Eric Anderson hätten da schon leise Zweifel anklingen können. Doch jetzt ist Simon Schmitz da und somit der dritte deutsche Spieler in der Kabine der TBB-Nachfolgeorganisation.  Schmitz wechselt von Bayreuth nach Trier und wird laut Gladiators-Führung voraussichtlich einen 2-Jahres-Vertrag unterschreiben.

 
Für Coach van den Berg scheint der 25-Jährige eine Art Wunschspieler gewesen zu sein. Bereits als Trainer in Bayreuth trainierte der Niederländer den Point Guard. Und van den Berg schwärmt von dessen Erfahrung, „ Ich habe ihn in sehr guter Erinnerung und freue mich, dass er sich für uns entschieden hat“, sagte der Coach am Freitag.
 
Gehen die Gladiators mit der Verpflichtung ein Risiko ein? Momentan kuriert Schmitz nämlich an einer Schambeinentzündung, unter Umständen eine langwierige Sache. Deshalb vereinbarten beide Parteien, dass erst die medizinische Untersuchung abgewartet wird, bis der Point Guard seinen endgültigen Vertrag unterschreiben kann. Die Tatsache, dass es sich um einen 2-Jahres-Vertrag handelt, soll laut Gladiators die längerfristige Planung signalisieren, wenn denn der Kontrakt überhaupt zustande kommt.
 
Seine Karriere begann Schmitz im Alter von 16 Jahren bei den Baskets Speyer und wechselte 2009 von dort nach Jena. In der ProA-Saison 2009/2010 wurde er zum „Youngster des Jahres“ gewählt und unterschrieb anschließend einen Vertrag beim Bundesligisten aus Bayreuth.
 
Der 1,88 Meter große Offensivspieler ging den Schritt nach Trier ganz bewusst In den vergangenen fünf Jahren war er ausschließlich als Backup tätig. „Jetzt habe ich eine neue Herausforderung gesucht und wollte mehr Verantwortung übernehmen“, sagte Schmitz und begründete damit seinen Wechsel vom Oberhaus in die ProA nach Trier. Verantwortung hier –  Trainer Marco van den Berg da. Schmitz gibt gerne zu, dass er die Zusammenarbeit mit van der Berg in Bayreuth in guter Erinnerung hatte. Deshalb habe er sich für eine erneute Zusammenarbeit entschieden. ,,Marco ist ein toller Coach. Er legt sehr viel wert darauf, dass das Team gut zusammen hält und die Chemie stimmt.“
 
Die Gladiators erwarten den Medizincheck des Point Guards im September und werden dann die Unterschrift unter den Vertrag setzen. Schmitz selbst hat bereits eine Wohnung in seiner neuen Heimat gefunden und ist schon jetzt voll motiviert: „Das Team ist bis auf Benedikt Breiling eine komplett neue Truppe. Wie die Saison wird, kann ich nicht voraussagen. Letztendlich sind wir aber alle Sportler und wollen immer gewinnen.“ In der Basketballstadt Trier freut man sich über solche Sätze. Mehr noch über Taten.

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