Singles in Trier? Gerne doch!

Trier soll Single-Hauptstadt Europas werden!

Eine Studie der Universität Jena ergab, das in Trier statistisch mehr Singles leben, als in irgendeiner anderen Stadt in Europa. Die Trierer Grünen sehen darin ein Potential um Trier noch lukrativer zu machen und ließen unserer Redaktion folgende Meldung zukommen.

Trier. Die Trierer Grünen wollen erreichen, dass sich die Stadtverwaltung Trier aktiv darum bemüht, Trier mit dem Image „Single-Hauptstadt Europas“ zu bewerben. Hierzu erklären Antje Eichler und Wolf Buchmann:

Wir sehen in dem Ehrentitel „Single-Hauptstadt Europas“ eine riesige Chance, den Tourismus in Trier weiter zu beleben und neue Zielgruppen für einen Besuch Triers zu interessieren. Gerade zahlungskräftige alleinstehende junge Männer und Frauen könnten sich durch attraktive Angebote überzeugen und nach Trier locken lassen.

Beim geselligen Zusammensein in lockerer Atmosphäre sei eine Übernachtung in einem Hotel nachgerade zwangsläufige Folge eines gelungenen Abends. Anders als bei der ADAC Rallye seien hier tatsächlich erhebliche Mehreinnahmen für die örtliche Gastronomie zu erwarten. Denn niemand begibt sich mit ein paar Kästen im Bier im Kofferraum auf Partnersuche, und ein Stelldichein im Zelt auf einem überfüllten Zeltplatz ist wenig attraktiv.

Hintergrund der Forderung ist die Veröffentlichung einer Studie des Lehrstuhls für historische Genderforschung der Universität Jena. Danach haben in Trier durchschnittlich erheblich mehr Singles gelebt als in jeder anderen Stadt Europas. Dies sei auf das Zusammentreffen einiger glücklicher Umstände zurück zu führen.

Bereits im alten Rom habe es eine erhebliche Zahl alleinstehender Männer gegeben, da der Anteil der hier stationierten Soldaten an der Gesamtbevölkerung besonders hoch gewesen sei. Im Mittelalter habe die ebenfalls vergleichsweise große Zahl zölibatär lebender Orden zu einer hohen Singledichte geführt. Aktuell setze sich dieser Trend fort, da überdurchschnittlich viele Arbeitnehmer*innen aus Luxemburg zumindest anfangs alleinstehend blieben, um ihre Kraft dem Arbeitgeber zu widmen. Dieser Status drohe jedoch verloren zu gehen. Schuld sei der stetig steigende Anteil von Studierenden, die sich anscheinend häufiger und erfolgreicher als andere mit der Partnersuche beschäftigten.

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