SVE U23: Knapp daneben ist auch vorbei – 1:2-Niederlage – Fotos

Am heutigen Sonntag hat die U23 von Eintracht Trier ihr Heimspiel gegen den SVN Zweibrücken mit 1:2(0:1) verloren. Eine sehr gute zweite Halbzeit reichte aufgrund der schwachen Chancenauswertung nicht, um vor 200 Zuschauern gegen die Pfälzer zu punkten. In der Oberliga Südwest belegen die Schützlinge von Berni Weis und Frank Thieltges damit weiterhin den drittletzten Tabellenplatz.

Foto: Jan Brandscheid Zweikampfsieger gegen seinen Zweibrücker Gegenspieler

Knapp daneben ist auch vorbei – das könnte man als Motto verstanden haben, wenn man sich das Spiel der „Zwoten“ von Eintracht Trier gegen den Aufstiegsmitfavoriten Zweibrücken angesehen hat. Zumindest was die zweite Halbzeit anging, denn hier versiebte Trier eine um die andere Chance und konnte das Spiel nicht mehr drehen.

Aber der Reihe nach: zu Beginn war das Spiel nicht unbedingt das, was man als Fussball-Leckerbissen bezeichnen würde. Beide Teams neutralisierten sich 30 Minuten lang fast vollständig. Die durch Thomas Kempny, Fabian Zittlau und Johannes Kühne aus dem Regionalligakader verstärkte U23 stand sicher und Zweibrücken fand kein Mittel, um sich Torchancen herausspielen zu können. Allenfalls SVN-Trainer Rubeck, in den 80er Jahren als Spieler ein Vollblutfussballer und einer der Dauerbrenner bei Eintracht Trier, sorgte mit seiner lebhaften Art, das Spiel seiner Schützlinge zu begleiten, für Unterhaltung. In der 33.Minute fiel dann doch ein Tor: nach einem Fehler von Löber kann Dausend im Strafraum mit einem trockenen Schuss das 1:0 erzielen. Fünf Minuten später hätten die Gäste auf 2:0 erhöhen können, doch Cordier scheitert am glänzend reagierenden SVE-Torwart Basquit. So ging es mit einer knappen Führung für Zweibrücken in die Pause.

In der zweiten Halbzeit gab Trier endlich mehr Gas und Bradasch initiierte in der 49.Minute den Weckruf für sein Team: sein Schuss klatschte nach schöner Kombination mit Kempny an den Pfosten. Die Partie nahm nun Fahrt auf. Konnte Schottes in der 51.Minute noch auf der Linie retten, fiel vier Minuten später dann das 2:0 für Zweibrücken. Einen weit getretenen Freistoß verlängerte Bahr ins Tor (54.). Doch das wars noch lange nicht, denn praktisch im Gegenzug markierte Ting mit einem trockenen Flachschuss aus 20 Metern das 2:1 (56.). Jetzt war Trier endgültig aufgewacht und setzte den Gast aus der Pfalz in der letzten halben Stunde mächtig unter Druck. Doch die fahrlässige Chancenverwertung sorgte bei den anwesenden Trierer Fans für Kopfschütteln. Zunächst verpasste Zittlau per Kopf (62.), danach ließ Kühne drei Großchancen per Fuß und Kopf liegen. Fünf Minuten vor Schluss kann dann auch der agile Bidon den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unterbringen und als in der Nachspielzeit Fuhs eine weitere hundertprozentige Gelegenheit versiebt, ist die Heimniederlage nicht mehr abzuwenden. Nach 92 Minuten pfiff Schiedsrichter Kollcaku die Partie ab und für Trier blieb die Erkenntnis, dass man wieder einmal gut gespielt hat, jedoch auch wieder einmal keine Punkte einfahren konnte.

Dementsprechend war Trainer Weis etwas enttäuscht: „Wir haben wieder ein gutes Spiel gezeigt. Eigentlich kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen – ausser der Chancenverwertung. Wir müssen jetzt aber weiter nach vorne sehen, konzentriert weiterarbeiten und konsequent weiter unsere Leistung abrufen, dann werden wir auch wieder belohnt werden. Wir sind eine Ausbildungsmannschaft und ich kann sagen, dass ich mit der Entwicklung meiner Jungs absolut zufrieden bin – lediglich die bisherige Punktausbeute in der Liga ist unbefriedigend.“ Sein Trainer-Kollege Peter Rubeck war über den glücklichen dreifachen Punktgewinn seiner Mannschaft froh: „Bis zum 2:0 haben wir kein schlechtes Spiel gemacht, aber dann sind einige meiner Spieler überheblich geworden. Trier hat eine talentierte, spielstarke Mannschaft. Wenn man da dann die Einstellung verliert, kommt man natürlich hier enorm unter Druck. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir hier noch den Ausgleich kassiert hätten.“

Eintracht Trier U23: Basquit, Löber, Zittlau, Kühne, Fuhs, Kempny, Schottes (69. Alsina), Bradasch, Brandscheid, Ting, Bidon

SVN Zweibrücken: Hodel, Brunck, Früh, Gries, Bahr, Meisenheimer, Rheinheimer (79. Schwindt), Dausend, Kriegshäuser, Cordier (71. Abane), Mehmedovic

Tore: 0:1 (33.) Dausend, 0:2 (54.) Bahr, 2:1 (56.) Ting

Schiedsrichter: Bekim Kollcaku (Dudweiler)

Zuschauer: 200

Weitere Bilder (klicken für groß):

(red), Fotos: Anna Lena Bauer

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Kommentare (2)

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  1. muuselindianer sagt:

    Quatsch. Die Jungen spielen gut, die machen nur nicht die Dinger. Die packen dat!!!

  2. frank sagt:

    Schade für die jungen Spieler. Das wird schwer mit dem Klassenerhalt.

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