„Wir wissen, dass es ein besonderes Spiel ist“

Einige Überraschungen als Vorspeise, die Pokal-Qualifikation als Hauptmenü und das Derby in Bonn als Nachtisch: Die TBB Trier will am Sonntag (17 Uhr) ihre überragende Hinrunde krönen. Trainer Henrik Rödl arbeitet besonders darauf hin, die Kreise von Spielmacher Jared Jordan einzugrenzen.

Einstimmung auf das Derby. Auch für Henrik Rödl ist das Spiel in Bonn kein alltäglicher Ausflug. Foto: Thewalt

Der Chartstürmer von Lykke Li hat sich bei den Fans der TBB Trier zum Lied der vergangenen Monate entwickelt. „I follow you, TBB“, sangen sie nach jedem Sieg in der Arena mit voller Kraft und unterstrichen damit, für ihren Basketball-Bundesligisten bedingungslos einzustehen. Besonders gerne folgen die Anhänger der Mannschaft, wenn es zum Derby nach Bonn geht. So auch am Sonntag, wenn ab 17 Uhr im Telekom-Dome neben den Punkten für die Playoff-Plätze auch das Prestige eine Rolle spielt. Zwei volle Busse hat der Fanclub Fastbreak eingesetzt, über 200 Fans werden sich auf den Weg machen, um der überragenden Hinrunde die Krone aufzusetzen.

Die Beko BBL hatte in dieser Woche noch die frohe Kunde parat, dass die TBB bereits die Qualifikation für den Pokal geschafft hat. Beim kommenden Heimspiel gegen Ludwigsburg wird Richard Schmidt, der Olympiasieger mit dem Deutschland-Achter, die Lose ziehen. Eine Runde müssen die Trierer noch überstehen, dann sind sie sogar beim „Final Four“ in Berlin am Start. „Es ist ein sensationelles Ergebnis, dass wir unter den ersten sieben Mannschaften stehen“, gibt Henrik Rödl zu, der ansonsten lieber auf die Euphoriebremse tritt. Der Trainer bleibt sich aber treu, ruht sich nicht auf den Leistungen aus und sieht sie als Ansporn. „Ich hoffe, dass wir die Auftritte in der Rückrunde bestätigen können.“

„Eine besondere Atmosphäre“

400 Fans fuhren zum letzten Derby nach Bonn mit. Foto: Vinzenz Anton

Zunächst freut er sich aber auf das Derby in Bonn. „Die Fans sind besonders drauf, es ist eine besondere Atmosphäre. Das übt einen Reiz aus, den auch die Spieler spüren.“ Seine Jungs gehen frisch erholt in das Spiel. Nach dem jüngsten Mammutprogramm mit den englischen Wochen war der Coach erleichtert, dass „wir wieder eine komplette Woche trainieren konnten“. Eine Herausforderung ist das Duell, stellt Bonn mit 83,8 erzielten Punkten pro Spiel mit die beste Offensive und Trier mit 68,7 kassierten Punkten pro Spiel mit die beste Defensive.

Beim Ziel, die eigenen Stärken zu behaupten, dürfte sich die TBB besonders an dem Rätsel probieren, wie Jared Jordan aus dem Spiel zu nehmen ist. Der Spielmacher des Rivalen ist unbestrittener Kopf des Bonner Teams, viele Experten sehen in ihm den besten Point Guard der Liga. Ein Beleg dafür sind starke 8,4 Assists pro Spiel, die sich der 28-Jährige zusammen mit zehn Punkten und vier Rebounds auf den Statistikbogen schreibt. „Wir müssen viele Leute auf ihn setzen, das ist eine Aufgabe der gesamten Mannschaft“, weiß Rödl, dass nicht ein Mann alleine die Wirkungskreise des hochtalentierten Taktgebers eingrenzen kann. Trierer Fans dürften dazu vor allem Benas Veikalas auf den kleinen Bonner Positionen in Erinnerung sein. Der Litauer schoss die Trierer beim letzten Gastspiel auf dem Hardtberg am 1. April 2012 fast im Alleingang von der Dreierlinie ab. Kyle Veems und Robert Vaden runden mit zusammen über 25 Punkten die Bonner Offensive ab, bei der sich unter dem Korb mit Jonas Wohlfarth-Bottermann (22 Jahre) und Chris Ensminger (39 Jahre) ein Talent und ein Oldie die Einsatzminuten aufteilen.

Problemfrei kamen die die Telekom Baskets Bonn jedoch trotz des Angriffswirbels nicht durch die erste Saisonhälfte.  Platz 13 steht derzeit für die Rheinländer zu Buche. Zum Liga-Alltag kommt für die Männer von Headcoach Mike Koch die Doppelbelastung in der Eurochallenge, in der sie es bis in die Runde der letzten 16 geschafft haben. Rödl erwartet dennoch eine schwere Aufgabe und weiß, wie man die Herzen der Fans in einem Derby wirklich zum Schlagen und zum Covern von Lykke Li bringt. „Richtig gut wird es natürlich nur dann, wenn man konkurrenzfähig ist und eine Chance hat, um den Sieg zu spielen. Das ist natürlich auch dieses Jahr unser Ziel.“

+++TBB in Kürze+++

Livestream aus Bonn – Für die Daheimgebliebenen meldet sich Chris Schmidt im TBB-Livestream ab 16.30 Uhr live aus Bonn. Dieser kann auf der rechten Seitenleiste von 5vier abgerufen werden. Erster Sprungball im Telekom Dome ist am Sonntag um 17 Uhr.

Jahresrückblick von 5vier – 5vier hat die wichtigsten Meilensteine der vergangenen Monate der TBB Trier in einem Jahresrückblick zusammengefasst. Hier geht es zum Artikel unseres Mitarbeiters Matthias Spieth.

5vier verlost Sitzplatzkarten für Ludwigsburg-Heimspiel – 5vier verlost für das Bundesliga-Heimspiel der TBB Trier gegen die Neckar Riesen Ludwigsburg am Mittwoch, 9. Januar (20 Uhr), wieder 3 x 2-Sitzplatztickets. Hier geht es zum Gewinnspiel.

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