Pleite beim Spitzenreiter: Eintracht Trier unterliegt 0:4

Bei der SG Sonnenhof Großaspach hat die Eintracht nichts entgegenzusetzen und verliert deutlich

Von Benedikt Rupp

Eintracht Trier muss beim Tabellenführer, der SG Sonnenhof Großaspach, eine bittere Niederlage hinnehmen. In der Comtech-Arena zu Aspach, verlor die Mannschaft von Coach Jens Kiefer deutlich mit 0:4. Der SVE-Rumpfkader von nur 15 Akteuren hatte über die gesamte Spieldauer nichts entgegenzusetzen. Gegner Großaspach hatte das Spiel jederzeit im Griff und machte durch den achten Heimsieg in Folge einen großen Schritt in Richtung Relegationsplatz.

Eintracht Trier - Grossaspach - featured

Nichts zu machen: SVE in Aspach chancenlos. Archiv-Foto

Keine Chance in Großaspach: Nachdem die Eintracht die letzten drei Begegnungen gegen das Team aus Baden-Württemberg noch offen gestalten konnte und sich am Ende die Punkte teilte, mussten die Moselstädter in dieser Partie eine deutliche 0:4-Schlappe einstecken. Zu keiner Phase des Spiels konnte die Kiefer-Truppe den Hausherren etwas entgegensetzen. Vor dem gegnerischen Gehäuse blieben die Blau-Schwarz-Weißen erschreckend harmlos. Der Spitzenreiter zog das Tempo an, wenn er musste und zeigte sich in der Chancenverwertung effektiv.

Nur 15 Mann an Bord  – Aspach ohne Ex-Trierer Senesie

KSV Baunatal-Eintracht Trier, Fouad Brighache

Jens Kiefer musste unter anderem auf Kapitän Fouad Brighache verzichten. Archiv-Foto

Die Eintracht hatte erschwerte Bedingungen bei der Anreise zur Großaspacher Comtech-Arena. Der Kiefer-Tross trudelte erst um kurz vor 18 Uhr mit rund einer Stunde Verspätung am Stadion ein. Nur 15 Akteure machten sich auf den Weg in die Umkleidekabinen – ein Rumpfkader sollte es also beim Tabellenführer richten. Auf der Ersatzbank nahmen neben dem zweiten Torhüter Chris Keilmann, nur noch Christopher Spang, Lars Guenther und Kushtrim Lushtaku Platz.

Ken Asaeda, Michael Dingels, Fabian Zittlau, Albutrin Aliu, Kapitän Fou Brighache sowie der Langzeitverletzte Erik Michels konnten gegen den Ligaprimus nicht mitwirken. Innenverteidiger Torge Hollmann stand aufgrund der Roten Karte in seinem 100. Regionalligaspiel für die Eintracht wie schon gegen Ulm ebenso nicht zur Verfügung. Doch auch der Gegner aus Großaspach musste auf etliche Kräfte verzichten. Unter anderem mussten der Ex-Trierer Sahr Senesie sowie fünf weitere Akteure verletzungsbedingt passen. Zudem fehlten drei Spieler, die Sperren absitzen mussten.

In der Anfangsformation nahm SVE-Trainer Jens Kiefer im Gegensatz zum Heimspiel gegen Ulm (1:1) zwei Wechsel vor. Steven Kröner hatte seine Gelb-Rot-Sperre aus der Partie bei Waldhof Mannheim abgesessen und ersetzte Spielführer Brighache. Zudem rückte Faz Kuduzovic für den 21-jährigen Christopher Spang in die Startelf.

Tabellenführer effektiv – Trier ungefährlich

Die Begegnung zwischen dem Spitzenreiter Sonnenhof Großaspach und der Eintracht, die derzeit auf dem sechsten Platz rangiert, begann verhalten. Die Gastgeber hatten sich natürlich vorgenommen, die Serie von 17 ungeschlagenen Spielen am Stück, auch gegen die Moselstädter fortzusetzen und vor heimischem Publikum das Spiel zu machen und den SVE unter Druck zu setzen. In der Anfangsphase gelang dies den Hausherren jedoch noch nicht so, wie sich das Aspach-Coach Rüdiger Rehm vorgestellt hatte. Die Aspacher kamen lediglich zu zwei kleineren Gelegenheiten.

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Stürmer Sylvano Comvalius hatte keine nenneswerte Torchance. Archiv-Foto

Nachdem Trainer Rehm seine Unzufriedenheit bekundete, wurde seine Mannschaft aktiver und ging wenig später auch mit 1:0 in Führung. Die Trierer konnten das Leder nicht aus dem eigenen Strafraum klären, der Deutsch-Grieche Simon Skarlatidis schaltete am schnellsten und wuchtete das Spielgerät unter die Latte des SVE-Gehäuses (22.). Es war das vierte Saisontor für den Großaspacher Mittelfeldakteur.

In der Folge kamen beide Mannschaften nur sporadisch in die Nähe des gegnerischen Tores. Das Geschehen spielte sich zumeist im Mittelfeld ab. Es war eine Partie auf geringem Nivau. Die Eintracht bemühte sich nach dem Gegentreffer zwar mehr in das Spiel zu investieren, blieb aber in der Offensive extrem harmlos. Exemplarisch dafür waren die zwei bis drei Distanzschüsse des holländischen Angreifers Sylvano Comvalius, die den Kasten der Gastgeber allesamt um einiges verfehlten.

Insgesamt war der Tabellenführer in Hälfte eins die etwas bessere Mannschaft, hatte aber wie die Eintracht nicht viele Chancen. Doch die Effektivität vor des Gegners Tor bescherte den Aspachern die 1:0-Halbzeitführung.

Doppelschlag nach dem Seitenwechsel – Eintracht gibt auf

Zu Beginn der zweiten Hälfte dürften die etwa 40 mitgereisten Schlachtenbummler aus Trier wohl ihren Augen nicht getraut haben, was sie da zu sehen bekamen. Der Spitzenreiter kam hellwach aus der Kabine. Die Moselstädter hingegen standen noch nicht auf dem Platz.

Noch keine 120 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, da hatten die Aspacher schon die erste dicke Torchance. Die Gastgeber kamen über außen und konnten ungehindert in den Strafraum flanken. Der Ball erreichte den Torschützen des 1:0, Skarlatidis, der aus kurzer Distanz an Eintracht-Torwart Andreas Lengsfeld scheiterte. Der Abpraller fiel vor die Füße von Tobias Rühle, dessen Schuss von Christoph Buchner gerade noch geklärt wurde.

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Triers Spielmacher Alon Abelski konnte keine Impulse nach vorne setzen. Archiv-Foto

Doch nur eine Minute später ließ die SVE-Defensive Großaspachs Goalgetter Tobias Rühle am Strafraumrand einfach alleine. Dieser konnte sich das Spielgerät seelenruhig zurecht legen und hatte keine Probleme, das Leder an Lengsfeld vorbei ins Tor zu befördern. Es war bereits der neunte Treffer des Stürmers in dieser Saison. Trier schien vom 0:2 geschockt und musste vier Minuten danach den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Ein abgefälschter Freistoß von SGS-Kapitän  Michele Rizzi landete bei Skarlatidis, der dieses Geschenk annahm und mit seinem zweiten Tor auf 3:0 erhöhte.

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit plätscherte die Partie vor sich hin. Die Eintracht hatte sich aufgegeben und überließ sich ihrem Schicksal. Der Truppe von Jens Kiefer gelang es über die komplette Distanz nicht einmal, gefährlich vor das Tor der Hausherren zu kommen. Die Aspacher verwalteten das Ergebnis zunächst und taten nicht mehr als nötig. In der Schlussphase drehten sie dann allerdings noch mal auf und legten einen weiteren Treffer nach – ein Debakel für die Eintracht. Tobias Rühle schnürte – ebenso wie Skarlatidis – den Doppelpack und schloss einen mustergültigen Konter über Moritz Kuhn erfolgreich ab. In der Schlussminute hätte Skarlatidis um ein Haar noch einen draufgesetzt. Doch sein Schlenzer verfehlte den Eintracht-Kasten knapp.

Statistik

SG Sonnenhof Großaspach – Eintracht Trier 4:0 (1:0)

Sonnenhof Großaspach: Gäng – Kuh, Cimander, Vecchione, Kienast – Jüllich, Rizzi – Binder (71. Renner), Skarlatidis – Rühle, Berger (80. Lang)

Eintracht Trier: Lengsfeld – Bender, Konrad, Kröner, Buchner  – Cuntz – Anton (81. Guenther), Abelski (76. Lushtaku), Quotschalla – Kuduzovic (57. Spang), Comvalius

Tore: 1:0 Skarlatidis (22.), 2:0 Rühle (48.), 3:0 Skarlatidis (52.), 4:0 Rühle (84.)

Schiedsrichter: Chistof Günsch (Battenberg)

Zuschauer: 724

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Kommentare (5)

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  1. schustermanni sagt:

    hey eintrachtler, schuldige, für die verkorkste saison, 2014 gibt, es sicherlich reichlich, aber immer nur dem vorstand , die schuld zuzuschieben , wie einige dies in ihren komentaren tun , ist sicher lich zu einfach, ja der fisch , stink zuerst am kopf, nun gilt es doch, alle kräfte und die konzentration auf das spiel in mühlheim kärlich zulegen, was für unsere eintracht lebenswichtig ist, wünsche allen trotz der enttäuschenden saison noch frohe osterfeiertage und einen neubeginn auf der erfolgsspur für die neue saisongruß manni schuster

  2. gerd sagt:

    finde das ganze für die fans, also auch mich , nicht wirklich toll, selbst wenn die spieler die taktischen vorgaben des trainers nicht umsetzen können oder wollen, müßte die mannschaft kämpfen, um dazuzulernen, ..das hat noch keinem geschadet

  3. wurstulli sagt:

    Wer soll daran schuld sein? Na wohl die Mannschaft, wie immer Hauptsache Dicke Kohle verdient und auf keinen Fall aufsteigen weil man für die 3 Liga eh kein Vertrag hat.!!!
    Großasbach steigt eh auf ,da muss die Andrea vor den Spielen nächste Saison wohl immer singen sonst kommen da kaum Zuschauer !

  4. panisse sagt:

    Schuld sind die, die in der Winterpause die Verträge mit den Leistungsträger nicht verlängert haben. So werden dann aus Leistungsträgern Leistungsverweigerer.

  5. Föhrener sagt:

    Wer ist nun daran Schuld ? Der neue Trainer ?Vorstand ?

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