Quo vadis, Eintracht Trier?

Dominik Kinscher zur aktuellen Saison der Moselstädter

Die eisige Kälte und die Grippewelle ist momentan das alles bestimmende Thema in Deutschland. Und das geht auch an Eintracht Trier nicht spurlos vorbei. Spiel in Eppelborn abgesagt, Grippewelle im Trainerteam, das bedeutet, wenig zu berichten in und ums Moselstadion. Das haben wir zum Anlass genommen, vor dem Saisonendspurt den aktuell formstärksten Spieler der Eintracht, Dominik Kinscher, zur ersten Saison nach dem Abstieg zu befragen.

Dominik Kinschers Treffsicherheit ist durchaus sinnbildlich für die Form der Eintracht, die nach beeindruckenden 9 Siegen in Folge mit 50 Punkten nach 23 Spielen auf dem dritten Platz der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar stehen. Gerade die letzten beiden Partien gewannen die Moselstädter überzeugend. Die Winterpause hat der Eintracht offensichtlich nicht geschadet. Für Dominik Kinscher ist der Erfolg der Mannschaft nicht an einer Person fest zu machen: „Ich denke, es ist die Mischung aus jungen, hungrigen und erfahrenen Spielern, die uns gerade so erfolgreich macht. Bei uns stellt jeder sein Ego hinten an und spielt fürs Team.“

Zwar stehen mit Homburg und Pirmasens zwei Mannschaften an der Tabellenspitze, die uneinholbar scheinen, doch mit drei Punkten Rückstand bei einem Spiel mehr lauert die Eintracht hinter Pirmasens. Wirklich Thema innerhalb der Mannschaft ist die Spielstärke der beiden Vereine nicht. „Uns ist es eigentlich egal, wer da vor uns steht. Wir wollen Platz 2!“, lässt Kinscher selbstbewusst verlauten. Der Optimismus, der momentan beim Team vorherrscht, ist beim Gespräch mit Dominik Kinscher jederzeit zu spüren. Vor allem die noch bevorstehende Partie gegen Pirmasens ist für den Mittelfeldspieler der Eintracht immens wichtig. „Gegen Pirmasens haben wir noch eine Rechnung offen, denn im Hinspiel waren wir als Team schlecht, nicht ein oder zwei einzelne Spieler, sondern wir als Mannschaft.“, fasst er selbstkritisch zusammen.

Der Abstieg aus der Regionalliga war für Stadt und Verein extrem bitter, das ging auch an Dominik Kinscher, einem „Trierer Jung“ nicht spurlos vorbei. Umso glücklicher ist er mit dem aktuellen Verlauf der Saison, auch wenn er zugibt, dass es nicht einfach war. „Dass wir jetzt da stehen, wo wir stehen, damit haben wohl die Wenigsten gerechnet. Vor allem, weil der Abstieg in die Oberliga viele in der Mannschaft sehr schmerzte.“, merkt Kinscher an, „Daniel Paulus hat dann mit der Vertragsunterzeichnung das erste Signal gesetzt und danach ging es eigentlich recht schnell.“ Platz drei ist tatsächlich mehr, als die meisten Fans der Eintracht erwartet hatten. Das zeigt rückwirkend betrachtet auch das Ergebnis der Umfrage, die 5vier.de am Anfang der Saison durchgeführt hat.

Nur drei Niederlagen aus 22 Spielen sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, dass Vieles gegriffen hat bei der Eintracht. Auch bei Dominik Kinscher, der sich nach der Winterpause so gut fühlt wie schon lange nicht mehr. Positive Gespräche mit der Vereinsführung und bessere Fitness macht er unter anderem für seine starke Form in 2018 verantwortlich. „Momentan fällt mir einfach alles etwas leichter und ich schwebe auf einer Welle. So eine gewisse „Torgeilheit“ hatte ich eigentlich schon immer, jetzt bekomme ich einfach häufiger die Gelegenheiten, diese zu nutzen.“, resümiert der 21-Jährige, der bereits für die U18-Nationalmannschaft auflaufen durfte, „Diese Form will ich natürlich beibehalten und am Ende auf dem Relegationsplatz stehen, das ist mein persönliches Ziel für die Mannschaft.“

Sollte er diese Schlagzahl (vier Tore in den letzten beiden Spielen) beibehalten, haben die Eintracht-Fans viel, auf das sie sich freuen können. Nach der Zwangspause aufgrund des Wetters steht für Eintracht Trier das Spiel gegen SV Saar 05 im Moselstadion auf dem Plan. Auch wenn das Team aus Saarbrücken auf dem vorletzten Tabellenplatz steht sind die Jungs rund um Dominik Kinscher gewarnt. Denn gegen Saar 05 musste die Eintracht in der Hinrunde eine der drei Niederlagen hinnehmen.

5vier.de ist dabei und drückt die Daumen!

Foto: Hans Krämer/Eintracht Trier

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