Die Kino-Woche: Get Out und Expedition Happiness

Schwarzer Horror, Reise-Vlog und Liam Neeson als Baum

Wir haben die aufgeräumte Programm-Übersicht für die kommende Kino-Woche. Neustarts, Empfehlungen und was sonst noch so läuft.

Die genauen Spielzeiten der einzelnen Filme gibt’s auf Cinemaxx.de und bei Broadway Trier.

Neustart(s) der Woche:

Get Out

Einen durchaus erfrischenden Ansatz im ausgetretenen Horror-Genre verspricht „Get Out“, der auf dem abgelegenen Anwesen der Familie Armitage den ewig schwelenden Rassismus-Konflikt in den USA auf eine ganz eigene Art darstellt. Regisseur und Drehbuchautor Jordan Peele, der ebenso wie Hauptdarsteller Daniel Kaluuya selbst Afro-Amerikaner ist, verwebt die brisante Rassismus-Debatte gekonnt mit einer tief ins Mark gehenden Horror-Mischung, die nicht nur zum wohligen Gruseln sondern auch zum Nachdenken anregt.

Expedition Happiness

Mit „Expedition Happiness“ zeigt das Cinemaxx eine selten gewordene Hochglanz-Dokumentation um zwei Reisende, die mit ihrem Berner Sennenhund in einem alten, umgebauten Schulbus von Alaska nach Argentinien reisen wollen. Die Doku ist zwar ein privat produziertes Videotagebuch des Kilometer-fressenden Trips, zeigt aber mit beeindruckenden Drohnen-Shots und glasklaren DSLR-Aufnahmen deutlich, was im semi-professionellen mittlerweile möglich ist.

Das Cinemaxx zeigt den sehenswerten Film am 4. Mai und am 7. Mai.

Weiterhin im Cinemaxx im Programm:

 

Kopfkino im Broadway

Während es im Cinemaxx immer gerne laut wird, gibt es im Broadway Trier auch leisere Töne zu hören…

 Sieben Minuten nach Mitternacht

Bäume sind gerade schwer in Mode. Nach dem Erfolg unseres Dancing Groot versucht sich nun auch Hollywood-Star Liam Neeson am knorrigen Wurzel-Look und muntert als Baum-Monster den 13-jährigen Conor O’Malley auf, der dabei ist seine Mutter an den Krebs zu verlieren. „Sieben Minuten nach Mitternacht“ ist ein Effekt-geladenes und doch sensibles Drama, welches mit vielversprechendem Cast das Buch des amerikanischen Schriftstellers Patrick Ness visuell beeindruckend zum Leben erweckt.

Des Weiteren laufen:

  • A United Kingdom
  • A United Kingdom (OmU)
  • Bibi & Tina – Tohuwabohu Toal
  • Boss Baby
  • Conni & Co 2 – Das Geheimnis des T-Rex
  • dancing Beethoven
  • Der junge Karl Marx
  • Die Schlösser aus Sand
  • Die Schlösser aus Sand (OmU)
  • Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf
  • Ein Dorf sieht schwarz
  • Guardians of the Galaxy (OV)
  • Guardians of the Galaxy
  • Ich. Du. Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft
  • Moonlight
  • Siebn Minuten nach Mitternacht (OV)
  • The Founder (OmU)
  • The Founder
  • Verleugnung
  • Verleugnung (OV)

Und was läuft an der Uni? Cineasta!

Neben dem Standard-Programm gibt’s an dieser Stelle auch einen Hinweis auf das wöchentliche Kinoprogramm des cineasta an der Universität Trier, wo zweimal wöchentlich (Dienstag und Mittwoch) Filme verschiedenster Genres und Epochen gezeigt werden.

Dienstag, 9.5.2017

The Accountant

Am Dienstag, den 9. Mai 2017 zeigt der CineAsta im Hörsaal 3 um 20:00 den Ben Affleck-Thriller „The Accountant“.

Christian Wolff (Ben Affleck) ist ein hochintelligenter Buchhalter in einer kleinen Steuerberatung. Als Kind wurde bei ihm Autismus diagnostiziert, in einer Welt mit Zahlen fühlt er sich immer wohler als in der Gesellschaft von Menschen. Sein Vater, ein ehemaliger Soldat, gab dem jungen Christian hartes Training, um ein normales Leben führen zu können und sich selbst zu beschützen. Eines Tages nimmt er einen Auftrag von einer Firma für Robotik an, doch je weiter sich Christian in das Gewirr von Zahlen einarbeitet, desto mehr verstrickt er sich in dunkle Machenschaften und Auftragskiller tauchen in seinem Umfeld auf. Christian muss sich und Dana (Anna Kendrick), die Buchhalterin seiner Firma, beschützen. Gleichzeitig bekommt der Steuerfahnder Ray King (J.K. Simmons) Wind von Christians Machenschaften. Ein tödlicher Wettlauf beginnt.

Als Kurzfilm vor dem Hauptfilm wird gezeigt: „Die Santa Maria“

Mittwoch, 10.5.2017

Der Nachtmahr

Am Mittwoch, den 10. Mai 2017 läuft im Hörsaal 3 ab 20 Uhr einer der vielversprechendsten deutschen Filme der letzten Jahre.

Kritiker des deutschen Films, der ja bekanntlich einfach nur schlecht sei, sind alle für eineinhalb Stunden in einen verschlossenen Kinosaal zu sperren, während über die Leinwand der stroboskopische Albtraum „Der Nachtmahr“ flimmert. Es braucht kein renommiertes Schauspieler-Ensemble, keine opulenten Sets, kein Millionenbudget (das Budget von „Der Nachtmahr“: lächerliche 80.000€) – es braucht nur eine Idee und deren Verfolgung mit allen (kreativen) Mitteln. Regisseur AKIZ verzichtet auf Kompromisse, sein Film über die Psyche einer jungen Frau, das Leben, aber auch den Tod, ist ein Kaleidoskop der Farben, ein filmischer Horrortrip in die Untiefen des menschlichen Geistes. Dabei ergreift der Filmemacher Partei für das traditionelle Kino mit seinen großen Leinwänden, denn nur hier lässt sich die Immersion erreichen, die „Der Nachtmahr“ zu einem audiovisuellen Erleben und Erlebnis werden lässt. Eins ist dabei gewiss: Den Nachtmahr vergisst keiner so schnell.

Als Kurzfilm vor dem Hauptfilm wird gezeigt: „Kitchen Sink“

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