Eintracht Trier: „Jetzt geht’s ans Eingemachte“

Regionalliga Südwest: Eintracht Trier erwartet am Samstag Waldhof Mannheim im Moselstadion (14 Uhr)

Von Florian Schlecht

Leise, still und heimlich hat sich Eintracht Trier in die Spitzengruppe der Regionalliga Südwest geschlichen. Der Lauf von acht Partien ohne Niederlage soll im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim (Samstag, 14 Uhr) fortgesetzt werden.

Eintracht Trier - Hessen Kassel

Roland Seitz: „Ich erwarte eine heiße Kiste.“

Fußballherz, was willst du mehr? In unmittelbarer Reichweite zu den Relegationsplätzen zur 3. Liga, acht Partien ohne Niederlage, starke Auftritte – und nun mit Waldhof Mannheim ein Heimspiel vor der Brust, zu dem über 2.000 Zuschauer im Moselstadion erwartet werden (Samstag, 14 Uhr). Der Lauf von Eintracht Trier in der Regionalliga Südwest sorgt langsam für Euphorie – und soll nach Wunsch fortgesetzt werden.

Trainer Roland Seitz warnt aber vor dem Duell mit Mannheim, das von 1983 bis 1990 in der Bundesliga spielte. „Wir wollen unsere Serie ausbauen. Ich rechne aber mit einem schweren, intensiven Kampfspiel. Waldhof verteidigt hoch, spielt aggressiv und hat in der Offensive schnelle Leute.“ Im Klartext: Auf Trier wartet ein anderes Kaliber als zuletzt Baunatal beim 3:0-Erfolg, der die Moselstädter auf den dritten Platz katapultierte.

Wie die Erfolge zu bewerten sind, ist laut Seitz aber erst in einigen Wochen absehbar. Dann, wenn mit Mannheim, Sonnenhof Großaspach und Co. auch das Kräftemessen mit ambitionierten Spitzenteams erfolgt ist. „Jetzt geht’s ans Eingemachte. Nun treffen wir auf die Gegner, die andere Ziele und eine höhere Qualität haben. Ende Oktober wissen viele Vereine, was Sache ist. An einem Spiel alleine kann man das nicht bemessen.“

„Ich will nicht aufhören, Tore zu schießen“

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Vier Saisontreffer hat Alon Abelski schon erzielt.

Was die fußballerische Entwicklung betrifft, da gibt sich der Oberpfälzer aber zufrieden. Veränderungen an der Startelf plant er so nicht. Und auch Alon Abelski nickt die letzten Wochen mit einem Lächeln auf den Lippen ab. „Wir sind vom Kader her breiter aufgestellt und besser als im letzten Jahr.“

Davon profitiert auch der Regisseur, der mit seinen vier Saisontreffern bereits die Marke der vorherigen Saison erreicht hat. „Das heißt aber nicht, dass ich jetzt aufhören will, Tore zu schießen. Ich habe mir vorgenommen, gefährlicher zu werden. Und wir haben zwei, drei Spieler hinzugewonnen, die mich mit tödlichen Pässen in Szene setzen können.“

Ein Treffer von Abelski wäre auch gegen Mannheim ein wichtiger Schritt zu einem weiteren Sieg. Denn in der Defensive hat die Eintracht seit 416 Minuten kein Gegentor mehr kassiert. „Wir haben gegen den Ball sehr gut gearbeitet. Wenn wir das jetzt auch gegen gute Mannschaften beibehalten, wäre das ein Baustein für den Erfolg“, so Seitz.

Den Gegner hat der Trainer mittels einer DVD des jüngsten 2:2 gegen Neckarelz analysiert, bei dem die Waldhof-Buben immerhin einen 0:2-Rückstand abwendeten. Mit 14 Punkten aus den ersten neun Spielen hat der Traditionsverein, der zuletzt Erich Sautner vom SC Freiburg unter Vertrag nahm, einen mittelmäßigen Start hingelegt. Der Druck hat sich so vor der Begegnung in Trier erhöht. Das weiß auch Seitz. „Ich erwarte eine heiße Kiste.“

+++Eintracht in Kürze+++

Rückschlag für Christoph Anton – Einen Rückschlag musste Christoph Anton hinnehmen, der nach einem Mittelhandbruch am Freitag ein zweites Mal operiert wurde. Dabei wurden die bei der ersten OP eingesetzten Schrauben durch eine Platte ersetzt. „Wann er dann wieder einsteigen kann, weiß ich nicht. Darüber muss ich noch mit den Ärzten sprechen“, so Seitz.

Heinz für drei Spiele gesperrt – Für seine Rote Karte im Rheinlandliga-Derby mit der zweiten Mannschaft bei Mosella Schweich (0:3) wurde Linksverteidiger Kevin Heinz für drei Spiele gesperrt. Erst, wenn die U23 so drei Partien absolviert hat, ist der Youngster auch wieder für die Regionalliga-Elf einsetzbar. Im Heimspiel gegen Mannheim am Samstag und dem Pokalspiel bei der SG Körperich am Mittwoch fällt Heinz so sicher aus.

Seitz kündigt Pokal-Einsatz für Konrad an – Keine leichte Zeit erlebt momentan Thomas Konrad, der sich nach seiner Rückkehr erst einmal in Geduld üben muss. In Baunatal stand der Innenverteidiger nicht im Kader, auch gegen Mannheim wird er voraussichtlich auf der Tribüne sitzen. Die Gründe: Die Defensive behauptete sich zuletzt mit 416 Minuten ohne Gegentor, wodurch Seitz keinen Anlass zum Wechseln sieht. Torge Hollmann, der im Aufgebot den Vorzug erhält, sei dazu „stärker im Kopfballspiel und kann auch im defensiven Mittelfeld auflaufen“. Der Trainer macht aber Mut: „Thomas ist natürlich enttäuscht. Doch ich gehe davon aus, dass er im Pokal von Beginn an auflaufen wird, um Spielpraxis zu sammeln.

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