4,5 Millionen Euro für die Universität Trier

Förderung durch Forschungsinitiative des Landes RLP

Die Universität Trier wird in den Jahren 2017 und 2018 mit jeweils 2,26 Millionen Euro im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz gefördert. Wissenschaftsminister Konrad Wolf und Universitätspräsident Michael Jäckel haben gestern in Mainz eine Vereinbarung darüber unterzeichnet, wie die Mittel verwendet und welche Ziele erreicht werden sollen.

Trier. Durch die Forschungsinitiative werden seit Sommer 2008 die vier staatlichen rheinland-pfälzischen Universitäten und seit Herbst 2010 die sieben staatlichen Fachhochschulen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit um Personal, Investitionen und Drittmittel gestärkt. Diese auf Strukturbildung angelegte Strategie des Wissenschaftsministeriums fördert vorhandene Forschungsschwerpunkte der Hochschulen und unterstützt die autonome Profilbildung.

Die Forschungsinitiative hat bis Ende 2016 ein Volumen von über 160 Millionen Euro erreicht. Den Hochschulen stehen dabei jährlich 20 Millionen Euro zusätzlich zur Grundfinanzierung für den Ausbau ihrer profilbildenden Forschungsschwerpunkte und -zentren zur Verfügung.

„Die Bilanz unserer Hochschulen ist beeindruckend“, so Minister Wolf. Die Forschungsinitiative habe dazu beigetragen, die Profile der rheinland-pfälzischen Hochschulen deutlich zu schärfen. Wettbewerbserfolge um Fördermittel zeigten, dass Rheinland-Pfalz Spitzenpositionen ausbauen könne.

„Ich bin der Auffassung, dass das Programm einen guten Namen hat. Denn es fordert zu etwas auf, nämlich initiativ zu werden; und es tut dies in einem für Universitäten zentralen Bereich, der Forschung. Lehre und Forschung gehen bekanntlich Hand in Hand. Es erlaubt uns den Auf- und Ausbau wichtiger Schwerpunkte und verschafft uns einen langen Atem in einem sehr wettbewerbsorientierten Umfeld“, sagte Universitätspräsident Michael Jäckel.

Interdisziplinäre Forschung fördern, Forschungszentren etablieren, neue Forschungsverbünde entwickeln und konsolidieren: Diese Ziele verfolgt die Universität Trier mit Hilfe der Gelder aus der Forschungsinitiative. Die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastruktur und des Forschungsmanagements werden diese Maßnahmen flankieren. Die Universität Trier strebt weiterhin an, die Internationalisierung zu steigern, beispielsweise durch den Ausbau von Kooperationen. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses werden die Qualifizierungsbedingungen verbessert.

Die höchsten Fördervolumen entfallen an der Universität Trier auf das Forschungszentrum Europa (FZE) und das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften (TCDH). Das FZE bündelt kultur- und sozialwissenschaftliche Forschungsvorhaben zu epochenübergreifenden Kontinuitäten und Strukturen Europas. Dahinter verbirgt sich ein breites Themenspektrum, das Resilienz ebenso umfasst wie neue Ansätze experimenteller Forschung in der Geschichtswissenschaft. Das TCDH führt auf der Basis der Entwicklung und Anwendung von eScience-Methoden geistes-, kultur- und sozialwissen­schaftliche Forschungsvorhaben durch und verfolgt innovative Ansätze in diesen Disziplinen. Es führt auf wegweisende Art Informatik und Geisteswissenschaften zusammen.

Als Forschungsschwerpunkte mit besonderem Entwicklungspotential und einer zukunftsfähigen Forschungsvision werden das Trier Centre for Sustainable Systems (TriCSS) und der Bereich Psychobiologie des Stresses im Rahmen der Forschungsinitiative unterstützt. TriCSS analysiert  Prozesse und entwickelt Modelle zur Förderung von Nachhaltigkeit und zur Lenkung von Transformationsprozessen in Grenzregionen. Im Fokus stehen Themen wie Landnutzungswandel, sozio-ökonomische Entwicklung und demographischer Wandel.

Ziel des Forschungsschwerpunktes „Psychobiologie des Stresses“ ist die Erforschung unterschiedlicher durch Stress ausgelöster Mechanismen beim Menschen mit experimentellen Methoden. Die Forschung soll zum Verständnis der zugrundeliegenden neurobiologischen und psychologischen Prozesse beitragen.

„Unser Ziel ist die Stärkung unserer Position als Universität mit einem besonderen Profil. Wir setzen auf anschlussfähige Vielfalt in unserem Fächerspektrum, das eine starke Verankerung in den Geistes- und Sozialwissenschaften aufweist, aber eben auch interessante Expertisen in Mathematik und Informatik, in rechts-, wirtschafts- und naturwissenschaftlichen Bereichen zu bieten hat. Daraus ergeben sich gute Möglichkeiten für gelebte Interdisziplinarität, gerade innerhalb der Forschungsinitiative“, fasst Präsident Jäckel das Potenzial des Landesprogramms für die Universität zusammen.

 

 

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