Eintracht Trier: „Positive Signale“ von Karikari und Cozza

Von Florian Schlecht

Seit dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf II kann Eintracht Trier sportlich wohl für die Regionalliga Süd-Südwest planen. Erste Gespräche wurden auch mit Torge Hollmann und Thomas Drescher geführt.

Jeremy Karikari kann sich eine Zukunft in Trier vorstellen. Foto: Anna Lena Grasmück

Bei den Lizenzunterlagen im Februar musste Eintracht Trier noch Rechnungen für die 3. Liga aufstellen. Sportlich richten sich die Planungen seit dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf II eher auf die Regionalliga Süd-Südwest. 18 Verträge laufen im Sommer aus, nur Alon Abelski, Oliver Stang und Wojciech Pollok haben aus dem Kader ein gültiges Arbeitspapier bis 2013. Eine echte Baustelle, um ein Fundament zu schaffen. Doch hinter den Kulissen wird schon auf Hochtouren gewerkelt und gebastelt, um die Weichen für die neue Saison zu stellen. Mit Kapitän Torge Hollmann, Routinier Thomas Drescher, Mittelfeldstratege Jeremy Karikari und Außenverteidiger Cataldo Cozza wurden laut Angaben von Ernst Wilhelmi erste Gespräche geführt. Dabei scheinen die Zeichen für Vertragsverlängerungen mit Karikari und Cozza günstig zu stehen. „Beide haben bestätigt, dass sie gerne bei uns bleiben würden“, freut sich das Vorstandsmitglied.

„Ich komme mit dem Trainer, der Mannschaft und dem Vorstand super klar, spiele viel, es passt alles“, so Karikari, der seit Januar 2011 an der Mosel heimisch geworden ist und zuvor bei Jahn Regensburg unter Vertrag stand. Als Gestalter und Abräumer nimmt er für die Balance im Spiel von Eintracht Trier eine wichtige Rolle ein, Trainer Sven Demandt von Borussia Mönchengladbach II adelte ihn im Oktober gar als „besten Spieler der Regionalliga“. Beim 1:1 bei Fortuna Düsseldorf II gab Karikari sein Comeback nach einer Sperre durch das DFB-Sportgericht (5vier berichtete). Der Hamburger gab sich diplomatisch. „Ich kann mir vorstellen, in Trier zu bleiben. Aber es ist noch zu früh, mich endgültig zu äußern. Meine Entscheidung hängt auch von der sportlichen Perspektive ab. Wenn wir den Aufstieg nicht schaffen, will ich in der neuen Saison unbedingt wieder angreifen.“

Drescher: „Ich will noch lange höherklassig Fußball spielen.“

"Gute Gespräche" gab es mit Cataldo Cozza. Foto: Anna Lena Grasmück

Cataldo Cozza war für eine telefonische Stellungnahme ebenso nicht zu erreichen wie Torge Hollmann. Der Kapitän sagte aber im Interview mit 5vier vor einigen Wochen auf die Frage, ob er sich einen Verbleib in Trier vorstellen könne: “Es ist kein Geheimnis, dass ich nochmal in der 3. Liga spielen möchte und es jetzt in meinem Alter mit jedem Jahr mehr nicht einfacher wird. Aber meine Familie und ich fühlen uns wohl hier, das würde passen.” Wilhelmi sprach davon, dass „wir abwarten müssen, was in den nächsten Wochen passiert“.

Das gilt auch für die Verhandlungen mit Thomas Drescher, der in dieser Saison mit 1980 Minuten zu den Dauerbrennern im Kader gehört und wegen einer Gelbsperre nur das Heimspiel gegen den 1. FC Köln II (1:3) verpasste. Der 33-Jährige bestätigte ein „gutes Gespräch“ mit Trainer Roland Seitz über die Zukunft. Was seine Ziele angeht, ist Drescher ehrgeizig. „Ich will noch so lange höherklassig Fußball spielen wie es geht. Das Alter ist da für mich unerheblich, wenn es nach Leistung geht, habe ich gute Spiele gemacht.“ Allerdings verknüpft der Routinier seine Perspektive mit der Zeit nach der aktiven Karriere. „Ich orientiere mich eher langfristiger und will auch beruflich in eine neue Richtung reinschnuppern“, hofft er eher auf ein Arbeitspapier mit einer Dauer von zwei Jahren. „Es ist ja wahrscheinlich der letzte Vertrag, den ich unterschreibe.“ Wilhelmi dazu: „Dreschi hat uns seine Vorstellungen mitgeteilt, wir denken intensiv drüber nach und wissen um die starken Leistungen, die er in der Zeit bei uns gezeigt hat.“

Das Vorstandsmitglied kündigte zudem an, „Schritt für Schritt“ die Gespräche mit weiteren Akteuren aus dem Kader führen zu wollen. Zwar gebe es die bekannten Unwägbarkeiten wie die Frage, ob die Qualifikation für den DFB-Pokal gelingt, die sich vielleicht erst im Mai beantwortet. Mit Antrittsprämie und Zuschauereinnahmen wäre der Etat um knapp 140.000 Euro größer. Dazu fallen nach der Ligenreform 100.000 Euro an Fernsehgeldern weg. Trotzdem sagt Wilhelmi mit einem Blick auf die Verhandlungen: „Es gibt knallharte Fristen. Bis Mitte, Ende April erwarten wir von einigen Spielern, sich zu Eintracht Trier zu bekennen. Roland Seitz wird nicht zum 30. Juni auf Zusagen warten. Das kann keiner verlangen.“

+++++SCT setzt einen Bus nach Elversberg ein+++++

Der Supporters Club Trier setzt wieder einen Fanbus zum Regionalligaspiel beim SV Elversberg am Samstag ein. Abfahrt ist um 12 Uhr an der Geschäftsstelle hinter dem Stadion. Der Preis liegt bei elf Euro. SCT-Mitglieder zahlen neun Euro. Anmelden könnt ihr euch unter bus@supporters-trier.de oder unter 0176/73301385.

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Kommentare (2)

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  1. schustermanni sagt:

    so freunde der eintracht, jetzt ist es so gekommen ,wie ich es vorausgesagt habe , lotte schwächelt, gestern abend gegen fortuna köln 2:1verloren und am samstag verlieren sie gegen verl , das bedeudet für die eintracht, es ist nur noch etwas drin, wenn wir eine siegesserie hinlegen grußmanni und auf einen sieg gegen koblenz

  2. schustermanni sagt:

    was mann so liest, könnten ja einige leistungsträger in trier gehalten werden , nun liegt es am vorstand das ganze positiv für den verein , die mitglieder sponsoren und die region zu verwerten, der vorstand sollte sich hier fachmännische unterstützung holenum diese signale der spielerfür den verein positiv umzusetzen , damit es bei uns endlich vorwärtsgehtgruß und einen sieg in elversberg manni

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