Türchen 12: Heute gibts was auf die Ohren!

Ein Adventskalender im Januar? Spinnen die bei 5vier.de denn jetzt komplett? Nicht ganz, denn kaum einem Termin fiebert der fußballbegeisterte Leser am Anfang des neuen Jahres so sehr entgegen, wie dem Ende der ungeliebten Winterpause. Am 28. Januar rollt in der Region endlich wieder der Ball. Als erste Mannschaft nimmt Regionalligist Eintracht Trier wieder den Spielbetrieb auf und hofft im Heimspiel gegen Idar-Oberstein an die guten Leistungen der Hinrunde anknüpfen zu können.

Wir versuchen, euch die Wartezeit etwas zu verkürzen. In 28 Folgen präsentiert 5vier.de jeden Tag eine kleine Geschichte aus der verrückten Fußballwelt. Heute gibt es Teil 12 und damit eine Reihe außerordentlicher Hörerlebnisse!

Das Band zwischen Spielern und Fans ist ein Besonderes, das sich manchmal auch musikalisch ausdrückt... (Foto: Anna Lena Grasmück)

Türchen 12: Heute gibts was auf die Ohren!

Fußball und Musik sind zwei Dinge, die zwar auf der einen Seite eng miteinander verbunden sind, auf der anderen Seite aber oftmals gar schreckliche Kooperationen eingehen. Fangesänge sind mittlerweile sogar zum Feld für musikwissenschaftliche Untersuchungen geworden, aber auch außerhalb der Stadien begegnen sich die beiden kulturellen Bereiche immer wieder. Nicht immer zur Freude des Hörers.

Singende Fußballer

„Gute Freunde kann niemand trennen“ und mit etwas gutem Willen könnte man Kaiser Franz Beckenbauer als den Begründer des deutschen Sprechgesangs anführen. Aber bis heute versuchen sich Fußballer immer wieder im fremden Metier und selbst der portugiesische Strahlemann Cristiano Ronaldo säuselte so leidenschaftlich ins Mikrofon, dass uns allein dieser Beitrag Heerscharen weiblicher Leser bescheren dürfte:

Doch auch im Chorgesang tun sich Fußballer manchmal hervor, so zum Beispiel in Kiel. Kaum hatte Holstein Kiel den Bundesligisten Mainz 05 aus dem DFB-Pokal gekickt, wurde den Norddeutschen der amtierende Meister Borussia Dortmund als nächster Gegner zugelost. Was man von diesem hält, wurde dann live in der ARD gleich kundgetan:

Vereinshymnen

Wenn Fans Lieder für ihre Vereine produzieren, ist der Fremdschämfaktor in der Regel extrem hoch. In Zeiten der ausgefeilten Stadionshows haben es zahlreiche Ergebnisse bis in die Stadien geschafft und foltern dort die anwesenden Zuschauer. Zwar gibt es auch Ausnahmen wie „Hamburg meine Perle“ von Lotto King Karl beim HSV, das unter Anwendung alkoholischer Getränke gelegentlich selbst von Werder-Anhängern intoniert wird (Videomaterial vom Verfasser dieser Zeilen gelöscht). Wenn aus Tic Tac Toe’s schon grenzwertigem Gassenhauer „Ich find dich Scheiße“ dann „Ich steh auf Schalke„, intoniert von der lustigen Gelsenkirchner Combo „Tic Tac Tor“ wird, ist die Schmerzgrenze schnell erreicht. In der Regel bewegt sich das Niveau allerdings auf einem Level, der hier für den FSV Frankfurt festgelegt wird. Wenn Prince das hören würde…

„There’s only two Andy Gorams“

Auch einzelne Spieler sind vor musikalischen Liebesbekundungen der Fans nicht sicher. Legendär ist die Anekdote über den ehemaligen schottischen Nationaltorhüter Andy Goram, der öffentlich machte, dass er unter Schizophrenie litt. Feierten ihn die Anhänger der Glasgow Rangers bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Gesang „There’s only one Andy Goram“, bewiesen sie nach dieser Neuigkeit Flexibilität und passten den Gesang entsprechend an: „There’s only two Andy Gorams“. Aber auch in Deutschland halten sich die Fans nicht zurück und lassen ihrer Kreativität freien Lauf, wie dieser Song über Dortmunds Japaner Shinji Kagawa beweist:

Ein besonderes Kapitel im Verhältnis von Fußball und Musik stellen sicherlich die Lieder dar, die im Rahmen von Welt- und Europameisterschaften das Licht der Welt erblicken. Dem widmen wir uns allerdings in einem Extratürchen. Solltet ihr weitere Perlen der Fußballliedkunst kennen, würden wir uns sehr freuen, wenn diese über unsere Kommentarfunktion der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnten!

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